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Immaterielles Kulturerbe Viez

Kreisstadt Merzig unterstützt Ansinnen der Trierer Viezbruderschaft

 

Die Bewahrung von Bräuchen und die Pflege von Traditionen werden bei uns im Saarland seit jeher großgeschrieben und stehen für die Mentalität vieler Saarländerinnen und Saarländer.

Landschaftlich gesehen prägen insbesondere Streuobstwiesen unsere Kulturlandschaft und geben unserem Bundesland seinen ganz besonderen Reiz.

Nicht nur in Merzig haben Streuostwiesen eine lange Tradition, sie sind wertvoller Lebensraum und darüber hinaus ein unverzichtbares Kulturgut.

Nach der Apfelernte produzieren viele heimische Betriebe ihren Viez selbst und sorgen durch verschiedenste Variationen für eine Vielfalt mit ganz besonderen Geschmackserlebnissen. Dieses Landschaftsbild in Verbindung mit zahlreichen Betrieben hat letztendlich auch zu einem erheblichen touristischen Mehrwert geführt u.a. durch die Realisierung der Viezstraße.

Ohnehin ist der Viez ein ganz besonderes Markenzeichen der „Merziger Äppelkischd“ und auch der Ausgangspunkt für das größte Volksfest an der unteren Saar, dem Viezfest. Dabei bieten Vereine und Organisationen entlang der Viezmeile bereits seit einem halben Jahrhundert verschiedenste Viezvariationen an. Zudem wirbt die Viezkönigin samt ihren Prinzessinnen überregional für das Produkt und erhöht als Botschafterin den Bekanntheitsgrad des Apfelweins.

„Diese Verbundenheit zu unserer Landschaft, dem Apfel und insbesondere dem Viez möchten wir in Zukunft noch stärker nutzen und auch noch besser vermarkten“, erklärt Bürgermeister Marcus Hoffeld.

Die Kreisstadt Merzig unterstützt daher den Antrag der Trierer Viezbruderschaft, die in Zusammenarbeit mit dem Land Rheinland-Pfalz den Viez in das bundesweite Verzeichnis zum Immateriellen Kulturerbe nach der UNESCO-Konvention aufnehmen möchte.“

„Von einer möglichen Anerkennung als Weltkulturerbe können aber auch wir im Saarland profitieren“, so der Bürgermeister, der vor diesem Hintergrund auch ein Schreiben an die saarländische Kultusministerin, Christine Streichert-Clivot, gerichtet hat. Darin bittet Hoffeld die Ministerin um ihre Unterstützung sowie eine positive Begleitung des Vorhabens, damit auch das Saarland und die Vielzahl der saarländischen Betriebe einen Nutzen aus einer möglichen Anerkennung ziehen können.

Darüber hinaus hat der Verwaltungschef auch einen Brief an die Trierer Viezbruderschaft geschrieben und diesen die Unterstützung der Kreisstadt Merzig zugesichert. Auch hat Hoffeld die Trierer Viezbruderschaft eingeladen am nächsten Merziger Viezfest teilzunehmen.

 

 

 

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