Startseite    Rathaus & Bürgerservice    Pressemitteilungen    Neuer Baubetriebshof soll im Bereich des Merziger Industriehafens entstehen

Neuer Baubetriebshof soll im Bereich des Merziger Industriehafens entstehen

Grundsatzbeschluss wurde im Merziger Stadtrat gefasst

In seiner letzten Sitzung hat der Merziger Stadtrat einstimmig den Grundsatzentschluss gefasst, im Bereich des Merziger Industriehafens einen Neubau des Baubetriebshofes zu errichten.

Ausgangspunkt für den Vorschlag der Stadtverwaltung ist der inzwischen desolate bauliche Zustand des Baubetriebshofes in der Merziger Innenstadt. Die alten Strukturen des ehemaligen Milchhofs können den gegenwärtigen und zukünftigen Anforderungen nicht mehr gerecht werden. Dies betrifft sowohl strukturelle Bereiche des Baukörpers, wie zum Beispiel Statik und Elektroversorgung, als auch funktionale Aspekte bei Arbeitssicherheit und -abläufen, Brandschutz und Energieeffizienz.

Die Bausubstanz der Gebäude weist extrem hohe Defizite aus, so dass Teilbereiche aufgrund von Einsturzgefahr bereits gesperrt werden mussten. Zudem entspricht der Gebäudekomplex nicht mehr energetischen Standards, was sich auch in den Verbrauchswerten widerspiegelt und hohe Kosten verursacht.

Dies hat zur Folge, dass ein unverändertes Betreiben des jetzigen Baubetriebshofes auf Dauer nicht mehr möglich sein wird. Vor diesem Hintergrund wurden drei Varianten untersucht, wie eine wirtschaftliche als auch funktionale Lösung aussehen kann. Dabei kamen für den jetzigen Standort in der Merziger Innenstadt zwei theoretische Alternativen in Betracht. Dabei wäre nach einem Teilabriss der vorhandenen Gebäudestruktur der Bau einer kleinen oder einer großen Halle möglich.

Bei dem Bau einer kleinen Halle würde das Gebäude technisch und energetisch auf einen zeitgemäßen Standard gebracht. Zudem würde auch das brisante Thema Brandschutz entschärft.

Eine Verbesserung der Lagerkapazitäten würde lediglich in einem geringen Maß eintreten, da die Räumlichkeiten immer noch viel zu klein dimensioniert wären.

Zu funktionalitäts- und effizienzsteigernden Optimierungen in den übrigen Nutzungsbereichen wie beispielsweise in den Büros oder den Werkstätten würde es jedoch nicht kommen, wodurch aufgrund des hohen Kostenaufwandes ein unbefriedigendes Ergebnis entstehen würde.

Beim Neubau einer größeren Halle wird im Vergleich zur kleineren Halle auch die Funktionalität verbessert. So wird mehr effiziente Lagerfläche und Platz für moderne Werkstätten geschaffen. Auch hier stehen die extrem hohen Kosten in keinem Verhältnis zum erreichbaren Nutzen.

Die Umsetzung beider Varianten am jetzigen Standort wäre demnach mit enormen Kosten und einem erheblichen logistischen Aufwand verbunden. So müssten der Rück- und Umbau sowie die Sanierung in vielen Einzelschritten nacheinander erfolgen, was über Jahre zu Beeinträchtigungen der Betriebsabläufe führen würde. Einzelne Bereiche müssten sogar für die Maßnahme ausquartiert werden, was wiederum mit hohen Kosten verbunden wäre.

Zusätzlich würde jährlich ein dauerhafter Unterhaltungsaufwand den städtischen Haushalt belasten, da ein Großteil der Gebäudestruktur eine alte Bausubstanz behalten würde. Auch wäre eine Anpassung an sich verändernde Anforderungen und Abläufe zukünftig nicht möglich.

„Aufgrund dieser Ausgangslage ist der Neubau des Baubetriebshofes die einzige wirtschaftlich und funktional sinnvolle Variante, bei der die zuvor geschilderten Probleme keine Relevanz besitzen“, erklärte der Erste Beigeordnete Dieter Ernst. Dabei soll der Neubau die Effizienz des Baubetriebshofes in Zukunft erhöhen und den energetischen Standards entsprechen. Auch die Lage wäre aus zweierlei Gründen für einen Neubau ideal geeignet. So befinden sich die Lagerflächen des Baubetriebshofes in der Nähe zum neuen Standort und wären in Zukunft schneller zu erreichen. Außerdem würde der Baubetriebshof von der unmittelbaren Nachbarschaft zum Landesbetrieb für Straßenbau profitieren, die auch eine zukünftige Kooperation, beispielsweise im Bereich des Salzlagers, ermöglichen würde.

„Bei einem Neubau wäre auch der Tagesbetrieb von der Baumaßnahme nicht tangiert und nach der Fertigstellung könnte ein reibungsloser Umzug erfolgen“, nannte Bürgermeister Marcus Hoffeld einen weiteren positiven Aspekt.
Zudem können die Verkaufserlöse des jetzigen Standortes in den Neubau des Baubetriebshofes fließen und das Gelände des jetzigen Standortes einer städtebaulichen, ökonomischen sowie nachhaltigen Nutzung zur Verfügung gestellt werden.

Kontakt
Öffnungszeiten
facebook
Instagram