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Vergnüglicher Abend mit Boris Greff und seinem Gedichtband „Augenblicke und Wimpernschläge“ in der Stadtbibliothek

Zu Beginn des Abends sprach Matthias Marx einführende Worte zum Werk seines langjährigen Freundes Boris, den er schon aus seiner Zeit als Lektor in der Kirche kennt. Für die hierbei beleuchteten Gedichtzeilen bedankte sich der Autor am Ende und freute sich über den anderen Blickwinkel, der aufgetan wurde.

Boris Greff schreibt schon seit seinem 16. Lebensjahr Kurzgeschichten, Erzählungen, vor allem jedoch Gedichte, anfangs langsam und mit langen Schreibpausen, lässt er heute täglich, meistens abends, Worte zu Papier gleiten bzw. schreibt sie am Computer, da das saubere Schriftbild ihm eher zusagt.

Er arbeitet als Lehrer am Schengen-Lyzeum in Perl. Es ist möglich, dass ihm Worte in den Sinn kommen, während er Arbeiten korrigiert und etwa 20-30 Mal das Gleiche liest. „Das ist wie eine chinesische Wasserrolle. Plopp, plopp immer wieder dasselbe“. So kann er den Kopf frei bekommen.

„Wie er seine Themen findet“, fragte eine Zuhörerin. „Das kann alles Mögliche sein, das ist als würde man ein Netz aufspannen und einem dann kleine Partikel zufliegen und es entsteht ein Gedicht“.

„Das Gehirn ist immer am Denken. Oft ist am Anfang nicht klar, was am Ende rauskommt“.

Viele seiner Gedichte schreibt er in einem Rutsch durch, es lässt ihm dann keine Ruhe bis es fertig ist.

Strophen und Zeilen löscht er öfter schon mal, ganz Fertiges kaum.

Wenn er ein gereimtes Gebrauchsgedicht zusammenbastelt, ist da „kein Korn Weisheit mehr drin“. Er möchte, dass der Leser stutzt und das eben Gelesene nochmals liest. „Es ist nicht nur die eigene Befindlichkeit, die sich im Buch widerspiegelt. Es ist auch Sozialkritisches dabei – Dinge, die die Gesellschaft betreffen, die wir aktuell alle erleben“.

Mit der Pianistin Olga Scheps ergab sich eine Zusammenarbeit, nachdem diese ihre Übungsstunden ins Netz gestellt hatte. Zu den Etuden schrieb Boris Greff Gedichte, die der Künstlerin sehr gut gefielen.

Der Poet freut sich in Anthologien wie z.B. „Das Gedicht“ oder „100 Texte für den Frieden“ vertreten zu sein.

Laut einer Erhebung aus dem Jahr 2020 sind nur 1,4 % aller verkauften Belletristik Lyrik.

Die zeitgenössischen Dichter haben es einigermaßen schwer auf dem Buchmarkt, wie er erzählte.

 

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