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Kreisstadt Merzig erhält Zuwendung

Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz fördert vorbereitende Untersuchung für Bodenschutzkalkung

Merzig steht an erster Stelle, wenn es um den kommunalen Waldbesitz geht. Denn in der Kreisstadt gibt es so viel kommunal bewirtschaftete Waldfläche wie nirgendwo im Saarland. Der Waldboden ist sehr wichtig für das Wachstum und den Stoffkreislauf der Wälder. Er dient den Pflanzen nicht nur als Standort, sondern auch als Lieferant für Nährstoffe und Wasser.

Durch Umwelteinflüsse, insbesondere durch in den Niederschlägen gelöste Bestandteile, hat sich in den vergangenen Jahren der pH-Wert des Waldbodens je nach geologischem Ausgangsmaterial in Merzig merklich verändert. Dadurch kommt es bei Waldbäumen zu Mangelerscheinungen bei der Nährstoffversorgung. Durch eine Bodenschutzkalkung wird diesen Entwicklungen auf den betroffenen Standorten entgegengewirkt. Bei der sog. „Kompensationskalkung“ wird über die Aufwertung des PH-Wertes im Boden die Nährstoffaufnahme für die Waldbäume verbessert. So hat die Kreisstadt Merzig 2007 eine umfangreiche Bodenschutzkalkung in Teilen der städtischen Waldgebiete auf Buntsandstein-Standorten vorgenommen. Dabei wurde über die Auswertung von vielen, vor Ort genommenen Bodenproben genau analysiert, auf welchen Flächen den Waldbeständen durch eine Bodenschutzkalkung geholfen werden muss. Bei der „Kompensationskalkung“ werden besonders sensible Flächen, wie Bachtäler, siedlungsnahe Waldbereiche, naturschutzrelevante Flächen und Sonderstandorte ausgespart. Die Ausbringung des Kalks erfolgt mittels Hubschrauber und modernster GPS-Kontrollsysteme, damit genau nachvollziehbar ist, in welchen Flächen gekalkt wurde. Um vor Ort zu prüfen, ob eine weitere Bodenschutzkalkung, in den bereits 2007 behandelten Flächen, notwendig ist, wird ein Gutachten in Auftrag gegeben. Dafür wurde von der Kreisstadt Merzig beim Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz in Saarbrücken ein Zuschuss in Höhe von 8.800 € beantragt, dem nun zugestimmt wurde.

Zur Übergabe des Zuschusses empfingen Bürgermeister Marcus Hoffeld und der Beigeordnete Dieter Ernst, Staatssekretär Roland Krämer vor kurzem im Merziger Rathaus. Ebenfalls bei dem Termin anwesend waren der Landtagsabgeordnete Frank Wagner, Manfred Klein und Jürgen Auweiler sowie die Projektverantwortlichen Mitarbeiter der Kreisstadt Merzig.

Mit dem Zuschuss des Ministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz, soll nun das Gutachten erstellt werden, bei dem Bodenproben entnommen und auf ihren pH-Wert untersucht werden.

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