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Film des Innenministeriums beleuchtet Entwicklung der Merziger Schalthaussiedlung

Video fasst 50 Jahre Städtebauförderung im Saarland zusammen

Das Ministerium für Inneres, Bauen und Sport hat am 08. Mai 2021, dem „Tag der Städtebauförderung“, einen Film zum 50-jährigen Jubiläum der Städtebauförderung veröffentlicht. Dieser stellt 15 Projekte im Saarland, die im Laufe der Zeit von der Förderung profitiert haben, vor und gibt einen Einblick in die Entwicklung der einzelnen Standorte. Darunter ist auch die Merziger Schalthaussiedlung, die durch das Förderprogramm „Soziale Stadt“ Veränderungen erfahren hat.

Aber auch bereits vor dem Start des Programms „Soziale Stadt“ durchlief die Siedlung, deren Ursprünge in den 1920er Jahren liegen, schon Wandlungen, welche hier nur verkürzt widergegeben
werden können. In den 50er Jahren wurde die Siedlung um neue Gebäude erweitert. Mitte der 1980er Jahre begannen die ersten Aktivitäten der Gemeinwesenarbeit. Im Jahr 1986 wurde das
Schalthausbüro eingerichtet und im Jahr 1988 gründete die Kreisstadt Merzig den Trägerverein „Sozialarbeit in der Schalthaussiedlung“. Die 1999 gegründete „Merziger Verwaltungsgesellschaft für Wohnungswirtschaft mbH & Co. KG“, deren einzige Gesellschafterin die Stadt Merzig ist, übernahm die städtischen Liegenschaften im Siedlungsbereich in ihr Eigentum. Seit Gesellschaftsgründung fanden kostenintensive Renovierungs-, Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten statt. Wiederholt hat sich die Gesellschaft für die Gewährung von Zuschüssen und die Aufnahme in Förderprogramme eingesetzt.

Ebenfalls im Jahr 1999 hat sich die Kreisstadt auch um Aufnahme in das Programm „Soziale Stadt“ bemüht, welches Bund, Länder und Kommune gemeinsam finanziell tragen. Das Programm
zielt darauf ab, die Wohnfunktion in der Kernstadt für alle Zielgruppen zu stärken und zur Verbesserung des Wohnumfelds beizutragen, benachteiligte Gruppen zu integrieren und Gemeinwesenarbeit zu fördern, die Funktionalität der Innenstadt zu stärken, innerstädtische Brachflächen zu reaktivieren, die Erreichbarkeit der Innenstadt für alle Zielgruppen zu verbessern sowie Freizeit- und Freiraumqualitäten zu sichern und das Kulturangebot zu unterstützen. In den Jahren 1999 bis heute wurden insgesamt rund 7 Mio. Euro durch die „Soziale Stadt“ in das Programmgebiet der Kreisstadt Merzig investiert, wovon die Stadt Merzig 2,3 Mio. Euro übernahm und die verbleibenden 4,7 Mio. Euro als Zuschuss erhielt. Ein Teil dieser Mittel flossen auch in die Schalthaussiedlung, womit, durch die Gestaltung eines Dorfplatzes, die Aufenthaltsqualität verbessert wurde. Des Weiteren konnte im Rahmen des Programms in der Stadtverwaltung eine Stadtteilmanagerin für die Schalthaussiedlung angestellt werden. Außerdem wurden Bäder und Heizungen in den Häusern eingebaut, die einzelnen Wohnblöcke wurden Wärme gedämmt und optisch äußerlich aufgewertet.

Auch die Anwohnerinnen und Anwohner haben sich für ihre Siedlung eingebracht. Beispielsweise begannen sie, angestoßen durch die positiven Veränderungen, die Außenanlagen ihrer Wohnblöcke auf Eigeninitiative zu verschönern. Auch an der Umgestaltung des Dorfplatzes, des sogenannten „Edi-Platzes“, beteiligten sich die Anwohnerinnen und Anwohner stark. Im Jahr 2006 wurde die Bewohnervertretung der Schalthaussiedlung sogar landesweite Preisträgerin im Wettbewerb „Netzwerk Nachbarschaft“. Auch die Unterstützung des vor Ort angesiedelten Gemeinwesentreffpunkts des SOS-Kinderdorfes sowie weitere Maßnahmen haben im Zeitverlauf zur Entwicklung der Siedlung beigetragen.

Der Film des Innenministeriums fasst die Veränderungen der Schalthaussiedlung durch die „Soziale Stadt“ zusammen und ist im Internet auf der Seite des Innenministeriums abrufbar, zu der Sie HIER gelangen.

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