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Sensibilisierungskampagne „Demenz geht uns Alle an!“

Kreisstadt Merzig pflanzt „Vergissmeinnicht“ im Rathausinnenhof

Das „Vergissmeinnicht“ steht als Symbol für Treue, Liebe und Verbundenheit – und für das Thema Demenz. Der Begriff Demenz kommt aus dem lateinischen und bedeutet „weg vom Geist“ oder „ohne Geist“. Damit ist bereits ein wesentliches Merkmal der Erkrankung beschrieben, nämlich die Verschlechterung bis hin zum Verlust der geistigen Fähigkeiten. Was zu Beginn der Erkrankung mit einem Kurzzeitgedächtnis oder einer Gedächtnisstörung schleichend beginnt, hat im weiteren Verlauf zur Folge, dass auch bereits eingeprägte Inhalte des Langzeitgedächtnisses verschwinden, bis hin zum Verlust der erworbenen Fähigkeiten und Fertigkeiten, wie z.B. Sprache und Orientierung. In Deutschland leben gegenwärtig rund 1,7 Millionen Menschen mit Demenz. Jahr für Jahr treten mehr als 300.000 Neuerkrankungen auf; die meisten von ihnen sind von der Alzheimer-Erkrankung betroffen.

Im Rahmen der Kampagne „Demenz geht uns Alle an“ hat der Saarländische Landtag im Jahr 2019 die Landesregierung aufgefordert, die Bevölkerung für das „Thema Demenz – Vergessen“ zu sensibilisieren. Nach der erfolgreichen Aktion im Vorjahr, hat das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, unter der Leitung von Ministerin Monika Bachmann, auch in diesem Jahr die Kommunen und Landkreise aufgefordert, sich für das Thema stark zu machen. Die Landesfachstelle Demenz in Saarlouis, die neben dem Netzwerk Demenz des Landkreises Merzig-Wadern Anlaufstelle ist für an Demenz Erkrankte und deren Angehörige, koordiniert auch in diesem Jahr die Aktion. Durch eine Pflanzung von Vergissmeinnicht an öffentlichen Plätzen soll ein Zeichen gesetzt werden gegen das Vergessen. Zudem möchte man erreichen, dass Pflegekräften, pflegenden Angehörigen und natürlich an erster Stelle den Betroffenen selbst mit dem nötigen Verständnis und Respekt für ihre besondere Situation begegnet wird.

An der Kampagne „Demenz geht uns Alle an“ beteiligt sich in diesem Jahr erstmals auch die Kreisstadt Merzig mit einer Pflanzaktion. Nach dem Aufruf durch das Sozialministerium beauftragte Bürgermeister Marcus Hoffeld das städtische Gartenamt, eine adäquate Pflanzstelle in der Innenstadt zu suchen. So konnten 120 Pflanzen, die vom Ministerium zur Verfügung gestellt wurden, im Rathausinnenhof unterhalb der Treppe zu den Sitzungssälen gepflanzt werden. Die „Vergissmeinnicht“, die bereits in Blüte stehen, künden nun den nahenden Frühling an und sind gleichzeitig Botschafter für die Demenzkampagne.

In der Kreisstadt Merzig gibt es mehrere Angebote für an Demenz Erkrankte sowie für deren Angehörige. Eine Möglichkeit ist die hier Tagespflege. Sie dient der Ergänzung und Stärkung der häuslichen Pflege und Betreuung und findet außerhalb der eigenen Wohnung statt. Gerade bei demenzerkrankten Menschen trägt die Tagespflege zur Entlastung der pflegenden Angehörigen bei. Die Kosten für die Tagespflege werden von den Pflegeversicherungen übernommen, sofern die Pflegestufe 2 vorliegt. Nähere Informationen und Beratungen hierzu erhalten Sie beim Pflegestützpunkt des Landkreises Merzig-Wadern, Tel. 80 477.

Vergissmeinnicht gehören in der Kreisstadt Merzig bereits seit Jahren zum Pflanzsortiment des Herbstflors: Der Baubetriebshof pflanzt jährlich mehr als 1.000 Vergissmeinnicht-Setzlinge. Nach Abschluss der Pflanzarbeiten auf dem Luckauer Platz freut sich Bürgermeister Marcus Hoffeld nun über die gelungene Neugestaltung der Pflanzbeete und betont nochmals, wie wichtig es ist, das Thema Demenz sichtbar zu machen und gesellschaftlich anzuerkennen.

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