Kommunen am Limit: Kreisstadt Merzig beteiligt sich am bundesweiten Aktionstag
Verwaltungschefs übergeben symbolisch leere Kassen an Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich
Mit einer gemeinsamen Aktion haben die Städte und Gemeinden des Landkreises Merzig-Wadern am bundesweiten Aktionstag „Kommunen am Limit“ auf die angespannte finanzielle Lage der Kommunen aufmerksam gemacht. Vor dem Landratsamt kamen die Verwaltungschefs des Landkreises zusammen, um Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich symbolisch jeweils eine leere Kasse zu übergeben. Die Aktion ist Teil einer bundesweiten Initiative der kommunalen Spitzenverbände.
Unter dem Motto „Kommunen am Limit“ machen Städte, Landkreise und Gemeinden in ganz Deutschland auf die zunehmende Diskrepanz zwischen wachsenden Aufgaben und unzureichender Finanzierung aufmerksam.
Als Sprecher der Bürgermeister betonte Oberbürgermeister Marcus Hoffeld die Bedeutung einer auskömmlichen Finanzausstattung der Kommunen: „Die Kommunen sind die Ebene des Staates,
die den Menschen am nächsten ist. Hier wird konkret sichtbar, welche Folgen es hat, wenn immer mehr Aufgaben übertragen werden, ohne die notwendige finanzielle Ausstattung sicherzustellen.“ Die finanzielle Schieflage der Kommunen betrifft zahlreiche Bereiche des öffentlichen Lebens. Von der Kinderbetreuung über Schulen, Jugend- und Sozialangebote bis hin zu Kultur, Sportstätten, Schwimmbädern, Mobilität und freiwilligen Leistungen – vielerorts geraten wichtige Angebote zunehmend unter Druck.
Unterstützt wurde die Aktion von zahlreichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der kommunalen Verwaltungen. Mit plakativen Materialien und Informationsbotschaften machten sie auf die Herausforderungen aufmerksam, vor denen die Kommunen aktuell stehen.
Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich dankte allen Beteiligten für das gemeinsame Zeichen und unterstrich die Notwendigkeit, die kommunale Handlungsfähigkeit dauerhaft zu sichern. Nur finanziell leistungsfähige Kommunen könnten auch künftig die vielfältigen Aufgaben erfüllen, die für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Lebensqualität vor Ort unverzichtbar sind.