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Neujahrsempfang der Kreisstadt Merzig 2019

In Merzig wurde in den vergangenen Jahren einiges erreicht – Vieles entwickelt sich

Im Rahmen des Neujahrsempfangs blickte Bürgermeister Marcus Hoffeld auf die letzten beiden Jahre der Kreisstadt zurück, die von vollem Erfolg gekrönt waren. Seien es das beliebte regionale Viezfest oder das bundesweite Erlebnis der Deutschland-Tour, deren dritte Etappe am 25. August 2018 in Merzig endete – das sind nur zwei Ereignisse, auf die der Bürgermeister in seiner Ansprache verwies.

Zum Neujahrsempfang der Kreisstadt begrüßte Hoffeld namentlich die Ministerin für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr, Anke Rehlinger, Frank Wagner, Martina Holzner und Dagmar Ensch-Engel als Mitglieder des saarländischen Landtags sowie Daniel Kiefer, Bürgermeister der Gemeinde Mettlach. Herzlich willkommen hieß Hoffeld überdies Gerald Lehmann, Bürgermeister der Partnerstadt Luckau, der eigens für den Neujahrsempfang nach Merzig kam. Ferner begrüßte der Bürgermeister die Mitglieder des Kreistages und des Stadtrates, die Beigeordneten von Kreis und Stadt, die Ortsvorsteherinnen und Ortsvorsteher mit ihren Ortsratsmitgliedern sowie die Mitglieder der städtischen Beiräte. Unter den Gästen waren ebenfalls zahlreiche Vertreter der Kirchen, Wirtschaft, Banken, Behörden und Bundeswehr – stellvertretend durch den Standortältesten, Oberstabsarzt Eric Paul Mock mit den Soldaten von der Ell – die Vertreter der ärztlichen Vereinigungen, der Schulen, der Hilfsorganisationen, der karitativen Einrichtungen und der Vereine sowie der Presse, für die Hoffeld stellvertretend den Chefredakteur des Saarländischen Rundfunks, Norbert Klein, begrüßte. Nicht fehlen durfte das Viezdreigestirn rund um die Viezkönigin Nathalie I., die es sich nicht nehmen ließen, beim Neujahrsempfang dabei zu sein, statt in Berlin auf der Grünen Woche zu verweilen.

Ehe Hoffeld einen Rückblick auf die letzten beiden Jahre warf, wünschte er zu Beginn seiner Ansprache allen Gästen ein zufriedenes, glückliches und vor allem ein gesundes neues Jahr. Besonders positiv erwähnte der Bürgermeister dabei die Stärkung des Wirtschaftsstandorts Merzig. „Viele Unternehmen haben sich in Merzig neu angesiedelt oder in ihren Firmensitz investiert“, sagte das Verwaltungsoberhaupt und führte beispielhaft die Firma Krüger Druck auf, die ihren Standort erweitert. Die Sparkasse Merzig-Wadern baut ihre Hauptgeschäftsstelle aus, der Globus-Baumarkt wurde modernisiert und das Unternehmen Deuba, das auf dem ehemaligen Drathcord-Gelände seinen Sitz hat, wächst stetig. Darüber hinaus plant das Unternehmen terraplastik die Verdoppelung seiner Produktions- und Lagerkapazitäten und Auto Barth bezog erst vor wenigen Tagen sein neues Autohaus im Wiesenhof. „Insgesamt haben unsere Merziger Unternehmen in der jüngeren Vergangenheit über 80 Millionen Euro investiert. Solche Investitionen zeigen deutlich das Bekenntnis und das Vertrauen unserer Unternehmen zu unserer Stadt“, hielt Hoffeld in seiner Rede fest. Von dem erfolgreichen wirtschaftlichen Aufschwung profitierte auch der Arbeitsmarkt: So liegt die Arbeitslosenquote im Bereich der Geschäftsstelle Merzig aktuell mit 4,1 Prozent deutlich unter dem Bundes- und Landesschnitt. Für die weitere Entwicklung der Gewerbetreibenden entsteht nach über 20 Jahren wieder ein neues Gewerbegebiet „Auf der Haardt“, dessen Grundstücke im Laufe dieses Jahres ausgeschrieben werden, so dass dort voraussichtlich kommendes Jahr die ersten Arbeitsplätze entstehen.

