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Zugang zur Berufsausbildung für junge Geflüchtete

Landkreis, Saarland und EU fördern Kompetenzzentrum an der Jean-François-Boch-Schule

Im Beisein von Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich wurde am Merziger Berufsbildungszentrum, der Jean-François-Boch-Schule, ein Kompetenzzentrum für berufliche Erprobung und Qualifizierung potentieller Auszubildender in kleinen und mittleren Betrieben eröffnet. Hier sollen künftig jugendliche Geflüchtete auf eine Berufsausbildung in den Bereichen Pflege, Handel, Touristik und Körperpflege vorbereitet werden. Schlegel-Friedrich misst dieser Investition sowohl wirtschaftsfördernde als auch sozialpolitische Bedeutung zu. Die berufliche Integration von Geflüchteten sieht sie als wichtige Aufgabe aller Akteure der beruflichen Bildung. Die Errichtung des Kompetenzzentrums war möglich geworden, nachdem die Europäische Union – im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) –, das Saarland und der Landkreis Merzig-Wadern Mittel zur Finanzierung von Kompetenzzentren an beruflichen Schulen bereitgestellt hatten. Investitionen zum Ausbau der öffentlichen Berufsbildungszentren zu Innovations- und Zukunftszentren werden im Rahmen des Programms Investitionen in Wachstum und Beschäftigung zu 50 % aus EFRE-Mitteln kofinanziert, jeweils 25 % kommen aus Landesmitteln und dem Landkreishaushalt. Für dieses Projekt wurden mehr als 40.000 € eingebracht, um die Lernausstattung in den genannten Wirtschaftsfeldern zu erneuern und auszuweiten. So wurde der Trainingsraum für die Kranken- und Altenpflege mit moderner Pflegetechnik ausgestattet, eine mobile Einheit für den Einsatz von Tablets im Unterricht beschafft und der Bereich der Textil- und Wäschepflege modernisiert. Letzterer ist Bestandteil der Vorqualifizierung für Gastronomie- und Hotellerieberufe, ein wesentlicher Wachstumsmarkt des Landkreises.

„Mit dieser Investition“, resümiert Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich, „trägt der Landkreis dazu bei, den Fachkräftenachwuchs für kleine und mittlere Unternehmen zu sichern.“ Gleichzeitig sei es gesellschaftlich und sozialpolitisch wichtig, jugendlichen Geflüchteten eine berufliche Perspektive in der Region aufzubauen. An der Jean-François-Boch-Schule haben in den vergangenen Jahren bereits mehr als zweihundert Jugendliche mit Fluchtbiographie unterschiedliche Schulformen durchlaufen. Gerade die Zuführung zur dualen Berufsausbildung hat sich dabei als bedeutsame Schwelle erwiesen. Vor diesem Hintergrund zeigt sich Schulleiter Andreas Nikolaus Heinrich dankbar für die weitere Investition an seiner Schule, die sich nach seiner Überzeugung in den kommenden Jahren für Wirtschaft und Gesellschaft des Kreises mehrfach bezahlt machen wird.

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