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Umwelt-Staatssekretär Krämer überreichte Zuwendungsbescheid an Jugendhaus Merzig

Gemeinsam Billard spielen oder im Tanzraum seiner Leidenschaft nachgehen: Im Jugendhaus Merzig gibt es für Jugendliche viele Möglichkeiten, ihre Freizeit zu verbringen und sich mit Freunden zu treffen. Die Jugendlichen finden dort einen entspannten Rückzugsort, an dem sie außerdem Hilfe bei den Hausaufgaben bekommen oder in der Koch- oder Basketball-AG mitmachen können. Auch bei familiären Problemen oder bei der Bewerbung für einen Job helfen die Pädagogen im Jugendhaus den jungen Erwachsenen.

Dabei hilft das Jugendhaus aber nur denjenigen, die auch den Weg zu ihnen finden, weiß Julia Bost, Leiterin des Jugendhauses in Merzig. Das soll sich in Zukunft ändern: Mit dem neuen Projekt „Jugendbeteiligung Merzig“ ist es der erfahrenen Pädagogin möglich, über die Dauer von drei Jahren in andere Jugendzentren in Merzig und Umgebung zu gehen und vor Ort zu helfen. „Wir wollen die Strukturen, in denen Jugendliche bereits aktiv sind, fördern“, sagte Bost. Um das Projekt zu ermöglichen, überreichte Umweltstaatssekretär Roland Krämer an Merzigs Bürgermeister Marcus Hoffeld, zeitgleich Vorsitzender des Vereins „Jugendhaus Merzig – Jugendnetzwerke e.V.“, einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 72.500 Euro. Marcus Hoffeld bedankte sich bei Roland Krämer und dem saarländischen Umweltministerium für die „außerordentliche Geldsumme und für die Unterstützung“, die durch die LEADER-Förderung der Europäischen Union im Rahmen des Europäischen Landwirtschaftsfonds für Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) ausgegeben wird. Hoffeld nutzte die Gelegenheit, um allen Beteiligten am Merziger Jugendhaus für ihre Arbeit zu danken. „Die Philosophien und Konzepte beweisen die gute Arbeit des Jugendhauses“, sagte Hoffeld und würdigte die Arbeit des Personals.

„Viele junge Menschen schätzen das Leben auf dem Land, fühlen sich jedoch mit ihren Wünschen und Vorstellungen nicht ernst genommen. Das wollen wir ändern“, sagte Umweltstaatssekretär Roland Krämer bei der Übergabe. Ziel des Pilotprojektes ist es, Heranwachsende auf dem Land zu motivieren, sich an regionalen Entwicklungsprozessen zu beteiligen und sie mithilfe neuer, spannender Beteiligungsformate und Angebote für das Vereins- und Gemeinschaftsleben im Dorf zu gewinnen. Ganz nebenbei sollen so Generationsbrüche verhindert werden.

Die stärkere Vernetzung der Jugendzentren untereinander und mit der Stadtverwaltung ist ebenfalls ein Ziel des Projektes. „Das schafft mehr echte Beteiligungsmöglichkeiten, baut Hürden ab und stärkt das Demokratiebewusstsein. Insbesondere in den ländlichen Gebieten spüren viele Jugendliche die Auswirkungen des demografischen und wirtschaftlichen Wandels“, hielt Krämer fest. Umso wichtiger sei es, dass die jungen Menschen erleben, dass ihre Stimme Gewicht hat und sie ihre Zukunft aktiv gestalten können. „Sie brauchen ernstzunehmende Lebens- und Bleibeperspektiven in ihren Heimatgemeinden. Denn die Gewinnung junger Menschen als Zukunftspotenzial zum Erhalt des ländlichen Gemeinwesens ist elementar für die Zukunft unserer Dörfer“, bekräftigte Krämer. Gerade bei Jugendlichen ändern sich oft die Strukturen, vieles ist beim Übergang zwischen Schule und Beruf noch im Fluss. Einrichtungen wie das Jugendhaus dienen allerdings als Anziehungsmagnet, bei dem die Geselligkeit im Vordergrund stehe. Für die Entwicklung in der Zukunft ist es wichtig, ihnen die Attraktivität des ländlichen Raumes zu zeigen.

Mit der LEADER-Förderung unterstützt die Europäische Union seit 1991 modellhafte Projekte im ländlichen Raum. In den LEADER-Regionen, wie im Landkreis Merzig-Wadern, können die Menschen Prozesse vor Ort mitgestalten. Lokale Aktionsgruppen (LAGs) bestimmen den LEADER-Prozess und sind damit Motor der regionalen Entwicklung. Bei der Übergabe des Zuwendungsbescheids war auch Peter Klein, stellvertretender Vorsitzender der LAG Merzig-Wadern und in Stellvertretung für die Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich, anwesend. Er betonte die Wichtigkeit, in die Jugendarbeit zu investieren und freute sich über das Engagement.

Das Jugendhaus Merzig befindet sich in der Torstraße 28a und ist dienstags bis freitags von 13 bis 18.30 Uhr geöffnet. Jeden zweiten Monat öffnet das JUZ nur für 9-12-Jährige ab 13 bis 18.30 Uhr. Dienstags beginnt um 16 Uhr die Basketball-AG mit Ismael und jeden ersten Mittwoch im Monat findet von 13.30 bis 15 Uhr eine Koch-AG in Kooperation mit der Merziger Tafel statt. Sie erreichen das Jugendhaus unter Tel. 9150051 oder per E-Mail an: jugendhaus@merzig.de.

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