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Eltern und Kinder dürfen sich freuen: Erfolgreicher Spatenstich für KiTa-Neubau

Erfolgreicher Spatenstich für den Neubau der KiTa Schneckenhaus KiTa St. Josef wird erweitert und saniert

 

Seit fast 10 Jahren hat die Lebenshilfe Merzig nach einem Standort für den Neubau der integrativen Kita „Schneckenhaus“ gesucht. Gelungen ist dies letztlich durch Übernahme der Gebäudeträgerschaft durch die Kreisstadt Merzig, die der Stadtrat im Mai 2018 beschlossen hatte. Am Mittwoch, dem 30. September 2020, war es dann endlich soweit: mit dem Spatenstich auf der Grünfläche an der Josefskirche fiel der offizielle Startschuss für das größte Kita-Bauprojekt, das bisher in Merzig angegangen wurde. Im Rahmen dieser Maßnahme wird auch die benachbarte KiTa St. Josef umfassend saniert und um wichtige Funktionsräume erweitert. Insgesamt belaufen sich die Kosten auf rund 5,5 Millionen Euro.

Bürgermeister Marcus Hoffeld freute sich, bei dem Corona-bedingt in kleinem Rahmen organisierten Spatenstich wichtige Gäste und Mitwirkende begrüßen zu können, die zur Umsetzung der Baumaßnahme beitragen. Sein besonderer Dank galt dabei den Vertretern der Zuschussgeber. So waren unter anderem Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot, der Kreisbeigeordnete Frank Wagner in Vertretung für die Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich und Prof. Edwin Kohl von der kohlpharma GmbH beim Spatenstich zu Gast. Darüber hinaus begrüßte Hoffeld auch die Landtagsabgeordnete Martina Holzner.

Der Zuschuss des Bildungsministeriums liegt bei 1.656.000 €, der Kreiszuschuss bei 1.458.000 € und die Lebenshilfe hat den vom Sozialministerium gewährten Zuschuss von rund 300.000 € wegen des höheren Aufwands für den Bau einer behindertengerechten Einrichtung an die Kreisstadt Merzig weitergegeben. Zudem beteiligt sich das Merziger Pharma-Unternehmen kohlpharma mit einem Zuschuss von insgesamt 288.000 € an beiden Teilmaßnahmen. Für die Kreisstadt Merzig verbleibt mit einem Eigenanteil von rund 1.779.000 € der größte Teil.

Während die Kreisstadt Merzig als Bauträger für die beiden Kita-Gebäude verantwortlich ist, liegen die Betriebsträgerschaft und damit die Verantwortung für die organisatorischen und pädagogischen Abläufe in Händen der Lebenshilfe (KiTa Schneckenhaus) und der Kita gGmbH (KiTa St. Josef). Hier begrüßte Bürgermeister Marcus Hoffeld die Geschäftsführer der Lebenshilfe Peter Schön und Hermann Scharf, der auch Mitglied des Landtages ist sowie den Geschäftsführer der Kita gGmbH Rainer Borens. Darüber hinaus wurden die zuständigen Bereichsleiter und -leiterinnen Peter Meier und Vera Klein (KiTa Schneckenhaus) sowie Johannes Burholt und Silke Mertes (KiTa St. Josef) willkommen geheißen.

Wegen der anspruchsvollen baulichen Aufgabe wurden die mit der Planung des Neu- und Umbauprojektes beauftragten Architektur- und Landschaftsplanungsbüros in einem europaweit ausgeschriebenen Architektenwettbewerb ausgewählt. Der ausgewählte Entwurf der Planungsgemeinschaft arus Latz GmbH Püttlingen/Dutt + Kist GmbH Saarbrücken sieht die Errichtung eines dreigruppigen Kita-Gebäudes auf dem Wiesengelände zwischen der KiTa St. Josef und Pfarrkirche St. Josef vor. Dabei wird es neben den Gruppenräumen auch einen Personalraum, ein Büro, ein Turnraum, ein Spielflur, einen Essensraum, eine Ausgabeküche, Sanitärräume, einen Ruheraum und zwei Förderräume geben. Eine Besonderheit wird der Pflegeraum mit Dusche sein.

In einem zweiten Bauabschnitt wird das bestehende KiTa-Gebäude St. Josef erweitert und grundlegend saniert. Dabei wird auch das gesamte Außengelände der Einrichtung komplett umgestaltet, um den gestiegenen pädagogischen Anforderungen eines sechsgruppigen Ganztagsbetriebs gerecht zu werden, aber auch, um die in der Vergangenheit verstärkt aufgetretenen Probleme mit Wasserschäden bei Starkregenereignissen zu reduzieren. Durch den Anbau wird die KiTa St. Josef um einen Essraum, einen Personalraum, einen Turnraum und einen zusätzlichen Gruppenraum erweitert. Zusätzlich können durch die Erweiterung zusätzliche Förderräume im Bestandsgebäude entstehen.

Mit dem Neubau des Schneckenhauses kann das Angebot an integrativen Krippen- und KiTa-Plätzen im Landkreis Merzig-Wadern und vor allem in der Kreisstadt Merzig ausgeweitet werden. Während aktuell im Schneckenhaus 24 Kindern in zwei altersgemischten Gruppen betreut werden bietet der Neubau Platz für drei KiTa Gruppen mit 40 Plätzen (10 Krippenplätze, davon 4 für Kinder mit besonderem Betreuungsbedarf, 30 Kindergartenplätze, davon 10 für Kinder mit besonderem Betreuungsbedarf).

Für die Errichtung des Schneckenhauses ist eine Bauzeit von rund 10 Monaten eingeplant. Zunächst wird der Neubau erstellt. Anschließend erfolgt die Sanierung und Erweiterung des bestehenden Kindergartens. Während diesen Umbauarbeiten in der KiTa St. Josef mit ihren sechs Gruppen (vier KiTa- und zwei Krippengruppen) muss eine teilweise Auslagerung des Betriebes erfolgen, sodass der Neubau des Schneckenhauses zunächst von der KiTa St. Josef genutzt wird. Mit der endgültigen Fertigstellung der Gesamtmaßnahme und dem Umzug der Kinder vom alten ins neue Schneckenhaus ist bis Mitte 2022 zu rechnen.

Der Kreisstadt Merzig war es wichtig, die derzeitigen und zukünftigen Nutzer der beiden Einrichtungen bereits im Vorfeld intensiv in die Planungen miteinzubeziehen. Die Teams und Leitungen wurden dabei insbesondere an der Entwicklung der Raumprogramme und der Gestaltung der Außengelände beteiligt.

Bildergalerie

Spatenstich zum Neubau der KiTa Schneckenhaus und zur Erweiterung der Kita St. Josef mit unter anderem Bürgermeister Marcus Hoffeld, Bildungsministerin Christine Streichert-Clivor, Ina Weißmann vom Gesundheitsministerium, Kohlpharma-Geschäftsführer Edwin Kohl, Kreisbeigeordneter Frank Wagner und Hermann Scharf von der Lebenshilfe
Rasenfläche, auf der die Kita Schneckenhaus gebaut wird
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