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Kreisstadt Merzig setzt sich für Stärkung des innerstädtischen Einzelhandels ein

Bürgermeister Marcus Hoffeld bittet Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger und die Landesregierung in einem Brief um gerechtere Wettbewerbsbedingungen

In seinem Schreiben bat der Bürgermeister die Wirtschaftsministerin und die Mitglieder der Landesregierung eindringlich und kurzfristig darum, der derzeitigen Ungerechtigkeit in Bezug auf den lokalen Einzelhandel entgegenzuwirken. „Mit der derzeit gelten-den Verordnung sorgt die Politik aktiv für noch größere Schwierigkeiten und für Unverständnis bei unserem wichtigen lokalen Einzelhandel“, erläuterte Hoffeld dazu.
Dabei kritisierte der Bürgermeister nicht die derzeitige Schließung des Einzelhandels an sich, die die Merziger Geschäfte zugunsten des Gesundheitsschutzes aktuell weit-gehend mittragen. Vielmehr wies der Bürgermeister darauf hin, dass derzeit geöffnete, große Discounter neben den Waren des täglichen Bedarfs auch weiterhin innenstadt-relevante Waren verkaufen dürfen. Zu diesen zählen beispielsweise Kleidung, Schuhe, Spielwaren und Schmuck, für die es auch spezialisierte, derzeit geschlossene Ge-schäfte in Merzig gibt. Während diese seit Wochen große Umsatzeinbußen bei weiter-hin laufenden Kosten zu tragen haben, bieten Discounter parallel dazu Waren aus den gleichen Sortimenten an.
Die so entstehenden Einnahmeeinbußen können auch der oft mühsam und teuer auf-gebaute Online-Handel der lokalen Merziger Geschäftsleute und sonstige für diese in Merzig angebotene Hilfsmaßnahmen wie unter anderem Gutscheinverkauf, Abhol- und Lieferservices oder Werbekampagnen, die die Stadt gemeinsam mit den Händlerinnen und Händlern aufgebaut haben, nicht kompensieren. „Das ist aus meiner Sicht Wettbewerbsverzerrung“, stellte Marcus Hoffeld dazu klar.
Neben der wirtschaftlichen Ungerechtigkeit wies der Bürgermeister ebenfalls auf den Infektionsschutz hin. Sind bestimmte Waren statt in mehreren verschiedenen innerstädtischen Geschäften nur noch bei einigen wenigen Discountern erhältlich, ist von einer stärkeren Konzentration der Kundinnen und Kunden in den Discountern auszugehen. „Einerseits schließt man den Einzelhandel, um Menschenansammlungen zu verhindern, andererseits konzentriert man sich nun auf einige wenige Verkaufsräume, in denen es nahezu alles zu kaufen gibt und bringt damit gezielt an einem Ort Menschen zusammen. Das ist aus meiner Sicht äußerst widersprüchlich“, erläuterte Hoffeld in seinem Brief.
Da es auch nach der Krise weiterhin lebendiger Innenstädte und starkem lokalen Einzelhandel bedarf, da dieser für Lebensqualität und Arbeitsplätze in den Städten sorgt, setzte sich der Bürgermeister mit seinem Schreiben für den Einzelhandel vor Ort ein.

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