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Vorhabenbezogener Bebauungsplan mit Vorhaben- und Erschließungsplan „Wohnquartier Staadterweg“ in der Kreisstadt Merzig, Stadtteil Schwemlingen

Bekanntmachung des Beschlusses zur Einleitung des Verfahrens zur Aufstellung und öffentlichen Auslegung des Vorhabenbezogenen Bebauungsplanes mit Vorhaben- und Erschließungsplan

Der Stadtrat der Kreisstadt Merzig hat in seiner Sitzung am 21.07.2022 gemäß § 1 Abs. 3 und § 2 Abs. 1 BauGB beschlossen, das Verfahren zur Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes mit Vorhaben- und Erschließungsplan „Wohnquartier Staadterweg“ einzuleiten (s. Anlage Geltungsbereich). In seiner Sitzung am 21.07.2022 hat der Stadtrat den Entwurf des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes mit Vorhaben- und Erschließungsplan „Wohnquartier Staadterweg“, bestehend aus der Planzeichnung (Teil A) und dem Textteil (Teil B) sowie der Begründung, gebilligt und die öffentliche Auslegung beschlossen.

Die Vorhabenträgerin, die Kalodion GmbH, beabsichtigt, im Stadtteil Schwemlingen die Errichtung eines ökologisch nachhaltigen Wohnquartiers.

Das Plangebiet befindet sich inmitten des Siedlungskörpers des Stadtteils Schwemlingen, angrenzend zur „Rosenstraße“ und „Sebastianstraße“ im Westen sowie dem „Staadterweg“ im Süden. Die Bestandsgebäude (ehemaliger Steinmetzbetrieb und Wohngebäude) werden im Rahmen der Realisierung rückgebaut. Es handelt sich somit um eine bereits bebaute Fläche in integrierter Stadtteillage.

Das in Merzig-Schwemlingen geplante Wohnquartier mit insgesamt bis zu 60 Wohnungen verteilt sich auf sieben Einzelgebäude, die auf einer gemeinsamen Tiefgarage als Sockelgeschoss sitzen. Die Gebäude weisen je drei Vollgeschosse auf, wobei die oberste Etage immer auf einer Seite einrückt, wodurch sich Platz für großzügige Dachterrassen sowie begrünte Flächen ergeben. Das Quartier entsteht auf einer ca. 7.350 m² großen, ehemals gewerblich genutzten Fläche entlang der Straße „Staadterweg“ und „Rosenstraße“ und folgt somit der bereits größtenteils vorhandenen Nutzung, dem Wohnen. Die einzelnen Gebäude Haus A bis G werden jeweils über ein zentrales Treppenhaus von der Tiefgarage bis in das 2.Obergeschoss barrierefrei erschlossen.

Die Wohnungsgrößen reichen von 60 bis 160 m². Alle Wohnungen verfügen über einen eigenen Freisitz in Form einer ebenerdigen Loggia im Erdgeschoss mit vereinzelt angrenzender Gartenfläche, einer Loggia im Obergeschoss oder einer großzügigen Dachterrasse im Penthouse.

In den Häusern A, B und E werden sich, nach aktuellem Stand der Planung, jeweils zwei Wohneinheiten im Erd- und Obergeschoss sowie eine Penthousewohnung im 2. Obergeschoss befinden. In den Häusern C, D, F und G hingegen jeweils drei Wohneinheiten im Erdgeschoss, vier Wohneinheiten im 1. Obergeschoss sowie zwei Penthousewohnungen im 2. Obergeschoss. Die barrierefreien Wohnungen verteilen sich gleichmäßig über alle Etagen, damit Wohnungen unterschiedlichster Größe diesen Anforderungen gerecht werden. Bei der Realisierung des Projektes wird die Schaffung von Sozialwohnungen berücksichtigt. So gibt es in jedem Haus eine dieser Art.

Im Untergeschoss bzw. in der Tiefgarage sind neben 78 Stellplätzen, davon 13 barrierefrei, die Nebenräume wie Technik, Hausmeister, Fahrradräume, Abstellräume für die jeweiligen Wohnungen und Müllräume vorgesehen.

Aufgrund der Vielzahl an notwendigen Stellplätzen werden diese größtenteils in der Tiefgarage untergebracht, um den ruhenden Verkehr im öffentlichen Raum so gering wie möglich zu halten. Bei der Erstellung der Außenstellplätze wird die Verwendung eines ökologischen und versickerungsfähigen Pflasters bevorzugt.

