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Jahresabschlussrede 2020 von Bürgermeister Marcus Hoffeld

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

das Jahr 2020 neigt sich dem Ende entgegen. Es war ein Jahr, wie wir es in dieser Form noch nie erlebt haben, ein Jahr, das „mit Abstand anders“ war.

Meinen Jahresrückblick 2019 beendete ich mit folgendem Satz: „Ich freue mich auf die anstehenden interessanten Aufgaben und Herausforderungen in 2020!“

Als ich diesen Satz im Dezember 2019 schrieb, habe ich mir – wie wahrscheinlich die Allermeisten von Ihnen – nicht ausmalen können, welche Herausforderungen im Jahr 2020 vor uns liegen.

Ganz ehrlich gesagt habe ich mir auch die „interessanten Aufgaben“ anders vorgestellt. Dass ein Virus dafür sorgt, dass täglich ganz neue Aufgaben gelöst werden müssen, der berufliche Alltag anders aussieht, war für mich Ende 2019 nur schwer vorstellbar. Ich nehme an, den Allermeisten von Ihnen geht es auch so.

Im Laufe von nur wenigen Monaten hat sich unser Leben stark verändert.

Noch zu Beginn des Jahres konnten wir uns mit mehreren Freunden und Bekannten in Cafés und Restaurants treffen, alle Geschäfte und Dienstleister hatten für uns geöffnet, die Schulen und Kitas waren geöffnet, wir konnten in Vereinen Sport ausüben oder musizieren, wir besuchten Konzerte, Feste oder Sportveranstaltungen, zur Begrüßung gaben wir uns die Hand und auch sonst gestaltete sich unser Alltag, wie wir es gewohnt waren…

Zu Beginn des Jahres 2020 gab es keine Einschränkungen – wir alle lebten in der uns bekannten „Freiheit“.

Wir leben immer noch in Freiheit, wir leben in einem freien Land, in einer Demokratie. Dennoch hat ein Virus vieles verändert: Wir haben im bald ablaufenden Jahr Einschränkungen erleben müssen, die die allermeisten von uns noch nie in ihrem Leben erfahren mussten.

Wir brauchen diese Einschränkungen, um eine noch schnellere Ausbreitung des Virus zu verhindern – und um damit das eigene Leben und die eigene Gesundheit, aber auch die von unseren Mitmenschen, zu schützen.

Dennoch fällt das Annehmen dieser außergewöhnlichen Situation oftmals schwer. Es fällt schwer Freunde, Bekannte und Familienangehörige nur eingeschränkt besuchen zu können bzw. schon lange nicht mehr gesehen zu haben.

Es fällt schwer zu wissen, dass man Angehörige in Pfegeheimen oder Krankenhäusern (wenn überhaupt) nur eingeschränkt besuchen kann.

Es fällt (zumindest mir immer noch) oftmals schwer, Bekannte hinter dem Mund-NasenSchutz zu erkennen.

Es fällt schwer auf liebgewonnene Gewohnheiten zu verzichten.

Und: Es ist nach wie vor schwer zu verstehen, dass die größte Form um Zuneigung zu zeigen darin besteht, Abstand zu halten.

Liebe Merzigerinnen und Merziger,

auch wenn wir im Jahr 2020 voneinander Abstand gehalten haben, so standen wir dennoch fest zusammen.

Die Allermeisten haben sich in den letzten Monaten äußerst diszipliniert verhalten und damit Solidarität bewiesen. Viele haben ihren Mitmenschen geholfen und sich dadurch ehrenamtlich eingebracht. Daher ist es mir ein sehr großes Anliegen, Ihnen allen, liebe Merzigerinnen und Merziger, für Ihre Disziplin und für Ihr vorbildliches Verhalten ganz herzlich zu danken.

Auch möchte ich den Menschen danken, die in diesem besonderen Jahr für unsere Gesundheit, Pfege und Sicherheit gesorgt haben und unsere tägliche Versorgung aufrechterhalten haben.

Es hat sich gezeigt, dass wir in Merzig füreinander da sind, dass wir eine starke Gemeinschaft sind – darauf können wir alle stolz sein!

Diese Gemeinschaft, dieser große Zusammenhalt, wird weiterhin benötigt: Aktuell verdeutlichen die hohen Infektionszahlen und der damit verbundene Lockdown, wie gravierend die Situation ist.

