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Monika Bachmann und Stephan Toscani zu Besuch im B-Werk Besseringen

Nachdem der Verein für Heimatkunde Merzig e.V. eine Zuwendung über 1.000 Euro von der Landesregierung erhalten hat, war es dem Vorsitzenden Egon Scholl wichtig, den Landtagspräsidenten Stephan Toscani und die Ministerin für Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen, Monika Bachmann zu einem Rundgang ins B-Werk nach Besseringen einzuladen.

Das B-Werk in Besseringen ist ein Mahnmal gegen Krieg und Gewalt. Dabei ist diese Anlage das einzige erhaltene B-Werk seiner Art in ganz Europa. Scholl erwähnte außerdem, dass mittlerweile schon 20.000 Besucher das B-Werk besichtigt hätten und dass hier ca. 26.000 Arbeitsstunden ehrenamtlich geleistet worden sind. Zum Rundgang im B-Werk begrüßte der Bürgermeister Marcus Hoffeld ebenfalls die Gäste aus Saarbrücken. Dabei machte er deutlich, dass gerade Stephan Toscani die Erinnerungskultur im Saarland immer sehr hoch halte. Für den Bürgermeister sei es wichtig, dass man auch in Saarbrücken weiß, dass es hier in Besseringen dieses B-Werk gibt und dass Egon Scholl hier besonders aktiv arbeitet. Die Ministerin Monika Bachmann bedankte sich für die Einladung und zeigte sich gespannt darauf, was sie an diesem Vormittag in Besseringen zu sehen bekommt. Landtagspräsident Stephan Toscani erklärte, dass es für ihn sehr wichtig sei, Orte der Erinnerung zu haben. Hier könnten auch die nachfolgenden Generationen noch sehen, wie schrecklich der Krieg gewesen ist.

B-Werke waren die größten und kampfstärksten Anlagen des Westwalles im 2. Weltkrieg. Das in der Zeit von Anfang 1938 bis Dezember 1939 erbaute B-Werk in Besseringen konnte mit seinen drei Stockwerken und 44 Räumen eine Besatzung von 85 – 90 Soldaten aufnehmen. Diese Besatzung hatte den Kampfauftrag, 4 Wochen lang ohne die Außenwelt zu kämpfen. B-Werke wurden an strategisch wichtigen Punkten, sogenannten Einfallstoren, des 630 Kilometer langen Westwalles errichtet. Insgesamt wurden im Westwall 32 B-Werke gebaut. „B“ bedeutet eine Ausbaustärke der Außenwände und –decken von 1,50 m Stahlbeton. „Werke“ waren Bunkeranlagen, in denen Waffen, Fernmeldeeinrichtungen, Maschinenanlagen, Versorgungsräume usw. in einem Baukörper vereint waren. Das B-Werk in Besseringen ist das einzige B-Werk des Westwalles, das noch in seiner gesamten originalen Bausubstanz und mit allen Waffentürmen erhalten ist. Wegen seiner besonderen Bedeutung für den Festungsbau wurde es bereits vor 20 Jahren unter Denkmalschutz gestellt. Das B-Werk Besseringen ist ein Kriegsgebäude aus der nationalsozialistischen Zeit. Unter dem Motto „Erinnerung und Mahnung“ soll das B-Werk u.a. auf die Folgen von Krieg und Gewalt in unserer Region hinweisen. Insbesondere soll es an das Leid erinnern, das während des Krieges auch die hiesigen Menschen betroffen hat.

Die Besucher aus dem saarländischen Landtag zeigten sich beeindruckt von dem gut erhaltenen B-Werk und der tollen Arbeit, die die Menschen hier in den letzten Jahren vollbracht haben. Bei dem mehr als halbstündigen Rundgang mit Egon Scholl stellten die beiden Landtagsmitglieder immer wieder interessiert ihre Fragen und erhielten zu jeder Frage eine kompetente Antwort. Egon Scholl zeigte sich zufrieden mit dem Besuch von Monika Bachmann und Stephan Toscani. So wisse man jetzt auch in Saarbrücken, was für ein wertvolles Mahnmal aus dem 2. Weltkrieg hier in Besseringen stehe.

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