Die Gesundheitsversorgung der Merziger Bürger ist ebenfalls von großer Bedeutung für die Stadt. „Es ist uns im Zusammenspiel mit vielen Partnern in den vergangenen Monaten gelungen, den Gesundheitscampus saarlandweit zu einem Vorzeigeprojekt zu entwickeln“, sagte Hoffeld. Hierfür wurden viele Maßnahmen in den letzten Monaten in diesem Bereich fertiggestellt oder sind in der Entstehung: Der Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung hat sich dort niedergelassen, an der Forensik entstand ein moderner Ersatzneubau, die DRK-Kreisgeschäftsstelle wurde eröffnet und die Streit-Gruppe vergrößert sich. Derzeit entsteht in der Trierer Straße für rund 20 Millionen Euro ein modernes Wohn- und Therapiezentrum mit zehn Ärzten bzw. Praxen sowie einer seniorengerechten Wohnanlage. Mit diesen Investitionen möchte die Kreisstadt „das Herzstück dieses Bereiches, unser SHG-Klinikum, mit dessen Verantwortlichen wir sehr gut kooperieren, unterstützen“, sagte Hoffeld und versicherte: „Wir werden auch weiterhin gemeinsam mit allen Beteiligten viel Energie in den Gesundheitscampus Merzig investieren“.

Für die Entwicklung der Kreisstadt wurden weitere Großprojekte durch private Investoren realisiert. Dazu zählen der Wohnpark Hochwaldstraße mit Eigentumswohnungen in Innenstadtlage und integrierter Seniorenwohnanlage, der attraktive Wohnraum im Bereich Fellenbergstift und das neue Seniorenzentrum der AWO, in dem voraussichtlich ab Anfang 2020 ältere Menschen innenstadtnah leben können.

„Trotz schwieriger Haushaltslage konnten wir auch mithilfe von hart erkämpften Zuschüssen einen gesunden Ausgleich zwischen nachhaltigem Sparen und sinnvollen Investitionen zur Weiterentwicklung unserer 17 Stadtteile finden“, erläuterte der Bürgermeister. So hat die Stadt den größten Teil der städtischen Gelder in die Schulen und Kitas investiert und deren Qualität erhöht. Darunter fallen die Umbaumaßnahmen an der Kreuzbergschule, die Neugestaltung des Schulhofes und an den Außengeländen an der Grundschule Schwemlingen und der Kita St. Peter sowie der Kita Besseringen. Die Kita St. Marien in Merzig erhielt einen Ersatzneubau und derzeit läuft die Erweiterung und Sanierung der Kita St. Marien in Brotdorf. „All dies zeigt, welch hohen Stellenwert die Themen Bildung und Erziehung in der Kreisstadt Merzig einnehmen“, sagte Hoffeld und unterstrich: „Wir investieren gerne den größten Teil unserer städtischen Gelder in unsere Bildungseinrichtungen, und damit in die Zukunft unserer Kinder – nicht nur in städtische Einrichtungen, sondern auch in die der freien Träger. Die Mittel, die wir dort einsetzen, gehen übrigens weit über das hinaus, wozu wir gesetzlich verpflichtet sind.“ So gab der Stadtrat vor wenigen Wochen grünes Licht für einen Ersatzneubau des von der Lebenshilfe betriebenen „Schneckenhauses“, gleichzeitig sind die Mittel zur notwendigen Sanierung und Erweiterung der Kita St. Josef in Merzig bereitgestellt worden.

„Mithilfe von Zuschüssen werden wir im Zeitraum von Mitte 2017 bis Ende 2019 über 2,4 Millionen Euro in die Modernisierung von Bürgerhäusern, Hallen, Jugendzentren und Spielplätzen gesteckt haben“, verkündete Hoffeld in der Merziger Stadthalle und betonte, dass man weiteren sozialen Wohnungsbau ermöglichen werde.

