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Neubau auf der Laurentiushöhe eingeweiht

In ihre eigenen vier Wände ziehen jetzt 84 Bewohner auf der Laurentiushöhe. Nach einem Jahr Bauzeit ist der Neubau auf der Laurentiushöhe fertig und wurde am Freitag offiziell eingeweiht.

Der Geschäftsführer des Schwesternverbandes Pflege und Assistenz gGmbh, Thomas Dane, erklärte, es sei die Absicht des Verbandes, die Bewohner an ihren eigenen Wohnraum zu führen und „dass sie trotz Einschränkung ihr Leben so führen, wie sie es möchten“. Diesen Schritt zu mehr Selbstständigkeit begrüßte die Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich und sieht die Errichtung des Neubaus als „ein Bekenntnis zum Standort“, der das Vertrauen in alle Beteiligten bestätige. Der Leiter der Psychiatrie in Merzig, Dr. Martin Kaiser, nannte die Arbeit des Schwesternverbandes „beispielhaft“ und befürwortet die Entwicklung, psychisch erkrankte Menschen mit körperlich erkrankten gleichzustellen. „Der Neubau befindet sich nicht nur auf der Höhe von Schwemlingen, sondern auch auf der Höhe der Zeit“, sagte Dr. Kaiser. „Breite Akzeptanz bleibt weiterhin ein Wunsch“, doch nur wenn alle lernen, dass wir in unterschiedlichster Weise verschieden sind, „kommen wir weiter“, erläuterte Dr. Kaiser. Der Erste Beigeordnete der Kreisstadt Merzig, Dieter Ernst, hob hervor, dass „die Laurentiushöhe zweifelsfrei zu einem festen Bestandteil der Kreisstadt“ gehört und dass sich durch den Neubau „die Attraktivität der Laurentiushöhe wesentlich erhöht“. Sowohl die Räumlichkeiten als auch die unterstützenden Fachkräfte leisten ein großartiges Engagement zum Wohle vieler Menschen – dafür sprach Dieter Ernst allen Beteiligten ein Kompliment aus.

In ihrem neuen Zuhause erwarten die Bewohner helle Zimmer und eine moderne, hölzerne Einrichtung. Der gesamte Bau ist barrierefrei und auch in Teilen behindertengerecht. Im Juli zogen 73 Bewohner aus dem Haus D in den Neubau ein, seitdem leben sie sich langsam ein.

„Die Bewohner fühlen sich in den neuen Räumlichkeiten sehr wohl“, sagt Einrichtungsleiter Michael Berg, „Sie haben nun mehr Privatsphäre, alles ist heller und freundlicher gestaltet.“

Im Erdgeschoss befindet sich der Kern des Gebäudes: Neben Verwaltung, Cafeteria und Friseur finden sich dort die Kreativräume und eine Turnhalle. In den beiden oberen Etagen liegen die sechs Wohngruppen, in denen jeweils 14 Bewohner in Einzelzimmern mit eigenem Bad leben. Damit den Bewohnern die Orientierung leichter fällt, hat man die Wohngruppen in die drei Farbkategorien Orange, Blau und Grün aufgeteilt. Diese Farben finden sich auch im gesamten Gebäude wieder.

Ursprünglich sollte der Bau bereits im Mai fertig werden, laut Investor und Casaplan-Geschäftsführer Hartmut Schenk verzögerte sich die Fertigstellung wegen Kleinigkeiten um vier Wochen. Insgesamt 10,5 Millionen Euro investierte Casaplan in den Neubau, der zwar auf dem Gelände der Einrichtung Laurentiushöhe entsteht, allerdings für die Baumaßnahme als Erbpacht an den Investor Casaplan ausgegliedert wurde. Somit mietet die Pflegeeinrichtung das Gebäude für die nächsten 30 Jahre, ehe das Gelände wieder in ihren Besitz übergeht. Träger bleibt der Schwesternverband.

Der Neubau ist Teil einer Neustrukturierung des Schwesternverbandes. Der Plan sieht vor, die Wohnanlagen der Bewohner zentraler in die Region und damit in die Gesellschaft zu integrieren. So wurden schon 24 Plätze in mehrere Wohngruppen in die Merziger Innenstadt verlegt. Im Zuge dieses Konzeptes ist eine Verkleinerung der Laurentiushöhe von bisher über 400 Plätzen auf etwa die Hälfte geplant.

 

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