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Fachkräftesicherung durch internationale Arbeitnehmerinnen und Arbeitsnehmer– Warum eigentlich? Und wie?

Auftakt der IQ-Info-Tour: Globale Talente, lokale Potenziale

Angesichts von Personalengpässen und Fachkräftemangel zeigt sich, dass ein Blick auf ausländische Potenziale den Kreis der Bewerberinnen und Bewerber erweitern kann. Die Auftaktveranstaltung der IQ-Info-Tour „Globale Talente, lokale Potenziale“, die am 24.06.2024 in der Stadthalle Merzig stattfand und sich an Betriebe aus Merzig richtete, bot einen Überblick über die entsprechenden Möglichkeiten und vielfältigen Unterstützungsangebote.

Im Startvortrag erläuterte Eileen Wagner, Koordinatorin des Regionalen Integrationsnetzwerkes Saarland, dass der Prozess der Fachkräfteeinwanderung von Anfang an mitgedacht werden muss. Wenn sich ein Betrieb in der (Personal-) Planungsphase befindet, sollte er bereits durchgehen, was die Fachkraft nach ihrem Ankommen im Betrieb für Bedarfe und Erwartungen an die Stelle hat. Schließlich ist es wichtig, den Personen Bleibeperspektiven zu bieten und sowohl an die aufnehmende Stammbelegschaft als auch die ankommende Belegschaft zu denken.

In dem von Heike Wagner, Integrationsbeauftragte der Kreisstadt Merzig, moderierten Podiumsgespräch, wurden Fragen zum Prozess der Anwerbung und Einstellung von Fachkräften aus dem Ausland beantwortet.

Nazmije Kasumi, Bereichsleitung der Agentur für Arbeit Saarland, erläuterte die Möglichkeiten der Anwerbung ausländischer Fachkräfte und wie Arbeitsgeberservice und IFA (Internationale Fachkräfte für Arbeitgebende im Saarland) dabei unterstützen können. Doris Clohs von der Handwerkskammer des Saarlandes erläuterte unter anderem das Projekt „Passgenaue Besetzung und Willkommenslotsen“ und welche Erfolge durch eine sorgfältige Vermittlung erreicht werden können. Ein zentraler Aspekt der beruflichen Integration in Deutschland ist, zumindest für die reglementierten Berufe, die Anerkennung von im Ausland erworbener Abschlüsse, worüber Werner Dörr (Saaris) und Peter Nagel (IHK-Foreign Skills Approval) informierten. Samira Grounsell vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge betonte die Bedeutung des Erwerbs oder des Ausbaus von Sprachkenntnissen und informierte über die neuen Job- Berufssprachkurse, die beispielsweise einen Spracherwerb am Arbeitsplatz ermöglichen. In den Beiträgen von Olaf Marquardt (Barmer e.V.), Benedict Collmann (AWO Landesverband Saarland) und  Nadja Kowalski (CEB-Akademie gGmbH) zeigte sich, dass bei aller Vorbereitung nicht vergessen werden darf, dass die Einstellung ausländischer Fachkräfte vielleicht auch unvorhergesehene Herausforderungen mit sich bringt, wie beispielsweise Heimweh oder das Gefühl sozialer Isolation. Dennoch zeigten sich alle zuversichtlich, dass es sich lohnt, diese Herausforderung anzunehmen und alle Unternehmen von Fachkräfteeinwanderung profitieren können.

Der anschließende Beitrag von Oberbürgermeister Marcus Hoffeld zeigte auf, was Merzig neben der beruflichen Integration lebenswert macht. Eine gute Infrastruktur, die Versorgung mit Kitas und Schulen aber auch Kulturangebote, Weltoffenheit und Diversität können dazu beitragen, dass aus einem Willkommen ein Will-bleiben wird.

Nadja Pastorcic ergänzte, welchen Beitrag die kommunale Wirtschaftsförderung der Kreisstadt leistet und wie wichtig einmal mehr die Punkte Vernetzung und Kommunikation auf dem Weg der Arbeits- und Fachkräftegewinnung und -sicherung sind.

Als Fazit bleibt festzuhalten, dass Unternehmen in Merzig viel Unterstützung erhalten können.

Das Projekt Merzig International kann als Teil des IQ-Netzwerkes bei der Orientierung helfen:

Merzig International
Kreisstadt Merzig
Brauerstraße 5
66663 Merzig
Tel.: 06861-85384
E-Mail: iq@merzig.de

Die nächste Info-Tour steht bereits fest: 26.09.2024 im Festo-Lernzentrum in St. Ingbert.

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