In den vergangenen zwei Jahren setzte Merzig weiter auf ein abwechslungsreiches Freizeitangebot. Dadurch punktet die Kreisstadt auch bei Touristen, die besonders der Wolfspark Werner Freund anlockt, der im letzten Jahr – pünktlich zum 40-jährigen Bestehen –  für rund 2,35 Millionen Euro umgebaut und erweitert wurde. Als „zukunftsweisend für den Tourismus“ bezeichnete Hoffeld die Weiterentwicklung des „Saarparks“ mit Sport- und Freizeitpark sowie den Stadtpark, der aktuell umgestaltet wird. „Dass die bisherigen Attraktivitätssteigerungen und unsere touristische Arbeit insgesamt Früchte tragen, belegen die Übernachtungszahlen in unserer Stadt. So stieg im vergangenen Jahr die Zahl der Übernachtungen in Betrieben ab zehn Betten im Vergleich zum Vorjahr um 33,6 Prozent – der Landesdurchschnitt lag lediglich bei einem Plus von 2,8 Prozent. Keine andere saarländische Stadt oder Gemeinde konnte so hohe Zuwachsraten bei den Übernachtungen vorweisen. Im Gegenteil: In vielen mit Merzig vergleichbaren Städten sind die Zahlen zurückgegangen.

Beim Rückblick auf die vergangenen Jahre hob Hoffeld besonders die zahlreichen Veranstaltungs-Höhepunkte hervor, die ebenso dazu beitragen, die Menschen nach Merzig zu locken. „Mit der Deutschland Tour war im letzten Jahr ein hochkarätiges Sportereignis in Merzig zu Gast, das wir durch die Unterstützung vieler Partner und Helfer ganz erfolgreich nutzten, um die schönen Seiten unserer Stadt in den Fokus der breiten Öffentlichkeit zu rücken“, sagte der Rathauschef. „ZDF und Eurosport zeigten Live-Bilder aus Merzig, wodurch der überregionale Bekanntheitsgrad unserer Stadt deutlich erhöht werden konnte.“ Dabei nutzte der Bürgermeister die Gelegenheit, allen Mitwirkenden zu danken. Weitere sportliche Highlights waren der Zender-Talents-Cup, an dem unter anderem der FC Barcelona und der FC Bayern München teilnahmen, das FutureNet Masters im Zeltpalast, unter anderem mit den Tischtennis-Weltklassespielern Timo Boll und Dimitri Ovtscharov, der Ernst-Thiel-Cup mit Handball-Bundesligisten sowie das Neujahrsspringen im Zeltpalast mit Welt- und Europameistern.

Kulturell feierten das Musical „Spamalot“, die Mozart-Oper „Entführung aus dem Serail“ oder das Weihnachtsspektakel im Zeltpalast große Erfolge. „Herausragend waren unter anderem wieder die Veranstaltungen im Rahmen der Musik- und Theaterreihe, des Merziger Kultur- und Kindersommers sowie die Verleihung des Gustav Regler-Preises“, sagte Hoffeld. 2018 feierte DAS BAD mit seiner Sauna- und Wellnesslandschaft sein 15-jähriges Bestehen.

„Viez- und Oktoberfest, unsere Messen in der Stadthalle und Märkte in der Innenstadt sowie die beliebten Feste in den Stadtteilen sind Beispiele für viele weitere erstklassige Veranstaltungen, die sich als wahre Besuchermagneten erwiesen haben“, betonte der Bürgermeister. Einen Rundumblick über die wichtigen Themen der letzten beiden Jahre gaben dabei drei Foto- und Videostücke, die durch eine Bilderpräsentation im Hintergrund der Bühne ergänzt wurden und die etwa dreiviertelstündige Rede des Bürgermeisters auflockerten.

2019 wird die Kreisstadt mit ihren städtischen Gesellschaften und Eigenbetrieben rund 15 Millionen Euro in zukunftsweisende Projekte investieren. Noch in diesem Jahr sollen das Erscheinungsbild des Altstadtplatzes optimiert und das  Saarufer sowie das Naherholungsgebiet „Blättelborn“ vom Campingplatz über den Blättelbornweiher bis hin zum Arche-Park städtebaulich aufgewertet werden. Auch die Merziger Innenstadt soll weiterhin gestärkt werden. Im engen Zusammenspiel mit dem Verein für Handel und Gewerbe wird eine digitale Stadtplattform errichtet – einige bereits entwickelte Ideen zu diesem Thema sollen in den nächsten Monaten umgesetzt werden. Um die Einzelhändler zu stärken, kommt im Bereich Rieffstraße das vom Stadtrat beschlossene Strategiepapier „Handel 3.0“ zum Zuge, bei dem in Abstimmung mit allen Grundstückseigentümern daran gearbeitet wird, in der Rieffstraße Handel sowie Gewerbe anzusiedeln und den Bereich insgesamt schöner zu gestalten. „Allerdings dürfen dort keine Sortimente angeboten werden, die in Konkurrenz zu unserer Fußgängerzone stehen“, betonte Hoffeld. Darüber hinaus steht 2019 auch die Umgestaltung des Gustav-Regler-Platzes mit dem angrenzenden Seffersbach auf der einen und den Hinterhöfen der Poststraße-Gebäude auf der anderen Seite auf dem Investitionsplan. Dabei hob Hoffeld erneut hervor, dass es auf dem Gustav-Regler-Platz keine Wohnbebauung geben wird.

