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Sommertour des Bürgermeisters: Der Merziger Blättelbornweiher

Der Merziger Blättelbornweiher ist in Verbindung mit dem nahen Tierpark ein gern genutztes Ausflugsziel. Zudem stellt er eines der Heimatgewässer des Angelsportvereins Merzig dar. Zuletzt war diese Idylle jedoch in Gefahr. Verrottendes Laub ließ den Schlammpegel immens ansteigen. Die Angler machten sich ernsthafte Sorgen um die Wasserqualität und den Fischbestand.

Inzwischen hat die Kreisstadt Merzig reagiert und eine Vielzahl von winzigen Helfern in diese Schlammschlacht geschickt. Mikroben sollen helfen, die Sedimente schrittweise abzubauen und somit die Wasserqualität zu verbessern. Bei einem Ortstermin zeigten sich Bürgermeister Markus Hoffeld und der Vorsitzende des Merziger Angelsportvereins, Detlev Birndt, zuversichtlich, dass die Sanierung des Gewässers gelingt und die Fortschritte schon alsbald messbar sind.

Wie Detlev Birndt bei dieser Gelegenheit erklärte, hatte sich das ökologische Gleichgewicht im Weiher spürbar verändert. Verrottendes Laub sorgte für zu viele Nährstoffe im Wasser und einen zunehmenden Algenbefall. Die Folgen waren ein sinkender Wasserspiegel, eine erhöhte Sauerstoffzehrung und eine steigende Schlammschicht mit weiter zunehmendem Freisetzungspotenzial von Nährstoffen aus dem Sediment.

So hatte sich in den vergangenen Jahren eine Zementdecke bis zu zwei Meter und mehr ergeben. Die Untersuchungen zeigten, dass auf diese Weise insgesamt mehr als 4.500 Kubikmeter Schlamm anfielen. Das barg auch für die Zukunft die Gefahr, dass der zunehmende Nährstoffeintrag im Zusammenwirken mit dem Klimawandel die Wasserqualität des Merziger Blättelbornweiher weiter verschlechtern würde.

Wie Bürgermeister Marcus Hoffeld vor Ort erklärte, hat die Kreisstadt Merzig prompt reagiert. So wurde ein Hochleistungslüfter in den Weiher eingebaut, der auch an lang anhaltenden heißen Sommertagen genügend Sauerstoff in den Weiher pumpen soll und somit ein Kippen des Gewässers verhindert. Da dies jedoch keine langfristige Lösung für den Blättelbornweiher war, suchte man weitere Wege, das Problem zu lösen – und fand sie auch.

Wie Hoffeld weiter erklärte, hatte das oberfränkische Unternehmen Söll, eine Tochter der Oase GmbH, die entsprechende Antwort parat. SchlixX, ein patentiertes Produkt, soll mit natürlichen Stoffen wie Sauerstoff und Kalzium sowie heimischen Wassermikroorganismen den Schlamm schrittweise abbauen. Nach Laboruntersuchungen des Gewässerstamms zur Ermittlung der Dosierung wurde die Substanz Ende April von einem Boot aus von Spezialisten des Frankfurter Unternehmens Inopur-Hygienetechnologie in das Gewässer eingebracht. Dieser Stoff soll nach Angaben des Herstellers dafür sorgen, dass die Nährstoffe wasserunlöslich gebunden werden, wodurch die Schlammschicht schrittweise abgebaut wird.

Die Gewässersanierung mit Mikroorganismen gilt als eine ökologisch schonende Methode, da sie keine Auswirkungen auf den Fischbestand hat. Darüber hinaus können die im Gewässer lebenden Tiere im Gegensatz zur Ausbaggerung in dem Gewässer bleiben

Die Kosten für die Schlammbehandlung belaufen sich auf rund 18.000 € und werden aus dem städtischen Haushalt finanziert.

Bürgermeister Markus Hoffeld und Detlev Birndt hoffen, dass die Mikroorganismen nun auch im Merziger Blättelbornweiher ganze Arbeit leisten und die Schlammmengen wirkungsvoll dezimieren werden, zumal diese neue Methode der Gewässersanierung mit Mikroorganismen bereits in zahlreichen Kommunen außerhalb des Saarlandes mit Erfolg durchgeführt wurde.

Die ersten Ergebnisse der Schlammreduktion sollen nach dem Sommer von der Firma Inopur vorgelegt werden.

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