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Merzig empfängt Staatssekretär des Bundesverkehrsministeriums – Austausch zum automatisierten und vernetzten Fahren

Hoffeld unterstreicht Interesse der Stadt, sich als Testregion für innovative Mobilitätslösungen weiter einzubringen

Oberbürgermeister Marcus Hoffeld begrüßte am Dienstag, 11. August 2026, den parlamentarischen Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr (BMV), Christian Hirte, als Vertreter von Bundesverkehrsminister Steffen Bilger zu einem offiziellen Termin in der Kreisstadt Merzig. Im Mittelpunkt des Besuchs stand das Thema automatisiertes und vernetztes Fahren.

Der Termin ging unmittelbar auf ein Schreiben des Oberbürgermeisters an den Bundesverkehrsminister zurück, in dem die Kreisstadt Merzig ihre Bereitschaft signalisiert hat, sich als Testregion für innovative Mobilitätslösungen zur Verfügung zu stellen.

„Autonomes Fahren ist der Schlüssel zur Mobilität der Zukunft. Daher begrüße ich es sehr, dass in Merzig Technologien für autonomes und vernetztes Fahren unter realen Straßenbedingungen erforscht und weiterentwickelt werden. Zu sehen, dass unser damaliges gefördertes Forschungsvorhaben „Kooperatives, automatisiertes Fahren im neuro-kognitiven Testfeld Saarland (kantSaar)“ mittlerweile stetig ausgebaut wurde, freut mich sehr – insbesondere, dass nun intelligente Verkehrssysteme (IVS) im Fokus stehen, die den Verkehrsfluss verbessern, die Sicherheit erhöhen und positive Auswirkungen auf die Umwelt haben“, so der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Christian Hirte.

Der Merziger Bundestagsabgeordnete Philip Hoffmann nahm ebenfalls an diesem Termin teil. „Mir war wichtig, den direkten Austausch zwischen dem Bundesverkehrsministerium und den Akteuren vor Ort zu ermöglichen. Merzig verfügt mit dem ITeM über eine bundesweit beachtete Infrastruktur. Solche Innovationsprojekte verdienen Aufmerksamkeit und Unterstützung auf allen politischen Ebenen“, erklärte der Bundestagsabgeordnete Hoffmann.

Die Kreisstadt Merzig ist bereits seit vielen Jahren gemeinsam mit der Forschungsgruppe Verkehrstelematik (FGVT, Leitung: Prof. Wieker) der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (htw saar) im Bereich des vernetzten und automatisierten Fahrens aktiv. Im Rahmen des Besuchs nutzten die Kreisstadt und die FGVT die Gelegenheit, Staatssekretär Hirte umfassend über die bisherigen Aktivitäten zu informieren. „Merzig hat sich in den vergangenen Jahren zu einem Vorreiterstandort für innovative Mobilität entwickelt. Wir sind stolz darauf, gemeinsam mit der FGVT und weiteren Partnern aus Wissenschaft und Forschung einen konkreten Beitrag zur Zukunft des vernetzten und autonomen Fahrens zu leisten“, sagte OB Marcus Hoffeld.

Jonas Vogt, Florian Petry und Martina Emde-Rajaratnam von der FGVT stellten die gemeinsamen Aktivitäten im eigens dafür eingerichteten Projektbüro im Merziger Rathaus vor. Darüber hinaus wurde eine vernetzte Demofahrt durch die Merziger Innenstadt mit dem Staatssekretär durchgeführt und der digitale Zwilling des Testfelds präsentiert. Dabei wurden die bisherigen Forschungsschwerpunkte und praxisnahen Anwendungen im Bereich des vernetzten und automatisierten Fahrens umfassend erläutert. Merzig fungiert hierbei bereits seit vielen Jahren als realer Erprobungsraum, in dem neue Technologien unter Alltagsbedingungen getestet werden. „Im ITeM können wir unsere Forschungsarbeiten zum vernetzten und automatisierten Fahren unter realen Bedingungen validieren und weiterentwickeln. Besonders wertvoll ist dabei die Kombination aus technischer Infrastruktur, urbanem Umfeld und der engen Zusammenarbeit mit der Stadt sowie den Bürgerinnen und Bürgern, die es ermöglicht, innovative Mobilitätslösungen direkt im städtischen Umfeld zu erproben und deren Wirkung umfassend zu analysieren“, erklärte Prof. Wieker im Vorfeld des Besuches.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der erfolgreichen Einbindung der Öffentlichkeit: Mit den bereits mehrfach durchgeführten „Tagen des offenen Testfeldes“ wurde der Bevölkerung anschaulich vermittelt, wie moderne Fahrzeug- und Kommunikationstechnologien zur Erhöhung der Verkehrssicherheit, zur Verbesserung des Verkehrsflusses und zur Reduzierung von Emissionen beitragen können. Die Veranstaltungen stießen auf große Resonanz und machten innovative Mobilität für Bürgerinnen und Bürger unmittelbar erlebbar, unterstrich Jonas Vogt im Gespräch mit dem Staatssekretär. Mit dem ITS Testfeld Merzig ist die Kreisstadt Merzig auch fester Bestandteil des grenzüber-schreitenden Testfelds Deutschland – Frankreich – Luxemburg für das automatisierte und vernetzte Fahren.

„Mit dem Besuch des Staatssekretärs wird die Bedeutung des Testfeldes Merzig als praxisnaher Standort für Zukunftstechnologien im Bereich Mobilität erneut unterstrichen“, betonte Hoffeld, der zugleich das Interesse der Kreisstadt Merzig bekundete, sich aktiv in die von Bundesseite geplante Zusammenarbeit mit den Ländern bei der Weiterentwicklung des autonomen und vernetzten Fahrens einzubringen und als Testregion für innovative Mobilitätslösungen zur Verfügung zu stehen. Hoffeld: „Diese Entwicklung wollen wir konsequent weiter vorantreiben und unsere Kreisstadt auch künftig als offenes Testfeld, gerne auch im Rahmen der Zusammenarbeit mit dem Bundesverkehrsministerium, bereitstellen. Wir sind davon überzeugt, dass Merzig als etabliertes Testfeld einen wertvollen Beitrag zur Entwicklung des autonomen Fahrens in Deutschland und in Europa leisten kann, und würden die Chance sehr begrüßen, unsere Erfahrungen und Infrastruktur in diese wichtige Zukunftstechnologie einzubringen.“

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Gruppenfoto mit fünf Herren, sie schauen freundlich in die Kamera, zwei halten Unterlagen in den Händen
Forschungsfahrzeuge, die automatisiert fahren können
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