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Stadtverwaltung will Kitas und Grundschulen besser vor Hitze schützen

Geplante Klimageräte sind Teil einer umfassenden Strategie zur Anpassung an den Klimawandel und sollen zunächst den jüngsten Bürgerinnen und Bürgern zugutekommen

Mit den derzeitigen hohen Temperaturen setzt sich auch die Stadtverwaltung Merzig auseinander. Seit dieser Legislaturperiode gibt es die Arbeitsgruppe „Nachhaltigkeit“, die sich aus Mitarbeitern der Verwaltung und Mitgliedern des Stadtrates zusammen setzt und Vorschläge zum Umgang mit den Auswirkungen hoher Temperaturen erarbeitet. Unter anderem wird über bauliche Maßnahmen diskutiert, die im Stadtgebiet Schatten spenden und für Kühle sorgen sollen. Einen konkreten Vorschlag wird die Stadtverwaltung nicht nur der Arbeitsgruppe, sondern auch dem gesamten Stadtrat machen: Den Einbau von Klimageräten in Kindertagesstätten und Schulen.

„Wir können nicht mehr nur diskutieren, sondern wir müssen schnellstmöglich auf die Klimaveränderungen reagieren, da wir davon ausgehen müssen, dass auch die kommenden Sommer sehr heiß werden“, sagt Marcus Hoffeld, Oberbürgermeister der Kreisstadt Merzig. „Dazu gehört unter anderem auch, dass wir städtische Gebäude mit Klimageräten ausstatten, die in den Sommermonaten für Kühle sorgen.“

Die Kreisstadt Merzig hat zahlreiche Gebäude. Alle innerhalb kürzester Zeit mit Klimageräten auszustatten, ist aus Sicht der Kreisstadt schon aus finanziellen Gründen nicht machbar. Daher möchte sich die Kreisstadt im ersten Schritt auf die städtischen Kindertagesstätten und Grundschulen konzentrieren.

„Bürgermeister Christian Bies, unsere Fachabteilungen und ich haben uns zum Ziel gesetzt, dass bis Sommer kommenden Jahres möglichst alle Gruppenräume in den städtischen Kindertagesstätten mit Klimageräten ausgestattet werden“, erklärt OB Hoffeld. Allein dieses Ziel ist nach Einschätzung der Stadtverwaltung ambitioniert, da die Kosten alleine dafür geschätzt bei ca. 600.000 € liegen und die Umsetzung personell begleitet werden muss. Darüber hinaus sollen in jeder Grundschule zumindest zwei Räume, die von allen Schülerinnen und Schülern genutzt werden können, mit Kühlgeräten ausgestattet werden. Auch dieses Vorhaben wird geschätzt bei 100.000 € liegen.

Der Stadtverwaltung ist es wichtig, dass zunächst die Einrichtungen mit Klimageräten ausgestattet werden, in denen die jüngsten Bürgerinnen und Bürger betreut werden. Die Stadtverwaltung wird dem Stadtrat dazu einen konkreten Vorschlag machen.

„Dies wird erst der Anfang sein“, so Oberbürgermeister Marcus Hoffeld. „Wir alle spüren, dass sich das Wetter ändert. Darauf müssen wir auf vielfältige Weise reagieren, bei den Gebäuden, bei den Außenanlagen, bei der Stadtplanung. Auch dies wird letztlich viel Geld kosten, allerdings dienen diese wichtigen Investitionen der Gesundheit und der Lebensqualität der Menschen unserer Stadt.“

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