Positive Zuwendungen sollen ebenso alle 17 Stadtteile erfahren. Wie schon beim Gustav-Regler-Platz wird in Besseringen unter Einbindung der Bevölkerung ein Konzept entwickelt, um die Ortsdurchfahrt ansprechend zu gestalten. Das Haus Sonnenwald soll im Zuge dessen zum Verkauf ausgeschrieben werden, um es künftig touristisch zu nutzen, und in Brotdorf entstehen am Standort des ehemaligen Raiffeisengeländes neue Wohngebäude. In unmittelbarer Nachbarschaft bezieht die Sparkasse einen Neubau.

„Selbstverständlich werden wir auch zukünftig in unsere Bildungseinrichtungen und in unsere Infrastruktur investieren. So führen wir in den nächsten Monaten in fast allen Kindertageseinrichtungen und Grundschulen weitere wichtige Bauarbeiten durch, das heißt wir werden die Gebäude und Schulhöfe aufwerten sowie für eine weitere Verbesserung des Brandschutzes sorgen“, sagte Bürgermeister Hoffeld.

Weitere Baulanderschließungen sollen in Schwemlingen und Merchingen erfolgen, deren Grundstücke im Herbst angeboten werden.

Besondere Erwähnung fand am Donnerstagabend auch die hervorragende Leistung der Feuerwehr, der Bürgermeister Hoffeld weitere Investitionen in Aussicht stellte, „um die hohe Leistungsfähigkeit unserer Feuerwehr zu gewährleisten. So ist unter anderem die Anschaffung von drei Feuerwehrfahrzeugen geplant, die auch für überörtliche Einsätze geeignet sind“, sagte Hoffeld und bedankte sich an dieser Stelle bei allen Feuerwehrkameradinnen und -kameraden sowie den Kräften der Hilfsdienste für ihr vorbildliches, ehrenamtliches Engagement zum Wohle der Bevölkerung. „Wie wertvoll die Arbeit ist, konnten wir in den letzten Monaten häufiger feststellen – egal ob bei Überschwemmungen, Bränden, Verkehrsunfällen oder als Unterstützung bei Veranstaltungen – auf unsere Hilfskräfte und unsere Feuerwehr war immer Verlass! Daher ein herzliches Dankeschön an die vielen Ehrenamtlichen für ihren unermüdlichen und großartigen Einsatz!“

Die Optimierung des Verkehrsflusses in der Merziger Innenstadt wird mit dem Landesbetrieb für Straßenbau in den kommenden Jahren umgesetzt. Der Bürgermeister nutzte die Neujahrsansprache auch dafür, sich noch einmal für den Lückenschluss der Nordsaarlandstraße stark zu machen, um die städtische Verkehrsproblematik zu lösen.

Außerdem verfolgt die Kreisstadt weiterhin die Idee, die alte MBE-Trasse zu einem Radweg umzubauen, der dem Alltagsradverkehr in Merzig neuen Schwung verleihen soll. Auch in viele weitere Radwege und deren Optimierung will die Stadt investieren.

Mit Blick auf die Wichtigkeit von Bienen und anderen Insekten hat die Kreisstadt Merzig in den vergangenen zwei Jahren im gesamten Stadtgebiet Blühwiesen angelegt, weitere sollen in diesem Jahr noch dazukommen. Und da Merzig sich ganz dem Apfel verschrieben hat, werden als Zeichen der Identität in ganz Merzig Apfelbäume gepflanzt.

