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Ekelpakete und dicke Freunde – Artisjok Kindertheater Anke Scholz begeisterte Publikum in der Stadtbibliothek

Teppichboden, wenige Stühle am Rand für die Erwachsenen und die Stadtbibliothek Merzig war bestens präpariert auf ihre jungen Besucher. Die Ansprüche, des jungen Publikums erfüllte Puppenspielerin Anke Scholz mit Bravour. Mucksmäuschenstill war es im Raum, als die Theaterfrau die Kinder begrüßte und erst einmal das Bühnenbild mit Tüchern, Ästen und Requisiten zu einer kleinen Szene zusammenbaute. Unter den erwartungsvollen Augen ihrer Zuschauer entstand das Lieblingsplätzchen des kleinen Onkels: die Treppenstufen vor einem Hochhaus. Hier wohnt nämlich der kleine Onkel. Da gibt es eine bunte Haustür, ein Baum steht direkt beim Haus, weitere Bäume ein Stückchen weiter weg. Passend zur jeweiligen Jahreszeit veränderte die Puppenspielerin das Bühnenbild mit Details: es schneit, es blühen Krokusse und Schneeglöckchen, der kleine Onkel muss sich mit einem Schirm vorm Regen schützen. Scholz‘ Puppen tragen die Wesenszüge der Figuren. So gab es z.B. einen kleinen Vogel, der mit seinem Gezwitscher die Geschichte einleitete und immer mal wieder vorbei flog. Es gab böse Menschen, eingehüllt in schwarzbraune Kleider und Hüte, die den kleinen Onkel verspotteten. Und natürlich war da auch der kleine Onkel, in Orange gekleidet und sein Freund, der Hund.

Der Hund hatte es allen angetan: wann immer er ins Spiel kam, waren die Zuschauer begeistert von seinen akrobatischen Kunststücken und seiner lustigen Sprache, mal fiepte er mitleidig, mal bellte er freudig. Hier zeigte sich die Fähigkeit der Puppenspielerin, jeder Figur durch Spiel, Stimme und Mimik einen unverwechselbaren Charakter zu geben. „Ich bin schon seit 40 Jahren nicht mehr umgefallen“, sagte der kleine Onkel, als der Hund mit ihm tollte und abschleckte.

Ein halbes Jahr dauerte das Einstudieren des Stückes. Anke Scholz vermittelte der Mini-Clientel kindgerecht, dass Freundschaft zu den wertvollsten Dingen im Leben zählt. Aus der Perspektive eines kleinen Mädchens, erzählt sie gekonnt das Kinderbuch „Die Geschichte vom kleinen Onkel“ der schwedischen Autorin Barbro Lindgren nach. Zwar zweifelt der Onkel an der Freundschaft zu seinem Hund, denn der spielt auch mit dem Mädchen aus dem Hochhaus, doch am Ende wird klar: echte Freunde sind füreinander da – so wie Hund, Onkel und Mädchen. Akkordeonmusik von Servais Haanen erklang an passenden Stellen des Stückes. Langanhaltender Applaus belohnte Anke Scholz am Ende der Aufführung, es war ihr gelungen Groß und Klein 40 Minuten in das Stück hineinzuziehen.

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