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Zwei Sieger beim Abschluss des Harlinger Studentenprojekts

Wie kann die Dorfmitte von Harlingen verschönert und aktiver gestaltet werden? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigten sich innerhalb mehrerer Wochen rund 50 Studierende der Schule für Architektur der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) und erstellten zahlreiche Projektideen. Die besten wurden vergangene Woche beim Abschluss von Bürgermeister Marcus Hoffeld prämiert, auch von der Bauhütte der Pfalz gab es eine Prämierung.

Dabei kam es zu einer Überraschung: Aus dem Projekt zur Neugestaltung der Dorfmitte Harlingen gingen gleich zwei Siegerteams hervor. Die Architektur-Studenten Julian Blaumeiser und Maurice Eckert teilen sich gemeinsam mit Lilli Eck und Moritz Kern den ersten Platz, der dritte Platz ging an Celine Grasmück und Lara Merz. „Es war ein spannendes Projekt, das auch für uns etwas Neues war“, sagte Bürgermeister Marcus Hoffeld und dankte allen Studierenden für ihre Teilnahme. „Sie haben alle gewonnen, denn Sie haben durch Ihr Mitwirken wertvolle Erfahrung gesammelt“, äußerte Hoffeld.

„Alle Arbeiten waren qualitativ gut“, sagte Christian Bies, Leiter des Fachbereichs Stadtplanung und Umwelt. Er saß zusammen mit Ortsratsmitglied und Ortsvorsteher Manfred Donate in der Jury und bewertete die Arbeiten. „Der Unterschied zwischen den ersten beiden war minimal“, ergänzte er. Da beide herausragten, entschied man sich dazu, ihnen gemeinsam den ersten Platz zu geben. Zugleich war der Unterschied zum Modell von Lara Merz und Celine Grasmück so groß, dass diese den dritten statt des zweiten Platzes belegten.

Die Studenten der Schule für Architektur der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) hatten die Aufgabe, die Ortsmitte von Harlingen rund um die Kirche herum neu zu gestalten. Dort befinden sich laut Bies ein einsturzgefährdetes und ein leerstehendes Haus, ebenso ein nicht genutzter Gebäudeanbau. Mit einer Ortsbegehung als ersten Schritt konnten sich die Studierenden einen Überblick über den Ort verschaffen, bei zwei weiteren Treffen flossen die Ideen der Bürger und der Studenten in die jeweiligen Projekte mit ein.

„Alle drei Gewinner erarbeiteten Pläne zur nachhaltigen Stärkung des Ortskerns und bewiesen architektonisches Fingerspitzengefühl für das, was da ist. Modern, aber passend zum Ort“, sagte Bies zur Entscheidung der Jury. „Sie berücksichtigen das Thema Grün, wollen den Durchgangsverkehr in der Ortsmitte rausholen, haben Ideen zur Belebung des Ortskerns, sei es durch ein Café oder ein Seniorenwohnheim“, erläuterte er.

Insgesamt beteiligten sich 50 Stunden der HTW an dem Projekt, daraus entstanden 24 Arbeiten, in der finalen Runde landeten noch neun dieser Pläne. Wie die Gewinner reagieren?

„Wir freuen uns riesig“, sagt Maurice Eckert. Auch Lilli Eck und Moritz Kern fühlen sich in Anbetracht des ersten Platzes „wunderbar“ und „erleichtert“. Was sie bei ihrer Arbeit lernten? „Dass es wichtig ist, auf die Bedürfnisse der Bürger einzugehen und das gesamte Dorf zu berücksichtigen“, betont Eck.

Die Pläne der beiden Erstplatzierten ähneln sich. Zur Belebung des Ortskerns schlagen sie ein Café vor. Julian Blaumeiser und Maurice Eckert möchten das einsturzgefährdete Haus durch ein Einfamilienhaus und ein Haus mit zwei Büros und einer Privatwohnung ersetzen, ebenso stellen sie sich für den rechten Rand der Ortsmitte ein Wohnhaus für betreutes Wohnen vor und planen eine Verlegung des Spielplatzes auf die Westseite der Kirche. Lilli Eck und Moritz Kern schwebt ein Haus der Generationen mit drei barrierefreien Wohnungen und Coworking-Plätzen vor, direkt gegenüber sehen sie das Café „Zukunft“. Der Spielplatz würde sich zwischen den beiden Gebäuden befinden. Ebenso ziehen sich in ihren Plänen neue Grünflächen wie ein Band durch den Ortskern. Indes sah das Modell von Lara Merz und Celine Grasmück drei öffentliche Plätze in der Ortsmitte mit einem Wohn- und Ferienhaus sowie einer Senioren-WG mit Bistro vor.

Die entwickelten Konzepte sind dabei eine Art Denkanstoß für das weitere Konzept zur Dorfentwicklung. „Wir starten im Grunde jetzt bei null“, sagte Bies, „wir greifen für das Konzept die Ideen der Studenten auf, die Bürger denken sie weiter.“ Er geht davon aus, dass die Harlinger im kommenden Jahr im Rahmen von Workshops, wie es in Besseringen der Fall war, ein Konzept zur Entwicklung der Dorfmitte erarbeiten. Damit könne man laut Bies dann Fördermittel beantragen und die Vorstellungen Realität werden lassen.

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Abschluss des Harlinger Studentenprojekts
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