Zur Realisierung eines ansprechenden Außenraums erstreckt sich ein begrünter Fußgängerbereich vom „Staadterweg“ bis hin zum hintersten Haus. Der Bereich wird von Pflanzbeeten begleitet, in denen hochstämmige Bäume Platz finden und die zugleich als Sitzgelegenheit genutzt werden können. Der Fußgängerbereich soll einen Aufenthaltsort für die Bewohner des Quartiers bieten und zum Verweilen einladen. Bei der Durchgrünung des Quartiers spielen auch die Gartenflächen zwischen den Gebäuden sowie die Begrünung der Flachdachflächen eine bedeutende Rolle.

Die Erschließung der Fläche ist über die Rosenstraße und den „Staadterweg“ gesichert. Die erforderlichen Stellplätze können vollständig auf dem Grundstück organisiert werden.

Aktuell beurteilt sich die planungsrechtliche Zulässigkeit des Plangebiets nach § 34 BauGB (Zulässigkeit von Vorhaben innerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile). Danach ist das Vorhaben nicht realisierungsfähig. Deshalb bedarf es der Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes mit Vorhaben- und Erschließungsplan „Wohnquartier Staadterweg“.

Die genauen Grenzen des Geltungsbereiches des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes sind dem beigefügten Lageplan zu entnehmen. Er umfasst eine Fläche von ca. 7.350 m2.

Das Foto zeigt einen Lageplan der im Text genannten Örtlichkeit.

Die Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes erfolgt gem. § 13a i.V.m. § 13 BauGB im beschleunigten Verfahren.

Der Flächennutzungsplan der Kreisstadt Merzig stellt für das Gebiet eine gemischte Baufläche dar. Das Entwicklungsgebot gem. § 8 Abs. 2 BauGB ist somit nicht erfüllt. Der Flächennutzungsplan ist gem. § 13a Abs. 2 Nr. 2 BauGB im Wege der Berichtigung anzupassen.

Gemäß §§ 13a, 13 BauGB und 3 Abs. 2 BauGB in der Fassung der Bekanntmachung vom 03. November 2017 (BGBI. I S. 3634), unter Berücksichtigung der aktuell gültigen Änderungen, wird hiermit öffentlich bekannt gemacht, dass der Entwurf des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes mit Vorhaben- und Erschließungsplan „Wohnquartier Staadterweg“, bestehend aus der Planzeichnung (Teil A) und dem Textteil (Teil B) sowie der Begründung, in der Zeit vom 11.08.2022 bis einschließlich 12.09.2022 bei der Stadtverwaltung Merzig, Ressort 30, Brauerstraße 5, Schaukasten neben Zimmer 234 (Stadtplanung), 66663 Merzig, während der Öffnungszeiten (Mo bis Mi von 07:30 Uhr bis 12:00 Uhr und von 13:30 Uhr bis 15:30 Uhr, Do von 07:30 Uhr bis 12:00 Uhr und von 13:30 Uhr bis 18:00 Uhr, Fr von 07:30 Uhr bis 12:00 Uhr) zu jedermanns Einsicht öffentlich ausliegt.

Es wird darauf aufmerksam gemacht, dass aus aktuellem Anlass die derzeit geltenden Abstands- und Hygieneregelungen einzuhalten sind.

Der Inhalt der ortsüblichen Bekanntmachung nach § 3 Abs. 2 Satz 2 BauGB und die nach § 3 Abs. 2 Satz 1 BauGB auszulegenden Unterlagen sind zusätzlich zum Internetportal der Kreisstadt Merzig unter amtliche Bekanntmachungen sowie über das zentrale Internetportal des Landes (https://www.uvp-verbund.de/kartendienste) elektronisch abrufbar.

Während der Auslegungsfrist können von jedermann Stellungnahmen schriftlich, zur Niederschrift oder elektronisch per Mail an die E-Mail-Adresse bauamt@merzig.de vorgebracht werden, nicht fristgerecht vorgebrachte Stellungnahmen können bei der Beschlussfassung über den vorhabenbezogenen Bebauungsplan mit Vorhaben- und Erschließungsplan unberücksichtigt bleiben.

Das Verfahren zur Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans erfüllt die Vorgaben, um gemäß § 13a BauGB – Bebauungspläne der Innenentwicklung – i. V. m. § 13 BauGB im beschleunigten Verfahren durchgeführt zu werden. Es wird darauf hingewiesen, dass gem. § 13 Abs. 3 BauGB von einer Umweltprüfung nach § 2 Abs. 4 BauGB, von dem Umweltbericht nach § 2a BauGB, von der Angabe nach § 3 Abs. 2 Satz 2 BauGB, welche Arten umweltbezogener Informationen verfügbar sind, der zusammenfassenden Erklärung nach § 10a Abs. 1 BauGB und gem. § 13 Abs. 2 BauGB und § 13a Abs. 3 BauGB von der frühzeitigen Unterrichtung und Erörterung nach §§ 3 Abs. 1 und 4 Abs. 1 BauGB abgesehen wird.

 

Marcus Hoffeld, Bürgermeister

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