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Gedenken an die Opfer von Kriegen am Volkstrauertag

An die Kriegsopfer aller Nationen erinnerte die Kreisstadt Merzig mit einer Gedenkveranstaltung und einer Kranzniederlegung am Volkstrauertag. Neben Bürgermeister Marcus Hoffeld waren die Beigeordnete der Kreisstadt, Rosi Gruhn, sowie Merzigs Ortsvorsteher Manfred Klein anwesend. Weiterhin nahmen Vertreter des VdK-Ortsverbandes Merzig sowie Lutwin Scheuer, Vorsitzender des VdK-Kreisverbandes Merzig-Wadern, die Merziger Feuerwehr sowie das 26. Fallschirmjägerregiment der Bundeswehr daran teil.

In seiner Rede gedachte Hoffeld den vielen Menschen, die sich seit Jahrzehnten am Volkstrauertag versammeln, um der Opfer der Weltkriege zu gedenken. „Der Volkstrauertag erinnert uns an die gewaltsamen Brüche des 20. Jahrhunderts“, betonte der Bürgermeister vor den anwesenden Bürgern in der Trauerhalle des Friedhofs Propsteistraße. „Er erinnert an die Toten, die ihr Leben verloren haben.“ Dieser Tag rufe in Erinnerung, wofür Menschen gekämpft haben und gestorben seien. „Das mag uns heute in Deutschland fast fremd erscheinen, aber: Es ist ein Teil unserer Geschichte“, erinnerte er. Gleichzeitig solle jeder den Tag als Mahnung daran sehen, für ein friedliches Miteinander einzutreten – in Merzig, im Saarland, in der ganzen Welt. Es sei nicht nur die Stunde des Totengedankens, sondern auch die Stunde der auf der Suche nach Frieden vereinten Völkergemeinschaft.

„Die Toten, derer wir gedenken, sind Verpflichtung zum Frieden“, mahnte Hoffeld. Für eine Gesellschaft, die den Krieg mehrheitlich nicht miterlebt habe, sei das eine große Herausforderung. „Es bleibt das Hoffen und das aktiv dafür Eintreten, keinen Krieg erleben zu müssen und dass die Menschenwürde eines jeden gewahrt wird“, hob er hervor. „Weil wir alle, die heute Vormittag gekommen sind, so sehr für das Leben und ein friedliches Miteinander sind.“

Hoffeld erinnerte an alle, die in Kriegen ihr Leben ließen oder an den Folgen litten – Kinder, Frauen und Männer aller Völker. An diesem Tag gedenke man allen, die verfolgt und getötet wurden, weil sie anders waren, weil sie Widerstand leisteten, weil sie vor dem Krieg flüchteten. „Wir trauern um die Opfer der Kriege und Bürgerkriege unserer Tage, um die Opfer von Terrorismus und politischer Verfolgung“, sagte Hoffeld. „Um die Bundeswehrsoldaten und andere Einsatzkräfte, die im Auslandseinsatz ihr Leben verloren.“ Ebenso hob er die hervor, die bei uns durch Hass und Gewalt gegen Fremde und Schwache zum Opfer wurden. „Wir trauern mit allen, die Leid tragen um die Toten, und teilen ihren Schmerz“, konstatierte Hoffeld. „Aber unser Leben steht im Zeichen der Hoffnung auf Versöhnung unter den Menschen und Völkern. Und unsere Verantwortung gilt dem Frieden unter den Menschen zu Hause und in der ganzen Welt.“

Zum Abschluss bedankte sich der Bürgermeister bei allen anwesenden Bürgern und Unterstützern für ihre Teilnahme. Bei der Kammermusik AG des Gymnasiums am Stefansberg, beim Fallschirmjägerregiment 26, bei der Merziger Feuerwehr, dem VdK-Ortsverband, Manfred Klein und Heiko Britz von der Stadtverwaltung.

Anschließend folgte die Kranzniederlegung des Bürgermeisters und des VdK Ortsverbands Merzig sowie des Bundesministeriums für Verteidigung durch das Fallschirmjägerregiment 26 der Bundeswehr.

Untermalt wurde die Veranstaltung durch das Blechbläserquartett der Kammermusik AG des Gymnasiums am Stefansberg. Unter der Leitung von Stefan Christian spielten Christoph Caspar an der Trompete, Michelle Lehnen und Linda Ade am Horn sowie Alina Lehnen an der Posaune melancholisch angehauchte Melodien, um den Opfern von Krieg und politischer Verfolgung zu gedenken. Neben dieser Gedenkfeier zum Volkstrauertag gestaltete das Gymnasium am Stefansberg in diesem Jahr ebenfalls die Gedenkveranstaltung zur Reichspogromnacht am 9. November und sammelte gemeinsam mit Soldaten der Bundeswehr für den Erhalt und die Pflege von Kriegsgräbern.

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Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag
Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag
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