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Wanderung

Großer Rundwanderweg Merzig

Gesamtlänge: 58 km

Steine an der Grenze

Steine an der Grenze

Die Beschreibung beginnt am östlichsten Stein des Bildhauersymposions „Steine an der Grenze“. Hier haben seit 1986 internationale Künstler über 30 Kunstwerke geschaffen. Nach wenigen Schritten wird die deutsch-französische Staatsgrenze erreicht, die auch Grund für die Ortswahl des Symposions war. Die Wanderung folgt dem Grenzweg, vorbei an verschiedenen Steinen bis zur Gemeindegrenze Merzig/Mettlach.

Kapelle Wellingen Außenansicht

Kapelle in Wellingen

Hier biegt der Weg nach rechts ab. Absteigend wird der Stadtteil Wellingen (Kapelle St. Josef 1966, Altar 18. Jh.) durchquert. Nach Überquerung (Brücke) der Bundesautobahn A 8 ist der Scheidwald das nächste Ziel. Beachtenswert sind hier der „Johannisbrunnen“ und das „Müllers Kreuz“. Beide befinden sich etwas abseits des Wanderweges. Beim Johannisbrunnen, dessen Wanderhütte und Umgebung mit viel Liebe restauriert worden sind, kann eine Rast eingelegt werden (9,5 km). Zunächst folgt der Weg einem Bergrücken, bevor er abwärts verlaufend die Saarwiesen erreicht. Der Wanderweg folgt flussaufwärts der Saar bis zur Brücke Schwemlingen–Besseringen, überquert die Saar und erreicht nach einer Kehre den Hochwasserdamm auf der Besseringer Saarseite. Nach ca. 500 m verlässt er den Damm und durchquert Besseringen. Nachdem die alte B 51 überquert wurde, können Wanderer im angelegten „Bürgerpark“, einem von fünf „Gärten ohne Grenzen“ in Merzig, eine Pause einlegen. Nach einer Treppenanlage wird in den „Philosophenweg“ eingebogen. Zusammen mit dem Weg 4 tritt der Rundweg oberhalb der Wohnsiedlung „Schinderberg“ in den Kammerforst ein, überquert die neue B 51 und erreicht die Wegekreuzung „Besseringer Spinne“. Hier lädt ein schöner Holzwegweiser des Saarwald-Vereins zur Rast ein (18,5 km). Auf einem sich sacht ins Tal absenkenden Weg führt er weiter zur „Biereiche“.

Biereiche

Die Herkunft des Namens ist ungewiss. Als Aprilscherz hat die Saarbrücker Zeitung am 1. April 1956 gemeldet, dass die Saarfürst-Brauerei Merzig dort Bier ausschenke. Das hat die Brauerei veranlasst, dort tatsächlich einige Kästen Bier zu spendieren. Nach und nach entwickelte sich hieraus ein Volksfest, das heute als Biereichenfest am 1. April einen festen Platz im Jahreskalender hat. Nach Überqueren der Eichenlaubstraße Mettlach-Losheim führt der Weg – nunmehr sanft aufsteigend – hinauf zum „Blumenkreuz“, das einen zentralen Wanderplatz im Kammerforst markiert. Um die Entstehung des Kreuzes und auch um die Herkunft des Namens ranken sich verschiedene Sagen. Es handelt sich hier um einen sogenannten Dreibänner, also um ein Zusammenstoßen dreier Gemarkungen. An dieser Stelle kommen der Weg 6 und der „Matthias-Enzweiler-Weg“ hinzu. Über eine kleine Bergkuppe trifft der Weg auf ein kleines, sich nach Norden öffnendes Seitentälchen und dem „Saar-Mosel-Weg“. An dieser Stelle steht etwas abseits vom Wanderweg das sogenannte „Zöllnerkreuz“, das an einen tödlichen Jagdunfall erinnert. Der Weg führt etwas ansteigend auf den Hungerkopf und weiter zum „Hausbacher Stern“einer Kreuzung mehrerer Waldwege. Auf welligem, aber gut begehbarem Weg wird bald wieder die Eichenlaubstraße erreicht und überquert. Zusammen mit dem Matthias-Enzweiler-Weg“ geht es durch den Wald bis zur Verbindungsstraße Brotdorf-Hausbach. Hier biegt der Rundweg M nach rechts in Richtung Jungenwäldchen ab. Hinter dem Häusern des Jungenwäldchen geht es nach rechts über einen Wiesenpfad zurück an den Rand des Brotdorfer Kammerforst bis zur etwas seitab des Weges liegenden besuchenswerte Marienkapelle. Hier verlässt der Rundweg M danach links abbiegend den Wald und führt in den Ortsteil Brotdorf. Im weiteren Wegverlauf folgt der Schulkomplex des Stadtteils Brotdorf mit der „Seffersbachhalle“ und die Clemens-Holzmeister-Kirche „St. Maria Magdalena“. Nach der Überquerung der Kleinbahn Merzig-Losheim führt der Weg gemeinsam mit dem Clemens-Holzmeister-Weg  zunächst in Richtung Merzig an der Straße Losheim-Merzig entlang, bevor ein schweißtreibender Anstieg über eine schmale Straße und mehrere Feldwege hinauf zum Gipsberg (Ausblick auf die Kernstadt und den Saargau) ansteht. Auf der Höhe geht es nun parallel mit dem Rundweg 8 mit weiten Ausblicken in Richtung Großwald. Hier kommt bei einer Wendung nach rechts der „Saar-Mosel-Weg“  hinzu. Auf ebenem Wanderweg geht es weiter bis zur Überquerung der Straße Merchingen-Honzrath. Auf geteerter Fahrbahn wird dem Harlinger und Bietzener Wald zugestrebt. Am Waldparkplatz mit einer Vesperinsel kreuzt der Premiumwanderweg „Bietzerberger“  und der „WilderWaldWeg“  den Rundweg . Am ehemaligen Munitionsdepot endet die Teerstraße. Auf schönen Wald- und Feldwegen geht es weiter. Unterwegs kommt der Rundweg 11 hinzu.

