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Stadtrat beschließt Neubau des Baubetriebshofs in Hilbringen

Der Stadtrat der Kreisstadt Merzig hat in seiner Sitzung am 14. Oktober 2021 mehrheitlich die Ansiedlung des Baubetriebshofes samt eines Freilagers im Gewerbegebiet „Schweinswies“ in Hilbringen beschlossen.

„Nach Abwägung aller untersuchten Aspekte erscheint dieser Standort am geeignetsten, um einen neue Betriebsstätte zu errichten“, erklärte Bürgermeister Marcus Hoffeld. So verfügt der Standort über eine Nutzfläche von 15.500 m², die neben der Errichtung des Baubetriebshofes auch eine Ansiedlung eines Freilagers ermöglicht. Darüber hinaus eignen sich die Lage, die planungsrechtliche Situation, die Bebaubarkeit sowie der Zuschnitt des Grundstücks ideal für die Realisierung der Maßnahme. Diesen Vorteilen stehen geringe Einschränkungen im Hochwasserschutz gegenüber, die aber in Gänze ausgeglichen werden können. „Vor diesem Hintergrund soll die gesamte Fläche erhöht und zur Sicherung des Gebäudes technische Vorkehrungen getroffen werden, damit Hochwasserschäden gegen ein sogenanntes 100-jähriges Hochwasser ausgeschlossen werden können“, fügte der Erste Beigeordnete Christian Bies hinzu. Negative Auswirkungen auf den Hochwasserzu- bzw. -abfluss bestehen nicht, da die Fläche im sogenannten Strömungsschatten der Saar liegt.

Hinsichtlich der Energieversorgung ist eine Kooperation mit der Stadtwerke Merzig GmbH vorgesehen. Darüber hinaus soll im Rahmen der Detailplanung geprüft werden, ob ein Flächenanteil für eine private gewerbliche Entwicklung bereitgestellt werden kann.

In ersten Schritt werden nun die Planungskosten für die Entwurfsplanung (Gebäude, Freiflächen und Erschließung) ermittelt. Hierfür sollen in den Haushalt 2022 Planungsmittel in Höhe von 220.000 Euro (150.000 Euro Gebäude und 70.000 Euro Erschließung) veranschlagt werden. Anhand der daraus resultierenden Erkenntnisse wird dann eine detaillierte Kostenschätzung erstellt.

Die Kosten des gesamten Projekts liegen nach einer ersten Kostenannahme bei rund 7 bis 8 Millionen Euro. Dem gegenüber stehen nach Fertigstellung der Maßnahme Erlöse für die Veräußerung des aktuellen Standortes, sofern das Gelände verkauft werden sollte. Wichtig ist dabei, eine städtebaulich geeignete Nachnutzung zu finden.

Im darauffolgenden Schritt soll erarbeitet werden, wie sich die Maßnahme finanzieren lässt. Dabei spielt insbesondere die Möglichkeit einer Bezuschussung durch Fördermittel des Landes eine entscheidende Rolle.

Ebenso soll im Rahmen dieser Maßnahme eine Verlagerung der Grüngutsammelstelle von Fitten an die angrenzende Fläche neben dem Merziger Wertstoffzentrum geprüft werden.

Bürgermeister Marcus Hoffeld ist froh, dass in Bezug auf die Standortfrage des Baubetriebshofes nun Klarheit herrscht und dankt allen, die im Prozess der Standortfindung einen Beitrag geleistet haben.

Hintergrund:

Der städtische Baubetriebshof ist in die Jahre gekommen und weist insbesondere bezüglich der Gebäudesubstanz große Mängel auf, so dass inzwischen manche Gebäudeteile nicht mehr genutzt werden können. Zudem entspricht auch die Größe des Geländes nicht den Bedingungen, um den heutigen Anforderungen an einen Baubetriebshof gerecht zu werden.

Vor diesem Hintergrund hat die Kreisstadt Merzig eine Sanierung des Geländes im Vergleich zu einem Neubau geprüft und kam zu dem Ergebnis, dass ein Neubau des Baubetriebshofes an einem anderen Standort die wirtschaftlichste und effektivste Lösung sei. Optimal wäre dabei, einen Bauhof zu errichten, bei dem alle Außenstellen an einem Standort untergebracht sind, um somit auch die Möglichkeit zu eröffnen, die Verlagerung der Grüngutsammelstelle auf das jetzige Außenlager beim Wertstoffzentrum zu prüfen.

Anhand dieser und weiterer Kriterien wurden mehrere Standorte auf eine mögliche Umsetzung überprüft. Neben den Gremien wurden die Ergebnisse der Überprüfung auch der Öffentlichkeit präsentiert. Dabei konnten die Bürgerinnen und Bürger im Rahmen einer Diskussionsrunde ihre Anliegen und Anregungen in den weiteren Entscheidungsprozess einbringen.

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