Keine Einsturzgefahr im Bereich der Kreuzbergkapelle – Plateau wird im Laufe des Nachmittags wieder freigegeben
Nach der aktuellen Begutachtung der Mauer an der Kreuzbergkapelle besteht glücklicherweise keine Einsturzgefahr. Das Plateau wird daher im Laufe des heutigen Nachmittags wieder für die Bevölkerung freigegeben. Der direkte Zugang zum beschädigten Bereich bleibt vorsorglich weiterhin gesperrt.
Die Kreuzbergkapelle wird, wie alle anderen Bauwerke in der Kreisstadt Merzig auch, regelmäßig überprüft. Bei der denkmalgeschützten Mauer handelt es sich um eine historische Natursteinmauer. Aufgrund ihrer Bausubstanz ist grundsätzlich damit zu rechnen, dass immer wieder partielle Spannungen im Mauerwerk und Risse auftreten können. Diese müssen aber nicht zwangsläufig statisch relevant sein.
Im Zuge einer solchen Überprüfung wurde der betreffende Riss bereits im Jahr 2024 durch ein Fachbüro untersucht. Dieses kam zu dem Ergebnis, dass die Mauer nicht einsturzgefährdet ist, eine Sanierung wurde jedoch empfohlen. Daraufhin wurde der Riss mit Mörtel verschlossen und lose Steine befestigt.
Auch in der Vergangenheit hatte die Kreisstadt Merzig Risse unabhängig von der Frage des Grundstückseigentums wiederholt verschlossen.
Die empfohlene Sanierung konnte bislang allerdings noch nicht durchgeführt werden, da sich die Mauer nicht auf städtischem Grund und Boden befindet und daher nicht im Eigentum der Kreisstadt Merzig ist. Aufgrund dessen kann die Kreisstadt Merzig nicht allein über die Durchführung der Maßnahme entscheiden.
Um die Sanierung dennoch durchführen zu können, wurden seitens der Kreisstadt Merzig Verhandlungen mit allen beteiligten Grundstückseigentümern aufgenommen. Diese gestalteten sich teilweise als schwierig und äußerst zeitintensiv. Durch die Bemühungen der Kreisstadt Merzig konnte letztlich Ende 2025 mit allen Grundstückseigentümern eine Vereinbarung erzielt werden.
Erst anschließend konnte die notwendige Abstimmung mit dem Landesdenkmalamt, die aufgrund des Denkmalschutzes der Mauer verbindlich vorgeschrieben ist, beginnen.
Die nun festgestellten Schäden sind darauf zurückzuführen, dass einzelne Steine im Bereich des zuvor verfugten Risses mit Gewalt herausgebrochen und Teile der Verfugung aufgebrochen wurden. „Ein Vandalismusschaden in diesem Ausmaß hat es in diesem Bereich bislang noch nicht gegeben“, führen Oberbürgermeister Marcus Hoffeld und Bürgermeister Christian Bies aus.
Nach Feststellung des Vandalismusschadens wurde unmittelbar der bereits zuvor beauftragte Gutachter informiert. Ein Vor-Ort-Termin konnte jedoch erst am vergangenen Freitag stattfinden. Da am Donnerstagabend an der Örtlichkeit eine größere Veranstaltung vorgesehen und das Ausmaß des Vandalismusschadens zu diesem Zeitpunkt noch nicht eindeutig einzuschätzen war, wurde der Bereich vorsorglich aus Sicherheitsgründen gesperrt. Für die Durchführung der Veranstaltung wurde mit dem „Garten der Sinne“ ein adäquater Ersatzort gefunden.
Der Gutachter hat bei seiner aktuellen Einschätzung festgestellt, dass weiterhin keine Einsturzgefahr besteht. Das Plateau wird deshalb im Laufe des heutigen Nachmittags grundsätzlich wieder für die Bevölkerung geöffnet. Der direkte Zugang zum beschädigten Bereich bleibt jedoch weiterhin gesperrt, auch, um möglichen weiteren Schäden durch Vandalismus vorzubeugen.
Obwohl die Kreisstadt Merzig nicht Eigentümerin der Mauer ist, wird sie die erforderliche Sanierung zeitnah durchführen. „Die Kreuzbergkapelle hat für die Merzigerinnen und Merziger einen besonderen Stellenwert“, erläutern Oberbürgermeister Marcus Hoffeld und Bürgermeister Christian Bies die intensiven Bemühungen seitens der Stadtverwaltung.
Die weiteren Maßnahmen werden auf Grundlage der gutachterlichen Einschätzung und in Abstimmung mit den zuständigen Stellen festgelegt. Konkrete Angaben zur Dauer der Sperrung des beschädigten Bereichs oder zu den entstehenden Kosten können derzeit noch nicht gemacht werden.