Stadtrat beschließt Einsatz der Infrastrukturmittel
Investitionen in allen 17 Stadtteilen vorgesehen
Der Stadtrat der Kreisstadt Merzig hat in seiner Sitzung am 21.05.2026 den grundsätzlichen Einsatz der Investitionsmittel aus dem Länder- und Kommunal-Infrastrukturfinanzierungsgesetz beschlossen. Der Kreisstadt Merzig stehen hieraus insgesamt 15,96 Millionen Euro zur Verfügung.
Mit dem Gesetz, das am 24.10.2025 in Kraft getreten ist, stellt der Bund bundesweit insgesamt 100 Milliarden Euro aus dem Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“ für Investitionen der Länder und Kommunen bereit.
Oberbürgermeister Marcus Hoffeld machte deutlich, dass die bereitgestellten Mittel trotz ihrer Höhe nur einen Teil des tatsächlichen Investitionsbedarfs abdecken können: „15,96 Millionen Euro sind ohne Frage eine erhebliche Summe. Im Verhältnis zu den finanziellen Herausforderungen und dem Investitionsbedarf unserer Stadt reicht dieser Betrag allerdings bei weitem nicht aus. Gerade die notwendigen Umbauten und Erweiterungen unserer Kindertagesstätten und Grundschulen erfordern bereits ein Vielfaches dieser Mittel.“
Vor diesem Hintergrund sei es Ziel gewesen, die Mittel möglichst ausgewogen im gesamten Stadtgebiet einzusetzen. Daher wird jeder der 17 Stadtteile mit mindestens einem Projekt berücksichtigt. Für jedes Vorhaben ist dabei ein Investitionsvolumen von mindestens 100.000 Euro vorgesehen.
Auf gesamtstädtischer Ebene sind der Neubau des Baubetriebshofes (5 Mio. €) und die Sanierung des zentralen Busbahnhofes (500.000 €) geplant.
In den 17 Stadtteilen sollen Maßnahmen gefördert werden, die der Verbesserung der Infrastruktur, der Aufenthaltsqualität sowie der Ortsentwicklung dienen. Vorgesehen sind unter anderem Maßnahmen an Bürgerhäusern, Dorfplätzen, Feuerwehrgerätehäusern, Grundschulen, Kitas, Spielplätzen sowie Einrichtungen für Kinder und Vereine.
„Uns war wichtig, dass die Infrastrukturmittel nicht nur punktuell eingesetzt werden, sondern in der gesamten Stadt sichtbar Wirkung entfalten. Deshalb wird jeder Stadtteil berücksichtigt, alle Stadtteile sollen von dem Förderprogramm profitieren“, betonen Oberbürgermeister Marcus Hoffeld und Bürgermeister Christian Bies.
Bies verwies darauf, dass die Umsetzung der vorgesehenen Maßnahmen über einen längeren Zeitraum erfolgen werde: „Die bereitgestellten Mittel können nicht kurzfristig vollständig verausgabt werden. Die Projekte müssen planerisch vorbereitet, ausgeschrieben und baulich umgesetzt werden. Zudem ist es angesichts der Vielzahl an Maßnahmen notwendig, die Umsetzung schrittweise und geordnet vorzunehmen. Dies ist auch mit Blick auf die personellen und organisatorischen Kapazitäten der Projektsteuerung erforderlich.“
Übersicht der Maßnahmen
| Stadtteil | Maßnahme | Summe |
| Ballern | Attraktivitätssteigerung Bürgerhaus und Spielplatz | 100.000 € |
| Besseringen | 3. BA Bezirksstraße | 900.000 € |
| Bietzen | Attraktivitätssteigerung Umfeld Sportplatz/Kita/Feuerwehr/Grundschule | 100.000 € |
| Brotdorf | Gesamtgestaltung Dorfplatz | 300.000 € |
| Büdingen | Trockenlegung Bürgerhaus | 200.000 € |
| Fitten | Attraktivitätssteigerung Spielplatz und Ortsmitte | 100.000 € |
| Harlingen | Entwicklung Ortsmitte | 500.000 € |
| Hilbringen | Neubau KiTa Seitert | 1.500.000 € |
| Mechern | Sanierung Fassade Bürgerhaus | 200.000 € |
| Menningen | Entwicklung Dorfmitte | 500.000 € |
| Merchingen | Attraktivitätssteigerung Vereinshaus | 100.000 € |
| Merzig/Kernstadt | Ausbau FGTS Kreuzberg | 3.550.000 € |
| Platzgestaltung Im Senkelchen/Trierer Straße | 270.000 € | |
| Mondorf/Silwingen | Neubau Feuerwehr | 1.250.000 € |
| Schwemlingen | Attraktivitätssteigerung Saargauhalle | 150.000 € |
| Weiler | (Teil-)Abriss/Sanierung Bürgerhaus | 500.000 € |
| Wellingen | Sanierung/Umbau Kapelle | 240.000 € |