Großes Zukunftspotential hat auch das Thema „Elektromobilität“, das man in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken durch die Errichtung zusätzlicher Ladesäulen weiter vorantreiben wolle. Ebenfalls wichtig ist die Digitalisierung, für die bereits in der Vergangenheit zahlreiche innovative Projekte unterstützt und vorangetrieben wurden, um die Kreisstadt fit für die Zukunft zu machen – und um der Forschung einen Raum zu geben.

Nach dem vor knapp vier Jahren begonnenen HTW-Projekt mit Professor Wieker nimmt Merzig als Teil des grenzüberschreitenden Testfelds Deutschland-Frankreich-Luxemburg für das automatisierte Fahren und als Testgebiet von T-Systems für intelligentes sowie digital unterstütztes Parken eine führende Rolle ein.

Meilensteine auf dem Weg zu einer digitalen Stadt waren ebenfalls die in Kooperation mit den Stadtwerken erfolgte Ausstattung der Innenstadt mit WLAN sowie die Errichtung eines Mobilfunkmastes, mit dessen Hilfe die Stadtteile Mondorf und Silwingen nun endlich über Handyempfang verfügen. Überdies verfügt inzwischen fast das gesamte Stadtgebiet über schnelles Internet.

Auch 2019 können sich die Merziger im Zusammenspiel mit den Kulturanbietern Musik & Theater Saar, dem Kreiskulturzentrum Villa Fuchs, Kultopolis sowie den Kulturvereinen wieder auf ein hochattraktives Kultur- und Musikprogramm in Merzig freuen.

„Neben unseren vielen bewährten Veranstaltungen freuen wir uns in diesem Jahr aber ganz besonders auf das Merziger Viezfest“, unterstrich Hoffeld, denn in diesem Jahr feiert das größte Fest der unteren Saar sein 50. Jubiläum. „Den 5. Oktober sollten Sie sich daher bereits heute in Ihrem Terminkalender fest notieren“, empfahl der Verwaltungschef. Des Weiteren stellte er klar, dass die Kreisstadt weiterhin ein breites Messeangebot anbieten wird, von der Vereinsmesse über den Bausalon und die Messe La Vita bis hin zur Seniorenmesse, die am 14. April vom Seniorenbeirat in der Stadthalle veranstaltet wird.

Ein tolles Ambiente zum Wohlfühlen und Feiern bietet in diesem Jahr das Gut Wiesenhof, das vom Merziger Armin Streit erworben wurde, um dieses zu renovieren und anschließend einen Teilbereich der Öffentlichkeit für Veranstaltungen und Feierlichkeiten zur Verfügung zu stellen.

Besondere Erwähnung fand in der Neujahrsansprache auch das Thema Sicherheit. „Mitte Dezember hat sich eine Tat ereignet, die uns fassungslos machte. Wir waren alle sehr geschockt, als unsere Saline im Stadtpark abbrannte“, erläuterte Hoffeld und versicherte: „Wir werden uns von solchen Taten nicht einschüchtern lassen, haben daher bereits am Tag nach der Brandstiftung damit begonnen, den Wiederaufbau anzugehen – voraussichtlich im Sommer soll unsere Saline wieder stehen“, hielt Hoffeld fest. Außerdem verurteilte er diese und andere Täter, die sich nicht an Regeln und Ordnung halten.

Das Merzig weiterhin sicher ist, belegen die Statistiken der saarländischen Polizei. Diese Statistik steht allerdings im Gegensatz zum allgemein empfundenen Sicherheitsempfinden, welches übrigens nicht nur in Merzig als stark verbesserungswürdig angesehen wird, sondern in fast allen Städten im Saarland und im Bund. „Daher werden wir als Kreisstadt Merzig – auch wenn es eigentlich eine Aufgabe des Landes ist und nicht zu den Kernaufgaben einer Stadt gehört – unseres dazu beitragen, dass das Sicherheitsempfinden in der Bevölkerung gestärkt und Straftaten zumindest teilweise verhindert werden“, versprach Hoffeld. Hierfür wurde mit dem saarländischen Innenministerium eine Sicherheitspartnerschaft abgeschlossen, um die Zusammenarbeit mit der Polizei noch weiter zu intensivieren. Hoffeld lobte dabei die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit der hiesigen Polizeiinspektion und allen engagierten und kompetenten Beamten. Nur durch sie und ihre Ermittlungen konnte die zeitnahe Festnahme nach dem Salinenbrand erfolgen.

