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Gustav-Regler-Platz wird von Wohnbebauung bzw. großen Gebäuden freigehalten

Öffentlichkeit soll sich konstruktiv an der Aufgabenstellung beteiligen

Die zur Weiterentwicklung des Bereiches „Am Seffersbach/Gustav-Regler-Platz“ vom Merziger Stadtrat gebildete Arbeitsgruppe, bestehend aus den teilnehmenden Stadtratsfraktionen, welche die Beteiligung der Öffentlichkeit und die Vorbereitung des städtebaulichen Ideenwettbewerbs begleitet, hat die Gespräche mit verschiedenen Akteuren, die Diskussionen aus dem Bürgerrundgang, des anschließenden Workshops sowie in den politischen Gremien in einer gestrigen Sitzung ausgewertet. Als aktueller Diskussionsstand sind folgende grundlegende Aussagen identifiziert worden:

  • Die städtebaulichen Ziele der Aufwertung des gesamten Bereiches und Veränderung der „Hinterhofsituation“ sollen nach wie vor gelten; ohne Denkverbote.
  • Bei dem „Letter of Intent (Absichtserklärung)“, den die Grundstückseigentümer unterschrieben haben, geht es darum, eine mögliche Zusammenarbeit der Eigentümer zu betonen; ohne rechtliche Verbindlichkeit. Damit sind kein Bauvolumen, keine Nutzung und keine Fläche vordefiniert. Daher kann der „Letter of Intent“ aktuell bestehen bleiben.
  • Die Eigentümer haben grundsätzlich ein hohes Interesse daran, Merzigs Innenstadt zu stärken und sind sich der sensiblen Lage ihrer Grundstücke bewusst.
  • Stadtklimatische und hydrologische Bedarfe (Hochwasserschutz) sollen vorrangige Planungsprämissen werden, sofern sie dies nicht sowieso aufgrund der Gesetzeslage sind.
  • Der Gustav-Regler-Platz wird von Wohnbebauung bzw. großen Gebäuden freigehalten.
  • Eine mögliche Blockrandbebauung auf den privaten Grundstücken darf hinsichtlich der Nutzungen keine Konkurrenz zur Haupteinkaufsstraße (Poststraße) werden.
  • Der Platz soll gestalterisch überarbeitet und an den Seffersbach angebunden werden, um möglichst breiten Nutzungen und Nutzergruppen zur Verfügung zu stehen.
  • Für den Bereich „Am Seffersbach“ soll ein zielführendes Grünkonzept, angelehnt an den Entwurf des städtischen Durchgrünungskonzeptes, erarbeitet werden.
  • Die charakteristischen Brandgassen der Merziger Innenstadt sind zu bewahren und in ein Gesamtkonzept zu integrieren.
  • Der Straßenraum braucht eine Überarbeitung im Zusammenhang mit Entscheidungen zum Verkehrsfluss und der Parkierung. Wie ist offen. Grundsätzlich soll der fahrende und ruhende Verkehr nicht mehr dieselbe Dominanz wie aktuell haben. Fußgänger und Radfahrer sind zu stärken.
  • Die privaten Grundstücke können nach gegebenem Baurecht überplant werden, benötigen bei Betrachtung des Gesamtraumes aber sicherlich einen aktualisierten Bebauungsplan, der z.B. auch Abstandsflächen, Zufahrten o.ä. über Nachbargrundstücke und den Straßenraum ermöglicht.
  • Die Öffentlichkeit soll sich konstruktiv an der Aufgabenstellung beteiligen können.
  • Ein städtebaulicher Ideenwettbewerb aus mehreren Planungsteams soll im 1.Quartal 2019 stattfinden. Erst dann kann der Stadtrat auf Grundlage der Entwürfe und der Voten von Bürgerinnen und Bürger sowie einer Fachjury über die weiteren Schritte entscheiden.

„Wir haben versprochen, dass wir die Bürgerwünsche ernst nehmen“, erklärte Bürgermeister Marcus Hoffeld nach der Sitzung der Arbeitsgruppe. „Dieses Zwischenergebnis zeigt, dass wir zu diesem Versprechen stehen. Es ist eine gute Basis, um dieses ambitionierte Projekt in einem weiterhin offenen und transparenten Verfahren mit intensiver Beteiligung aller interessierten Bürgerinnen und Bürger sowie der Bürgerinitiative erfolgreich weiterzuentwickeln und das Erscheinungsbild dieses zentralen, innerstädtischen Bereichs nachhaltig zu verbessern“, fasste Marcus Hoffeld zusammen. „Diese grundlegenden Aussagen sollen gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern durch weitere konkrete Ideen und Aussagen zu einer Aufgabenstellung für den Ideenwettbewerb anwachsen, jedoch – sofern möglich –  ergebnisoffen formuliert sein“, sagte der Bürgermeister.

Die Termine für die nächsten Bürgerworkshops sind am 23. November und am 14. Dezember, jeweils um 18 Uhr im Neuen Rathaus.

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