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Merziger Stadtrat stimmt weiteren Planungsschritten zur städtebaulichen Entwicklung des Firmengeländes V&B Merzig zu

In der Stadtratssitzung am 23.06.2026 hat der Stadtrat der Kreisstadt Merzig neben der Unterzeichnung einer Absichtserklärung zwischen der Kreisstadt Merzig, der landeseigenen SHS Stahlholding Saar GmbH und der LEG Kommunal zur Entwicklung des Firmengeländes der Villeroy & Boch AG in Merzig auch dem Abschluss einer Kooperationsvereinbarung zwischen der Kreisstadt Merzig, der Landesregierung und der Villeroy & Boch AG zur Entwicklung des Firmengeländes zugestimmt.

Ziel der beiden Maßnahmen ist die städtebauliche Entwicklung des Firmengeländes des früheren Fliesen-Werks in Merzig, welches großes Potential für den Wirtschaftsstandort Merzig bietet. Schon seit Monaten führen die Kreisstadt Merzig, die Villeroy & Boch AG und die Landesregierung diesbezüglich intensive Gespräche. Erste Planungsskizzen wurden gemeinsam erstellt, auch wurden Untersuchungen zum Seffersbach, der die Fläche quert, zu möglichen Altlasten, zur Weiternutzung einzelner Gebäude und möglicher Erschließungsvarianten in den vergangenen Monaten durchgeführt.

In den kommenden Monaten soll über die grundsätzliche Machbarkeit der Flächenentwicklung sowie die Erarbeitung einer Entscheidungsgrundlage für künftige Vorgehensweisen beraten werden. Dabei werden die städtischen Gremien und die Bürgerinnen und Bürger im Rahmen eines Beteiligungsprozesses intensiv eingebunden. Eine bereits von der Kreisstadt Merzig erworbene Teilfläche zur Ansiedlung des städtischen Baubetriebshofes sowie ein daran anschließender Hallenkomplex, der auch zukünftig von V&B genutzt wird, sind nicht Teil der Vereinbarung.

„Die Fläche ist für uns von großer Bedeutung. Als Kreisstadt Merzig haben wir daher großes Interesse an der städtebaulichen Weiterentwicklung dieser Fläche, die unmittelbar an die Innenstadt angrenzt und den Stadteingang von Merzig maßgeblich prägt“, erklärte Oberbürgermeister Marcus Hoffeld.

Das ehemalige Firmengelände der Villeroy & Boch AG soll demnach für Gewerbeansiedlungen als auch für Wohnbauflächen entwickelt werden. Dafür erfolgt eine Vorprüfung, um die generelle Machbarkeit und die Risikofaktoren festzustellen. Als Abschluss der Vorbereitungsphase beraten die Projektpartner über die konkrete Realisierung. Zur Entscheidungsgrundlage gehören letztendlich alle Faktoren, wie beispielsweise die zu erwartenden Rückbaukosten, der Grundstückswert, die voraussichtlichen Erschließungskosten, die Darstellung der Entwicklungsmöglichkeiten sowie die Bewertung der zeitlichen und finanziellen Entwicklungsrisiken.

Mit der Kooperationsvereinbarung bringen alle Projektpartner zusätzlich zum Ausdruck, dass ihnen die Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Merzig, insbesondere die Zusammenarbeit zur erfolgreichen Umsetzung des Projekts, wichtig ist. Sie stellt somit die Basis für zukünftige Verträge dar und legt die grundlegenden Aspekte der Zusammenarbeit fest.

„Ziel ist es, einen nachhaltigen und attraktiven Wirtschafts- und Wohnstandort zu entwickeln, durch den Arbeitsplätze und attraktiver Wohnraum geschaffen und gebunden werden kann. Im Vordergrund steht die langfristige Stärkung der Region“, betonte Hoffeld.

Bürgermeister Christian Bies ergänzte: „Die Projektpartner wollen die Entwicklung des Geländes gemeinsam gestalten. Sie sehen das Vorhaben als wichtige Aufgabe für die Region und möchten den Wandel des Standorts partnerschaftlich und vertrauensvoll voranbringen. Dabei sollen wirtschaftliche, soziale und ökologische Interessen gleichermaßen berücksichtigt und in ein ausgewogenes Verhältnis gebracht werden. Ein wichtiger erster Schritt ist die Erarbeitung eines gemeinsamen Masterplans. Dieser soll die Grundlage für die zukünftige Nutzung und Entwicklung des ehemaligen Werksgeländes bilden.“

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