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Smart mobility live erFahren

Tag des offenen Testfeldes präsentierte die Mobilität der Zukunft

Die Zukunft des Fahrens heute schon live erleben war das Motto des Tages des offenen Testfeldes am 19. Oktober 2019 in der Merziger Innenstadt, an dem die Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (htw saar), mit Unterstützung der Kreisstadt Merzig, ihre Forschung im Bereich Smart mobility präsentierte.

Bereits zu Beginn der Veranstaltung haben zahlreiche Besucher den Weg auf den Kretzschmar-Platz gefunden und wurden von Bürgermeister Marcus Hoffeld zum Tag des offenen Testfeldes willkommen geheißen. Ganz besonders begrüßte der Bürgermeister den Staatssekretär vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr, Jürgen Barke sowie die Beauftragte des Ministerpräsidenten für Hochschulen, Wirtschaft und Technologie, Dr. Susanne Reichrath. Darüber hinaus hieß Hoffeld auch die Anwesenden Landtagsabgeordneten, Stadt- und Ortsratsmitglieder willkommen.

„In der Zukunft wird sich das Autofahren grundlegend ändern. Daher ist es wichtig, der Bevölkerung frühzeitig einen Einblick zu verschaffen, in welche Richtung sich die Mobilität zukünftig entwickeln wird. Mit dem Tag des offenen Testfeldes ist es uns gelungen, eine Veranstaltung in Merzig zu etablieren, bei der man das vernetzte und automatisierte Fahren live erleben kann und gleichzeitig nützliche Informationen über die Forschungsarbeit in Merzig erhält“, erklärte Hoffeld und dankte allen, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben.

Die wichtige Bedeutung des digitalen Testfeldes stellte auch Staatssekretär Jürgen Barke heraus. „Im automatisierten und vernetzten Fahren gibt es viele Chancen aber immer noch zu bewältigende Risiken. Auf unserem digitalen Testfeld können genau solche Probleme analysiert und verbessert, und auch neue Technologien auf ihre Wirkung untersucht werden. Wir sind damit auf einem guten Weg zur Verwirklichung smarter Mobilitätskonzepte“, erklärte der Staatssekretär.

Auch die Beauftragte des Ministerpräsidenten für Hochschulen, Wirtschaft und Technologie war froh, beim Tag des offenen Testfeldes in Merzig vor Ort zu sein. „Es ist im saarländischen Interesse, dass intelligente, energieeffiziente, emissionsarme, sichere und kostengünstige Fahrzeuge zu einem Erfolg werden – insbesondere auch im ländlichen Raum. Mit Blick auf die Veränderungen im Automobilbereich setzt sich das Saarland daher besonders dafür ein, dass die bereits etablierte Kooperation der htw saar mit der regionalen Wirtschaft und Wissenschaft weiter ausgebaut werden kann. Gleichzeitig kann die Forschung im Rahmen des Testfelds dazu dienen, den Strukturwandel im Saarland zu fördern“ erklärte Dr. Susanne Reichrath und überreichte einen Bescheid von 454.000 Euro an die htw Saar für das Projekt EM-POWER.

Bereits seit Oktober 2014 führen Prof. Dr.- Ing. Horst Wieker und sein Team der „Forschungsgruppe Verkehrstelematik“ (FGVT) der htw saar in Merzig Forschungsprojekte für vernetztes und automatisiertes Fahren durch. Dabei haben die Forschungsprojekte das Ziel, eine sichere und zuverlässige Kommunikation von Informationen, insbesondere für (teil-)automatisierte Elektrofahrzeuge, zu entwickeln.

„Das Testfeld hat die Sichtbarkeit der Forschungsgruppe und der htw saar weit über die Landesgrenzen hinaus erhöht. Führende deutsche und europäische Projekte (5GNetMobil/5GCroCo) im Bereich des vernetzten (5G-Kommunikation) und automatisierten Fahrens haben daher einen Forschungsschwerpunkt in der Region. Durch das Testfeld sind wir Ansprechpartner nicht nur für die lokale Industrie im Automobilbereich, sondern auch für Mobilitätsanbieter. Dieser Tag zeigt uns allen deutlich wie der nächste Transformationsschritt der Digitalisierung im Straßenverkehr aussieht.“ ergänzte Prof. Wieker.

Von 10:00 bis 16:00 Uhr konnten die Besucher auf dem Kretzschmar-Platz viele interessante Erfahrungen im Bereich des vernetzen und automatisierten Fahrens machen und live erleben. So bot die htw saar Testfahrten in Fahrzeugen ausgerüstet mit zukünftiger Technik auf einem Rundkurs durch die Merziger Innenstadt an. Das Interesse der Bevölkerung war überaus groß und die Fahrgäste erfuhren die Ergebnisse der Forschungsprojekte im wahrsten Sinne des Wortes.