Stein und Löwenzahn entlang des Sonnensteinwegs - Markus Dollwet

Sonnensteinweg

Später wird ein Sonnenstein von Paul Schneider, dem Initiator des Bildhauersymposions „Steine an der Grenze“, passiert. Mit dem nun parallel verlaufenden „Bietzerberger“  wird nach einer halben Umrundung des Sattelwaldes das „Fischerberghaus“ erreicht, ein zentrales Wanderheim des Saarwald-Vereines, mit lohnendem Ausblick von der Terrasse (auch Übernachtungen sind möglich, 41 km). Danach durchquert der Wanderweg den Sattelwald, tangiert den Freizeitplatz „Auf Gruden“ und führt mit schönen Aussichten hinab zum Stadtteil Menningen (Kapelle St. Clemens, Mitte 19. Jh.). Im Anschluss wird in das Ohligsbachtal abgestiegen. Der Rundweg führt am Bach entlang, hinab zur Saar und zu einer Fußgängerbrücke, die die Saar überspannt. Auf der anderen Flussseite verläuft der Wanderweg etwas außerhalb des Stadtbereiches.

Friedhof und Kirche in Mechern

Friedhof und Kirche in Mechern

Auf dem Wirtschaftsweg neben der Bundesautobahn A 8 wird Mechern (Kirche St. Quiriakus, Turm 14. Jh.) erreicht. Nach Durchqueren des Stadtteiles mündet der Weg nach einer Steigung in den Großen Mecherner Wald, der eine Vielzahl von Kulturdenkmälern aufweist. Es sind Hügelgräber keltischen Ursprungs, die durch wilde Ausgrabungen verwüstet wurden. Entlang der noch erkennbaren Trasse der früheren Eisenbahnlinie Merzig–Waldwisse, parallel mit dem Rundweg 12 und dem „Saargau-Wanderweg“ , führt die Wanderung auf einen ebenen Feldweg zum Stadtteil Mondorf (Kirche St. Johannes d. Täufer von 1843). Nach Durchqueren des Ortes taucht der Weg zusammen mit dem Rundweg 13 in den Mondorfer und Silwinger Wald (Marienkapelle von 1843) ein. Hinter dem Stadtteil Silwingen strebt der Weg  – begleitet durch den Rundweg 14 – auf ansteigendem Weg an mehreren Aussiedlerhöfen vorbei, dem Heidwald zu. Nach der Überquerung der Straße Merzig-Waldwisse geht es auf ebenem Weg bis zum Waldrand und kurz dahinter zum Ausgangspunkt des Großen Rundweges.

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