Für mehr Sicherheit stockt die Stadt den kommunalen Ordnungsdienst um vier Personen auf. Außerdem soll nach Fertigstellung der Umbauarbeiten im Stadtpark eine Videoüberwachung für zusätzliche Sicherheit sorgen. Hierfür hat die Kreisstadt Kontakt zum Unabhängigen Landesdatenschutzzentrum und hofft auf baldiges grünes Licht für die Videoüberwachung. „Teilweise entsteht der Eindruck, dass aus Datenschutzgründen die Persönlichkeitsrechte der Täter gegenüber schutzwürdigen Interessen möglicher Opfer überwiegen“, merkte Hoffeld kritisch an. Trotz dieser umfassenden Bemühungen wird es allerdings wahrscheinlich nie gelingen, sämtliche Straftaten an jedem Ort und rund um die Uhr zu verhindern. Hier appellierte Hoffeld an die Gäste und ihr „Wir-Gefühl“. „Ich erwarte von jedem einzelnen, der hier lebt oder der sich hier aufhält – unabhängig, ob er hier geboren wurde oder erst im Laufe seines Lebens zu uns kam -, sich an unsere bestehenden Regeln und Gesetze zu halten, so wie es der allergrößte Teil unserer Bürgerinnen und Bürger ohnehin macht“, sagte der Bürgermeister. „Und ich appelliere gleichzeitig an jeden einzelnen, wachsam zu sein – damit mögliche Taten verhindert und Täter ermittelt werden können, denn Polizei sowie Kommunaler Ordnungsdienst sind auch auf Ihre Mithilfe angewiesen.“

Für die erfolgreiche und positive Entwicklung einer Stadt sind aber die Menschen, die in ihr mitwirken, entscheidend. „Menschen, die sich einbringen, die engagiert, leistungsstark, weltoffen und teamorientiert sind“, betonte der Bürgermeister. Für dieses Engagement dankte er allen Vereinen oder Institutionen sowie jedem einzelnen, der sich für seine Mitmenschen einsetzt und das Gemeinwesen unterstützt. „Ohne Ihren Einsatz wäre der Zusammenhalt und das Zusammenleben in unserer Stadt nicht dasselbe“, konstatierte Hoffeld.

Stellvertretend für das Engagement vieler Merziger Bürgerinnen und Bürger stehen die Markenbotschafter der Kreisstadt Merzig. Überdies wurde die städtische Internetseite überarbeitet und an diesem Abend feierte auch der neue Imagefilms der Kreisstadt Premiere, der in Kinos und in den sozialen Medien für Merzig werben soll.

„Wir können stolz auf unsere Stadt sein, auf die vielen positiven Bereiche in unserer lebendigen und modernen Stadt, auf die hohe Wohn- und Lebensqualität in allen 17 Stadtteilen!“, sagte Bürgermeister Marcus Hoffeld und dankte allen, die zum Wohle Merzigs ihren Beitrag leisten. „Unseren Bürgerinnen und Bürgern, unseren zahlreichen Vereinen, Verbänden und Hilfsorganisationen, unseren Unternehmen, allen ehrenamtlich Engagierten, darunter die Mitglieder der städtischen Gremien, sowie meinen städtischen Kolleginnen und Kollegen“, hielt Hoffeld fest. Zum Gelingen des Neujahrsempfang trugen die Firmen Dekoba, Karlsberg Brauerei, die Streit-Gruppe, kohlpharma, die Stadtwerke Merzig sowie die Merziger Fruchtgetränke ihren Teil bei. Auch an sie richtete Hoffeld seinen Dank.

Umrahmt wurde die Veranstaltung durch Tanzdarbietungen der saarländischen Gruppe „The Fusion“, die mit ihren vier Gruppen „The Fusion“, „Gravity“, „Reflection“ und „The Fusion Juniors“ Hip-Hop tanzten.

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Bürgermeister Marcus Hoffeld hält seine Neujahrsansprache
Viele Gäste besuchen den Neujahrsempfang
Tanzgruppe Reflection beim Neujahrsempfang
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