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Stadtteilentwicklungsstrategie der Kreisstadt Merzig zieht positive Resonanz

Eigentümerinnen und Eigentümer können ihre Bauflächen weiterhin registrieren lassen

 

Durch eine Stadtteilentwicklungsstrategie verfolgt die Kreisstadt Merzig auf verschiedenen Wegen die langfristige und nachhaltige Förderung der Stadtteile, um im Hinblick auf Bauland die Flächennutzung und Ansiedlungsmöglichkeiten aller Ortsteile zu optimieren. Einen zentralen Strategiebestandteil bildet dabei die Baulückenaktivierung. Dieser kommt die Kreisstadt Merzig auch durch ihre Baulückenbörse für erschlossene, private Grundstücke nach, die im September 2019 als Online-Plattform eingeführt wurde. Seitdem lassen sich mehrfache Erfolge des Angebots verzeichnen: bis heute haben interessierte EigentümerInnen bereits 18 Grundstücke in insgesamt neun Stadtteilen über die Börse angeboten, von denen neun durch KäuferInnen erworben wurden. Aktuell sind noch vier Baugrundstücke in der Online-Börse aufgeführt, die zum Verkauf stehen. Auch die bisher insgesamt 350 gestellten Grundstücksanfragen durch Kaufinteressierte verdeutlichen die bestehende Nachfrage und somit die sinnvolle Vermittlungsfunktion der Baulückenbörse. Alleine im laufenden, noch jungen Jahr wurden dabei 49 Anfragen erfasst. Durch die Baulückenbörse greift die Kreisstadt Merzig allerdings nicht aktiv in die Kaufverhandlungen ein, sondern unterstützt lediglich die Kontaktaufnahme zwischen Anbietenden und Nachfragenden. Dabei führt das Online-Verzeichnis nur die Lage und eine Kurzbeschreibung der Baugrundstücke auf. Die Nutzung des Angebots ist dabei für alle interessierten Bürgerinnen und Bürger kostenfrei.

„Die Baulückenbörse hilft effektiv dabei, die Neubebauung in den verschiedenen Ortsteilen auf bereits verfügbaren Flächen zu fördern. Das unterstützt den nachhaltigen Umgang mit vorhandenen Ressourcen, statt neue Flächen zu erschließen. Gleichzeitig wird zum Beispiel jungen Familien ermöglicht, unkompliziert in den Ortsteilen ein interessantes Grundstück zu finden, auf dem sie sich den Traum vom Eigenheim erfüllen können“, erklärt Bürgermeister Marcus Hoffeld. „Die Nutzung der Börse lohnt sich daher für Ver- und Käufer. Daher rufe ich alle interessierten Grundstücksbesitzer und -besitzerinnen auf, ihre Baugrundstücke registrieren zu lassen“, so der Rathauschef weiter. Die Baulückenbörse der Kreisstadt Merzig ist auf der Internetseite www.merzig.de/baulueckenboerse abrufbar. Interessierte können sich bei der Stadt unter der Telefonnummer 06861-85470 oder der E-Mail-Adresse bauamt@merzig.de melden, um ihre Grundstücke auf die Plattform aufnehmen zu lassen.

Neben der Baulückenbörse wurden bereits weitere Maßnahmen der Stadtteilentwicklungsstrategie eingeleitet. Beispielsweise wurden die ersten Schritte für die vorbereitenden Untersuchungen zur Ausweisung neuer Sanierungsgebiete in den Stadtteilen Schwemlingen, Besseringen, Büdingen, Wellingen und Merchingen eingeleitet. Die Sanierungsgebiete können langfristig zur Aufwertung der Ortskerne beitragen und damit den Wohn- und Standort Merzig stärken. Zudem sollen nach Möglichkeit bei einigen Projekten Ansätze zur innerörtlichen Neuordnung mitberücksichtigt werden. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, größere zusammenhängende unbebaute Flächen in innerörtlichen Lagen weiter zu erschließen, um statt neuer Gebiete in äußeren Lagen die vorhandenen Flächen und Infrastrukturen bestens auszunutzen.

Daneben ist auch die weitere, angemessene und generationengerechte Neuausweisung von Baugebieten in Innerortslagen vorgesehen, wobei verstärkt das ökologische, klimaangepasste und besonders auch dorftypische Bauen in den Fokus rücken soll. Der Zeitplan dafür wird in kommenden Sitzungen der städtischen Gremien beraten. Zudem ist gemeinsam mit den Ortsvorstehern und Ortsvorsteherinnen eine Aktualisierung der Leerstandserfassung in allen Stadtteilen im Frühjahr geplant. Daneben möchte die Stadtverwaltung mit Eigentümerinnen und Eigentümern sogenannter Problemimmobilien ins Gespräch treten. Damit sind Gebäude gemeint, die verwahrlost und dementsprechend kaum nutzbar sind. Langfristig ist hier die Installation eines „Leerstands- und Revitalisierungsmanagers“, zu dessen Aufgabe auch eine Konzept- und Strategieentwicklung für Problemlagen gehören soll, beabsichtigt. Als ein Beispiel einer solchen Strategie kann der Ankauf einer Immobilie in Mondorf erwähnt werden, da hierdurch die Erschließung eines angrenzenden, innerörtlichen Baugebietes ermöglicht werden kann.

Zur weiteren Stadtteilentwicklung des Bietzer Bergs wird aktuell außerdem ein integriertes Dorfentwicklungskonzept erarbeitet, das ebenfalls eine nachhaltige Entwicklung der betreffenden Stadtteile zum Ziel hat.

 

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