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Saarländische Autorin Juma Kliebenstein besuchte Stadtbibliothek

Die Stadtbibliothek Merzig hatte die saarländische Schriftstellerin Juma Kliebenstein am Mittwoch vergangener Woche für zwei Lesungen zu Gast – ihre beiden ersten Lesungen in diesem noch neuen Jahr.

Die SchülerInnen des Gymnasiums am Stefansberg durften sich den Lesungstext aussuchen. Für die erste Gruppe gab es „Die magischen Augen von Stonehill“ und die zweite hatte sich für „Der Tag, an dem ich cool wurde“ entschieden.

O-Ton der Autorin„Lesungen machen mir so viel Spaß, es war auch heute wieder ein Fest. Die Kinder haben mir Löcher in den Bauch gefragt, sogar erzählt, was sie selbst schreiben“.

Sie musste unter anderem Fragen wie: „Wie kommen Sie auf die Ideen für Ihre Geschichten?“ beantworten:

„Manchmal gibt es einen Anstoß von außen. Es kann beispielsweise sein, dass ich im Bus oder in der Bahn ein Gespräch zwischen anderen Mitreisenden mitbekomme und einen Satz aufschnappe, der sich irgendwie festsetzt. Oder ich sehe Menschen, die mir in irgendeiner Weise auffallen und ich überlege mir, wie ihr Leben wohl aussieht. Deshalb trage ich stets ein kleines Notizheft bei mir, um solche Gedanken festhalten zu können … zumindest nehme ich mir das immer vor. Praktisch sieht es so aus, dass ich häufig ganz ohne Tasche losziehe oder das Notizheft vergesse oder einen Stift, und dann leihe ich mir irgendwo einen Kugelschreiber und benutze als Schreibpapier irgendetwas, das gerade entbehrlich ist: Die Rückseite eines Fahrscheins, einen Geldschein oder, wenn nichts anderes da ist, auch mal meinen Unterarm. Meist ist es aber auch so, dass die wirklich guten Ideen ohnehin nicht in Vergessenheit geraten. Sie suchen sich einen Platz in meinem Gedächtnis und richten sich dort ein. Manchmal dauert es lange, bis sie wieder hervorkommen, manchmal drängen sie am gleichen Tag wieder ans Licht.“

Und dann gibt es da noch die Anstöße aus dem Inneren. Dann taucht urplötzlich ein Kind in meinen Gedanken auf, das mir seine Geschichte erzählen will. Ich sehe dieses Kind dann vor meinem inneren Auge, es richtet sich bequem bei mir ein und wartet darauf, dass ich ihm zuhöre. Das kann überall passieren: Nach dem Aufwachen, zum Beispiel, wenn ich noch im Bett liege – so war es bei Martin, der Hauptfigur in „Der Tag, an dem ich cool wurde“.

Am Ende der Lesung waren alle Beteiligten hoch zufrieden. Auch den derzeitigen Praktikantinnen der Stadtbibliothek Elena, Ajendika und Anna sowie dem Praktikanten Stefanos hatte die Autorenlesung nach eigenem Bekunden sehr gut gefallen.

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