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Trauer um Bietzerberger Bildhauer

Prof. Paul Schneider ist im Alter von 93 Jahren verstorben

Der am 5. Mai 1927 in Saarbrücken geborene und in Bietzen lebende Bildhauer Prof. Paul Schneider ist vergangen Freitag im Alter von 93 Jahren von uns gegangen.

Auf dem Gebiet der Kunst und Bildhauerei hat Paul Schneider hervorragendes vollbracht, weshalb er als Bildhauer, Zeichner und Maler zu den bekanntesten und bedeutendsten saarländischen Künstlern gehörte. Dabei genossen seine Werke auch international große Anerkennung.

Paul Schneider war Ideengeber des internationalen Bildhauersymposions „Steine an der Grenze“ und brachte in den Jahren von 1986 bis 1992 Bildhauer aus drei Erdteilen nach Merzig, die in insgesamt sieben Symposien mehr als zwei Dutzend Skulpturen und damit ein Gesamtkunstwerk der besonderen Art geschaffen haben. Durch seine Konzeption und die Realisierung der Skulpturenstraße „Steine an der Grenze“, die in Bildhauerkreisen weltweit ein Begriff geworden ist, hat sich Paul Schneider überregionales Ansehen erworben. Die Skulpturenstraße ist zu einem Wahrzeichen der Annäherung über Grenzen hinweg geworden und stellt ein beliebtes Ausflugsziel dar.

Doch auch darüber hinaus sind die steinernen Kunstwerke von Paul Schneider an vielen Stellen in Merzig zu bewundern und bereichern die hiesige Landschaft. So zieren gleich mehrere mächtige und imposante Skulpturen das Merziger Stadtgebiet. Insbesondere in seiner Heimat auf dem Bietzerberg stehen auf dem Sonnensteinwanderweg faszinierende Werke des Künstlers und auch an der Skulpturenstraße „Steine und Pflanzen am Wasser“ sind große Steinformationen zu bewundern. Außerdem sind der Brunnen im Rathausinnenhof, der Gustav-Regler-Gedenkstein am Seffersbach, der Quellstein an der Bietzener Heilquelle, der Skulpturenbrunnen an DAS BAD, der Gedenkstein „Mosche Merzig“ am Gustav-Regler-Zentrum, eine Skulptur im Garten der Sinne, sechs Steine vor dem Fellenbergschloss und die dreiteilige Skulptur der deutsch-französisch-luxemburgischen Freundschaft an der Hilbringer Brücke Arbeiten von Paul Schneider, die die Kulturlandschaft Merzigs erheblich aufwerten.

Diese beeindruckende, außergewöhnliche künstlerische Schaffenskraft verdeutlicht die große Verbundenheit von Prof. Schneider mit seiner Wahlheimat Merzig. Neben diesen beeindruckenden Werken errichtete Schneider auch Steinskulpturen, die im Saarland und in anderen deutschen Bundesländern stehen. Zudem sind seine steinernen Kunstwerke auch in Frankreich, Tschechien, Österreich, England, Georgien und Indien zu bestaunen.

Vor diesem Hintergrund wurde Prof. Paul Schneider mit zahlreichen Ehrungen ausgezeichnet. So erhielt er im Jahr 1984 den Kunstpreis der Stadt Saarbrücken, das Bundesverdienstkreuz am Bande und der renommierte Sparda-Bank-Preis 1997 sowie der Albert-Weisgerber-Preis der Stadt St. Ingbert im Jahr 2000. Im Oktober 2001 wurde Schneider in Anerkennung seiner künstlerischen Leistungen vom Ministerrat des Saarlandes der Ehrentitel „Professor“ verliehen – eine besondere und sehr seltene Würde. In Anbetracht seiner künstlerischen Verdienste, von denen auch die Kreisstadt Merzig in erheblichem Maß profitierte, erhielt Paul Schneider im Jahr 2007 die Bürgermedaille der Kreisstadt Merzig.

Paul Schneider hat als Künstler die Landschaft der Kreisstadt Merzig mit den von ihm geschaffenen Skulpturen wesentlich geprägt und mitgestaltet. Der Einsatz und das Wirken von Paul Schneider gehen weit über das normale Maß hinaus.

Die Kreisstadt Merzig wird den Bildhauer Prof. Paul Schneider und seine Verdienste für die Stadt nie vergessen und ihn in guter Erinnerung halten.

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