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Grußwort des Pastors von St. Josef (Merzig) an die Pilger

Liebe Mitbrüder,
liebe Christen in den Pfarreien des Bistums,
liebe Verehrer des hl. Josef!

Ihm, dem Gerechten, hast Du die jungfräuliche Gottes Mutter anvertraut,
Ihn, Deinen treuen und klugen Knecht,
bestellt zum Haupt der Heiligen Familie.

Überblickt man die Geschichte der kirchlichen Heiligenverehrung, so fällt auf, dass dem heiligen Josef durch die Jahrhunderte hindurch nur ein Nischen – Dasein zugestanden wurde. Er stand nie im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit, wie etwa die Apostelfürsten oder viele der volkstümlichen Heiligen. Schon an den Krippen – Darstellungen kann man beobachten, dass Josef, meist als Greis gesehen, eher am Rand, etwas abseits dabeisteht, so als gehöre er nicht wirklich dazu. Das ist deshalb so erstaunlich, weil es in der gesamten Heilsgeschichte, sieht man einmal von der Gottesmutter ab, keine exponiertere Stellung gibt als die, die dem heiligen Josef anvertraut wurde. Darauf weisen mit aller Deutlichkeit die oben vorangestellten Worte aus der Präfation des Festtages hin. Hier wird Josef als der treue und kluge Knecht bezeichnet, dem die Fürsorge für die Heilige Familie anvertraut, zu deren Haupt er bestellt wurde. Die Bedeutung und volle Tragweite dessen, was hier nur in knappen Worten angedeutet ist, tritt erst dann in ein helles Licht, wenn wir uns bewusst machen, was das Geheimnis der Menschwerdung Gottes in letzter Konsequenz besagt. Ist Gott wirklich Mensch geworden, so ist damit auch impliziert, dass Jesus eine wirkliche Entwicklung durchlaufen hat, vom Kindes- und Jugendalter bis hin zum Mannesalter. Zu dieser Entwicklung gehört auch ein Prozess des Lernens, des Reifens und der Zunahme an Weisheit, wie es bei Lukas ausdrücklich heißt. Gerade in dieser Phase des leibseelischen Reifens ist Jesus von seinen Eltern begleitet worden und hier spielt die Josef aufgetragene Vaterschaft eine entscheidende Rolle.

Wir dürfen annehmen, dass Jesus in seinem Elternhaus unter der Obhut des heiligen Josef in den Glauben Israels eingeführt wurde, dass er von seinem Pflegevater gelehrt wurde, Gott selbst seinen Vater zu nennen, dass ihm an seinem irdischen Pflegevater die Liebe und Fürsorge des himmlischen Vaters aufgegangen ist.

Jetzt wird deutlich, dass diese Aufgabe nur einem wirklich Gerechten (im vollen biblischen Sinn) einem wirklich treuen und klugen Knecht übertragen werden konnte. Und noch etwas tritt hier deutlich hervor: Gott will, wenn er mit seinem Volk, mit der Menschheit den Weg der Heilsgeschichte geht, menschliche Mitarbeiter dabeihaben, in Dienst nehmen. Er allein schenkt uns Menschen das Heil in souveräner Allmacht und göttlicher Liebe. Aber er wirkt nicht alleine. Er setzt immer auch auf menschliche Mitwirkung, wie sich in der ganzen Heilsgeschichte, beginnend mit Abraham, zeigt. Auf dem Höhepunkt der heilsgeschichtlichen Führung setzt er Josef ein zum Haupt der Heiligen Familie. Eine höhere Berufung ist eigentlich nicht denkbar. So hat auch die Kirche gut daran getan, den heiligen Josef zu ihrem Schutzpatron zu erwählen. Ihm, dem die Heilige Familie anvertraut war, darf auch die Kirche sich und all ihre Glieder „auf ihrem Weg durch die Zeit“ anvertrauen. In diesem kindlichen Vertrauen wollen wir auch am diesjährigen Josefstag wieder aufschauen zu unserem Schutzpatron und ihm zurufen: „Heil`ger Josef, hör`uns flehen!“. Sieh auf die Not und Bedrängnis der Kirche in dieser unserer Zeit, erflehe uns die Gnade, dass wir den rechten Weg finden und unseren Auftrag erfüllen, der uns in dieser Stunde zugedacht ist.

 

So lade ich Sie aufs Neue ein zur Teilnahme an der
JOSEFSWALLFAHRT
und zur Feier des
JOSEFSPATROZINIUMS
in der Pfarrkirche St. Josef,
am Dienstag, dem 19. März 2019
Prof. Dr. Albert Dahm, Pfarrer

 

Gottesdienstordnung
Pfarrkirche St. Josef, Merzig

Montag, 18. März 2019

19.00 Uhr FESTHOCHAMT der Pfarreiengemeinschaft Merzig, St. Peter als ERÖFFNUNG der JOSEFSWALLFAHRT

Dienstag, den 19. März 2019, Josefstag
ab 07.00 Uhr BEICHTGELEGENHEIT
08.30 Uhr → Hl. MESSE mit PREDIGT
10.00 Uhr → FESTHOCHAMT mit PREDIGT
11.30 Uhr →  Hl. MESSE mit PREDIGT
14.00 Uhr → FESTANDACHT
15.00 Uhr → KREUZWEGANDACHT in der Kirche
15.00 Uhr → KREUZWEG von der Josefs- zur Kreuzbergkapelle

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