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Neubau des Merziger Baubetriebshofes

Bevölkerung wurde über mögliche Standorte informiert

Der städtische Baubetriebshof ist in die Jahre gekommen und weist insbesondere bezüglich der Gebäudesubstanz große Mängel auf, so dass inzwischen manche Gebäudeteile nicht mehr genutzt werden können. Zudem entspricht auch die Größe des Geländes nicht den Bedingungen, um den heutigen Anforderungen an einen Baubetriebshof gerecht zu werden.

Vor diesem Hintergrund hat die Kreisstadt Merzig eine Sanierung des Geländes im Vergleich zu einem Neubau geprüft und kam zu dem Ergebnis, dass ein Neubau des Baubetriebshofes an einem anderen Standort die wirtschaftlichste und effektivste Lösung sei. Optimal wäre dabei, einen Bauhof zu errichten, bei dem alle Außenstellen an einem Standort untergebracht sind, um somit auch die Möglichkeit zu eröffnen, die Verlagerung der Grüngutsammelstelle auf das jetzige Außenlager beim Wertstoffzentrum zu prüfen.

Aufgrund der geschilderten Erkenntnisse ist der Stadtrat der Kreisstadt Merzig dem Vorschlag der Stadtverwaltung gefolgt und hat beschlossen, einen neuen Baubetriebshof an einem anderen Standort errichten zu lassen. Daher wurden mehrere Flächen im Stadtgebiet auf eine mögliche Nutzung untersucht.

Um diesen Prozess der Standortfindung möglichst transparent zu halten, hatte die Kreisstadt Merzig am 14. September 2021 die Bevölkerung zu einer Informationsveranstaltung in die Merziger Stadthalle eingeladen. Dabei wurden auch die Rahmenbedingungen erläutert, die für eine Umsetzung eines Neubaus erfüllt sein müssen. So sind mindestens 8.500 m² für den Bau des Gebäudes sowie der Stellplätze und der Verkehrsflächen erforderlich. Sofern der neue Baubetriebshof mit dem jetzigen Außenlager beim Wertstoffhof kombiniert werden soll, werden mindestens 13.000 m² benötigt und wenn zudem noch das Außenlager beim Umspannwerk integriert werden soll, werden mindestens 15.000 m² Fläche benötigt. Darüber hinaus spielen auch eine günstige Verkehrslage sowie die Flächenverfügbarkeit eine entscheidende Rolle bei der Standortfrage. Ausgeschlossen wurden hingegen Flächen, die unter anderem aufgrund ihrer topografischen Lage, aus naturschutzrechtlicher Sicht oder der direkten Lage im Wohngebiet nicht in Betracht kamen.

Im ersten Schritt wurden die Flächen ausgeschlossen, die eine kleinere Nutzfläche als die erforderlichen 8.500 m² besaßen. Vor diesem Hintergrund kamen die potenzielle Gewerbefläche gegenüber dem Friedhof Schwemlingen (7.100 m²) und die Flächen im Gewerbegebiet Marbach (ehem. Hela Harlingen 7.100 m² sowie potenzielle Erweiterungsfläche Harlingen 7.000 m²) nicht in Betracht.

Im zweiten Schritt wurden alle Flächen aussortiert, die nach Auskunft der Eigentümer nicht zum Verkauf standen. Dies traf auf zwei private Flächen im Gewerbegebiet Bruchwies in Besseringen zu. Darüber hinaus kam auch eine Fläche im Gewerbegebiet „Auf der Haardt“ in Besseringen aufgrund förderrechtlicher Vorgaben nicht in Betracht.

Die verbleibenden Flächen wurden unter den Gesichtspunkten der Größe der Nutzungsfläche, der Flächenverfügbarkeit, den Kosten für den Ankauf und die Erschließung, der planungsrechtlichen Situation sowie den Umweltaspekten überprüft. Darüber hinaus flossen auch Kriterien wie die Auswirkungen auf die Nachbarschaft, die verkehrliche Anbindung oder die Bebaubarkeit in die Überprüfung mit ein.

Die folgenden neun Standorte wurden dementsprechend überprüft:

  1. Gewerbegebiet Bruchwies, „Fläche der Flug-Hafen-Gesellschaft GmbH“, Besseringen
  2. Gewerbegebiet Bruchwies, „Fläche Kreisstadt Merzig“, Besseringen
  3. Gewerbegebiet Marbach, „Recyclingunternehmen“, Harlingen
  4. Gewerbefläche Rieffstraße, „ehem. LfS“ (zwei getrennte Parzellen) + „privater Eigentümer“, Merzig
  5. Gewerbefläche Rieffstraße, „ehem. Landhandel Schmitz“, Merzig
  6. Gewerbefläche „Schweinswies“, Hilbringen
  7. Mischfläche „Gipsberg-Nord-Ost“, Merzig
  8. Potenzielle Gewerbefläche „Auf Leimen“, Ballern
  9. Landwirtschaftsfläche „Kützenbild“, Ballern

Im Anschluss an den Vortrag der Stadtverwaltung zu den Standorten hatten die Bürgerinnen und Bürger im Rahmen einer Diskussionsrunde die Möglichkeit, ihre Anliegen zu dem Projekt vorzutragen. Diese Anregungen werden im weiteren Entscheidungsprozess geprüft und fließen in die Entscheidungsfindung mit ein.

Der Hauptausschuss wird sich Ende September 2021 mit der Standortfrage auseinandersetzen und dabei auch die vorgebrachten Äußerungen der Bürgerinnen und Bürger aus der Diskussionsrunde ebenfalls berücksichtigen. Die letztendliche Entscheidung über den Standort wird der Merziger Stadtrat treffen.

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