Zu Beginn der Fahrt bekamen die Fahrgäste einen Eindruck davon, wie in Zukunft Parkplatzreservierungen möglich sein sollen. Zudem wurde im Bereich des Parkplatzes gegenüber der Stadthalle ein Fußgängersimulator aufgebaut. Damit demonstrierten die Forscher ein Warnsystem, das Autofahrer auf Fußgänger aufmerksam macht, die beispielweise hinter einem parkenden Lastkraftwagen oder einer nicht einsehbaren Ecke hervorkommen. Um eine Falschfahrererkennung zu simulieren, ohne den Verkehr zu gefährden, wurde die Einbahnstraße „Bahnhofstraße“ für die Testfahrzeuge virtuell umgekehrt. Richtig fahrende Fahrzeuge wurden vom System als „Falschfahrer“ erkannt. Ein Fahrzeug wurde dafür auf dem Parkplatz des Landratsamtes in die entgegengesetzte Richtung gestellt, damit die vorbeifahrenden Testfahrzeuge eine Gefahrenmeldung über einen Geisterfahrer erhielten.

Darüber hinaus wurde auch die Kommunikation mit einem echten Feuerwehrfahrzeug demonstriert. Dabei wurde den Testfahrzeugen ein Einsatz der Feuerwehr mitgeteilt, sodass das Auto zur Bildung einer Rettungsgasse frühzeitig auf Seite fahren konnte.

Ein weiterer Anwendungsfall zeigte, wie moderne Systeme die Verkehrseffizienz steigern und die Umwelt schonen können. An der Kreuzung vor dem Rathaus wurde den Versuchsfahrzeugen per Funk mitgeteilt, wann die Ampel umschalten wird. So konnte die Geschwindigkeit der Fahrzeuge frühzeitig angepasst werden, so dass unnötige Halte und damit Lärm- und Abgasemissionen vermieden werden konnten. Zudem wurde im weiteren Verlauf des Kurses eine Fußgängerwarnung an einer unübersichtlichen Straßenkreuzung simuliert. In diesem Fall soll durch die Kommunikation die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer deutlich erhöht werden.

Neben den Testfahrten gab es aber auch auf dem Veranstaltungsgelände selbst vieles zu entdecken. So stellte der Bereich Systems Neuroscience & Neurotechnology Unit der htw saar/UdS aktuelle Forschungsprojekte vor und präsentierte ein Versuchsfahrzeug zur Insassenbeobachtung. Darüber hinaus stellte die Fakultät Ingenieurwissenschaften ihre Studiengänge vor und bei der Fahrzeugtechnik der htw saar gab es ein Fahrzeug des Evolution Racing Teams Saar zu bestaunen. Ebenfalls konnte bei der Fahrzeugtechnik eine MINT-Plattform mit Gamingcontrollern selbst ausprobiert werden. Faber Kabel präsentierte eigen produzierte Elektroroller und ein H2 Fahrzeug IZES stand zur Ansicht zur Verfügung. Zudem stellte die Forschungsgruppe Verkehrstelematik ihre aktuellen Projekte vor und führte eine Umfrage zum Thema Mobilität durch.

Die Tourist-Info der Kreisstadt Merzig warb für die touristischen Sehenswürdigkeiten der Region und das Unternehmen Segway Saar bot Testfahren auf sogenannten Segways an. Dabei handelt es sich um ein Transportmittel für eine Person, das durch eine elektronische Antriebsregelung selbst die Balance hält. Abgerundet wurde der Informationstag durch die Ausstellung von E-Mobilität-Modellen. So stellten das Autohaus Enzweiler, die Stadtwerke Merzig und die Kreisstadt Merzig E-Autos aus und Radsport Boos sowie das Radwerk Saar präsentierten Fahrräder mit alternativem bzw. elektrischem Antrieb. Ergänzt wurde das Rahmenprogramm durch eine Fotobox, bei der jeder Besucher ein kostenloses Erinnerungsfoto von dem Tag erhalten konnte.

Somit war auch die zweite Auflage des Tages des offenen Testfeldes ein rundum erfolgreicher „Zukunftstag“ für die Kreisstadt Merzig, der Lust auf mehr macht.

Die Kreisstadt Merzig bedankt sich bei allen Kooperationspartnern für die erfolgreiche Zusammenarbeit am „Tag des offenen Testfeldes“.

Dies waren im Einzelnen: Die Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (htw saar), das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr, das Autohaus Enzweiler, die Stadtwerke Merzig, Radsport Boos, Radwerk Saar, Segway Saar, Faber Kabel, Tuni Snack Foodtruck sowie die Merziger Kaufmannschaft, von denen viele ihre Geschäfte länger aufhielten.

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Tag des offenen Testfeldes 2019
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