Gleichwohl bleibt festzuhalten, dass wir in Merzig die Pandemie im Vergleich zu anderen Regionen in Deutschland im Hinblick auf die Infektionszahlen bislang gut überstanden haben.

Ich bin mir sicher, dass wir Dank Ihrem Mitwirken und mit Ihrer Unterstützung auch die kommenden Herausforderungen gemeinsam meistern werden.

Als Kreisstadt Merzig werden wir weiterhin unseren Beitrag dazu leisten. Durch verschiedene Aktionen, die wir unter dem Motto „Merzig macht Mut“ weiter fortführen, möchten wir uns insbesondere für Menschen, Gruppen und Unternehmen einsetzen, die durch die Einschränkungen besonders hart getroffen wurden.

Liebe Merzigerinnen und Merziger,

auch wenn sich im Jahr 2020 vieles um den Virus und dessen Auswirkungen drehte, konnten wichtige Projekte in unserer Stadt erfolgreich umgesetzt bzw. angegangen werden.

Stellvertretend für die vielen Projekte möchte ich zwei herausstellen: Auf der Haardt ist zum ersten Mal seit fast 25 Jahren in Merzig wieder ein neues Gewerbegebiet entstanden, in dem sich
bereits im kommenden Jahr die ersten Firmen ansiedeln können.

Ein sehr wichtiger Schritt für unsere Stadt ist aufgrund mehrerer Aspekte das Projekt „Merziger Mitte“. Dabei soll durch eine sehr engagierte Gesellschaft der Bereich auf dem ehemaligen Brauereiareal ganz neu entwickelt und dadurch die Wohn- und Lebensqualität nachhaltig gesteigert werden. Die dafür notwendigen Beschlüsse sind im Jahr 2020 gefasst worden.

Wir haben die wichtigsten Ereignisse des Jahres in einem bebilderten Jahresrückblick zusammengestellt, der in der Heftmitte der Ausgabe 52/53 von Neues aus Merzig für Sie eingelegt ist.

Darüber hinaus besteht in diesem Jahr erstmals die Möglichkeit sich den Jahresrückblick auf der facebook-Seite der Kreisstadt Merzig sowie auf der städtischen Internetseite als Video anzusehen.

Ich möchte zum Ende dieses außergewöhnlichen und herausfordernden Jahres die Gelegenheit nutzen, um mich auch bei all denjenigen zu bedanken, die sich für die Kreisstadt Merzig und für die Menschen in unserer Stadt aktiv eingesetzt haben und weiter einsetzen.

Ich danke Ihnen allen für Ihr Engagement, das in dieser schwierigen Zeit äußerst wichtig ist.

Liebe Merzigerinnen und Merziger,

ich hoffe, dass ein neues Jahr 2021 vor uns liegt, in dem wir die Herausforderungen so gut annehmen wie dies uns in den letzten Monaten gelungen ist.

Ich wünsche mir, dass wir am Ende des kommenden Jahres wieder ohne Einschränkungen zu den Gewohnheiten zurückkehren können, die bis zum März dieses Jahres zu unserem Leben dazu gehörten.

Vor allem aber wünsche ich mir, dass wir uns alle wieder über die Wege begegnen können, wie wir dies möchten.

In Zeiten wie diesen wird deutlich, dass Telefon, Whatsapp, Mail oder aber Videokonferenzen zwar hilfreich sind um miteinander zu kommunizieren, aber sie ersetzen bei Weitem keinen persönlichen Kontakt, kein persönliches Gespräch, keinen Händedruck oder gar eine Umarmung.

Lassen Sie uns daher weiter zusammenstehen und uns gegenseitig unterstützen, damit wir auch die nächsten Wochen meistern werden.

Zunächst aber wünsche ich Ihnen, dass Sie die bevorstehenden Feiertage nutzen, um zur Ruhe zu kommen, aber auch um hoffnungsvoll und zuversichtlich nach vorne zu schauen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen – auch im Namen der Beigeordneten sowie der Ortsvorsteherinnen und Ortsvorsteher – ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest.

Kommen Sie alle gut in ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr 2021, für das ich Ihnen das Allerbeste wünsche!

Ihr
Marcus Hoffeld
Bürgermeister

 

Das Jahresrückblick-Video können Sie online ansehen. Klicken Sie HIER, um zum Video zu gelangen.

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