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Merziger Stadtrat beschließt Änderungen zum Familienpass und zum Wertstoffzentrum

Der Stadtrat der Kreisstadt Merzig hat sich in seiner gestrigen Sitzung unter anderem mit der „Neuausrichtung des Merziger Familienpasses“ sowie mit der „Änderung der Benutzungs- und Entgeltordnung für das Wertstoffzentrum“ befasst.

Der „Merziger Familienpass“ ist ein wichtiger Bestandteil der kommunalen Familienpolitik in der Kreisstadt Merzig. Er wurde am 1. Mai 2005 eingeführt und leistet seither einen wichtigen Beitrag zur Familienfreundlichkeit und Attraktivitätssteigerung der Stadt Merzig. Der Merziger Familienpass beinhaltet verschiedene Vergünstigungen und setzt damit ein deutliches Zeichen der Wertschätzung von Familien. Seit der Einführung des Merziger Familienpasses hat sich das Familienbild jedoch enorm verändert. Familie wird heute in vielen verschiedenen Lebensformen gelebt. Neben der Kernfamilie (Mutter, Vater, Kind) mit verheirateten oder unverheirateten Eltern gelten als Familien auch Einelternfamilien, Stieffamilien, gleichgeschlechtliche Familien, Adoptivfamilien und Pflegefamilien.

Vor diesem Hintergrund hat der Rat die Richtlinie zum Familienpass dahingehend geändert, dass ab 2023 auch die nicht im Haushalt des leiblichen Kindes lebenden Väter und Mütter, Adoptiv- und Pflegeeltern sowie sorgeberechtigte Großeltern mit Hauptwohnsitz in der Kreisstadt Merzig einen Familienpass beantragen können, sofern ein entsprechender Bezug zum Kind gegeben ist. Die Gültigkeitsdauer des Passes wird von einem auf zwei Jahre erhöht. Eine Verlängerung ist bis zu fünf Mal möglich, bevor ein neuer Familienpass ausgestellt werden muss.

Weitere Informationen zum Merziger Familienpass und die an den Familienpass gebundenen Vergünstigungen finden Sie unter HIER.

 

Aufgrund der Erfahrungen in der Praxis werden die Öffnungs- bzw. Einlasszeiten im Wertstoffzentrum zukünftig optimiert. Insgesamt wird die Öffnungszeit auch weiterhin 40 Stunden pro Woche betragen. Feuerlöscher werden in Zukunft in die Annahmepalette aufgenommen. Darüber hinaus wird in der Benutzungsordnung die Abfallfraktion „Baumischabfälle“ in „gipshaltige Abfälle“ (z.B. Rigipsplatten) geändert und die Sammelfraktion Sperrmüll in klassischen Sperrmüll und sperrige Bauabfälle, wie bspw. Dachpappe, Laminat- oder Korkfußböden, aufgeteilt. Die Höchstmenge pro an die Abfallentsorgung angeschlossenem Grundstück wurde bei dieser neuen Fraktion auf täglich 1 m³ festgelegt. Ytong- und Bimssteine, die bislang als Baumischabfälle angenommen wurden, werden aufgrund der o.g. Änderung zukünftig der Abfallfraktion „Bauschutt“ zugeschlagen, für welche eine Mengenbegrenzung von max. 5 Eimer à 10 Liter gilt.

Die Mengen von Materialien aus Bau-, Abriss- oder Renovierungsarbeiten, die im Wertstoffzentrum abgeben werden, nehmen seit Jahren kontinuierlich zu und verursachen entsprechende Kosten. Gleichzeitig wurde das derzeit geltende Nutzungsentgelt (NEG) seit 2013 nicht angepasst, wohingegen Transport- und Verwertungspreise stetig gestiegen sind. Vor diesem Hintergrund sowie im Hinblick auf einen der Grundgedanken bei der Übernahme der örtlichen Abfallentsorgung, nämlich möglichst verursachergerechte Gebühren zu erheben, erfolgt folgende Anpassung des Nutzungsentgelts, die der Stadtrat einstimmig beschlossen hat: Bei der Anlieferung von kostenpflichtigen Haushaltsgegenständen mittels Pkw oder großem Anhänger (bislang 4 € bzw. 10 €) bleibt das Nutzungsentgelt unverändert. Lediglich bei Anlieferung mittels eines kleinen Anhängers erhöht sich das NEG von 5 € auf 7 €. Bei der Anlieferung von Baumaterialien mittels Pkw steigt das NEG von 4 € auf 7 €. Erfolgt die Anlieferung mittels eines kleinen Anhängers, steigt das NEG von 5 € auf 10 € und bei der Anlieferung mittels eines großen Anhängers von 10 € auf 15 €. Die über alle Abfallfraktionen hinweg geltende, maximale Anliefermenge wurde auf 5 m³ festgelegt.

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