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Stadtverwaltung prüft mögliche Standorte für Neubau des Baubetriebshofs

Optionen werden umfassend bewertet und priorisiert

 

Die Stadtverwaltung der Kreisstadt Merzig prüft derzeit alle Flächen, die als Standort für die neue Unterbringung des Baubetriebshofes in Frage kommen. Ein neues Gebäude ist aufgrund der Bausubstanz der bisherigen Unterbringung erforderlich. Selbst eine notwendige, aufwendige bauliche und technische Sanierung kann die mangelhafte Funktionalität des Bestandsgebäudes nicht beseitigen, da der Gebäudekomplex ursprünglich nicht für die Aufnahme eines Baubetriebshofes konzipiert war. Daher hat der Stadtrat in seiner Sitzung am 14. November 2019 mit 31 Ja-Stimmen und 3 Enthaltungen den grundsätzlichen Beschluss gefasst, eine Verlagerung und einen Neubau des Baubetriebshofes anzustreben.

„Der Baubetriebshof trägt als grundlegende und unverzichtbare Einrichtung maßgeblich zur Gewährleistung der Daseinsvorsorge für die Merziger Bürgerinnen und Bürger bei. Er bildet daher auch einen zentralen Bestandteil der städtischen Versorgung insgesamt“, verdeutlicht Bürgermeister Marcus Hoffeld. „Ein neuer Standort im Stadtgebiet der Kreisstadt ist daher eine absolute Notwendigkeit, um die Arbeit des Baubetriebshofes problemlos zu ermöglichen. Dabei sollte der neue Ort verkehrsgünstig und möglichst zentral in einem Gewerbegebiet liegen“, erläutert Hoffeld die Wichtigkeit des neuen Standorts weiter.

Bei der aktuellen Vorprüfung hat sich ein Standort im Gewerbegebiet „Bruchwies“ in Besseringen herauskristallisiert. Zu diesem Ergebnis war die Stadtverwaltung nach intensiver Abwägung der Vor- und Nachteile mehrerer Flächen als Platz für den Baubetriebshof gekommen. Hinsichtlich der Ansiedlung im Gewerbegebiet „Bruchwies“ hatten einige Bürgerinnen und Bürger Besseringens nun Bedenken angemeldet. Diese Bedenken nimmt die Kreisstadt Merzig sehr ernst.

Daher hat sich die Stadtverwaltung entschieden, den im Vorfeld erstellten Kriterienkatalog in Bezug auf alle in Frage kommenden Ansiedlungsflächen in eine Gesamtübersicht detailliert aufzubereiten. Diese Anforderungen wurden für jede Fläche individuell beurteilt und die Vor- und Nachteile der Einzelflächen umsichtig abgewogen. Zu den Kriterien zählen u.a. die Kosten für die Grundstücke und für deren Erschließung sowie die Auswirkungen der Ansiedlung auf Nachbarhäuser, wie z.B. Lärmemissionen. Dabei ist zu betonen, dass der Baubetriebshof jedoch nicht mit einem Gewerbebetrieb vergleichbar ist und deutlich weniger Lärm verursacht. Ein zentraler Punkt ist auch das Planungsrecht, um die geltenden Vorgaben zur Bebauung einzuhalten. Auch die infrastrukturelle Anbindung stellt eine der Anforderungen dar, um die Erreichbarkeit aller Stadtteile zu gewährleisten. Ebenfalls wurden die Auswirkungen auf Natur und Umwelt jeweils eingehend betrachtet. Die Stadtverwaltung beabsichtigt generell eine optimale und nachhaltige Flächennutzung der Einrichtungen, die dem Baubetriebshof angegliedert sind. Dazu ist auch die Zusammenlegung von Außenlagern, die sich in unterschiedlichen Bereichen der Stadt befinden, sinnvoll. Dadurch soll auch eine Verlagerung der Grüngutsammelstelle von Fitten an einen zentral gelegenen Ort in der Nähe des Wertstoffzentrums möglich werden. Auch diese Standorte sollen vom neuen Gebäude des Baubetriebshofs einwandfrei erreichbar bleiben.

Die Stadtverwaltung bereitet unter Berücksichtigung dieser Kriterien eine Prioritätenliste der Standorte vor. Basierend auf dieser Liste erfolgt eine erneute Vorstellung in den städtischen Gremien.

„Wir möchten transparent vorgehen, um den Bürgerinnen und Bürgern Einsicht in die Entscheidungsfindung zu ermöglichen. Daher werden wir unmittelbar nach der Vorstellung in den städtischen Gremien, aber noch vor den Entscheidungen die Beurteilungskriterien der Standorte für alle offenlegen“, erläutert Bürgermeister Marcus Hoffeld. „Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger erhalten die Möglichkeit, Anmerkungen und Meinungen zu den möglichen Standorten einzubringen. Wir möchten für den Neubau die Lösung finden, die insgesamt die beste ist“, so Hoffeld weiter.

Einige Standorte können aufgrund von gültigen Vorgaben nicht in Betracht gezogen werden. Beispielsweise ist eine Ansiedlung im Gewerbegebiet „Oberst Haardt“ durch die Förderrichtlinien des Gebiets nicht möglich, die dort nur gewerbliche Betriebe insbesondere zur Schaffung von Arbeitsplätzen erlauben. Zusätzlich dazu würde der noch vorhandene Platz in diesem Bereich nicht für den Baubetriebshof ausreichen.

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