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Einweihung der Kindertagesstätte St. Marien

Mit einem Kinderfest feierte das Katholische Kinderhaus St. Marien in Merzig die Einweihung der neu gestalteten und ausgebauten Räumlichkeiten. Mehr Platz zum Spielen und Toben, mehr Platz für die pädagogische Arbeit der Erzieherinnen: Die Kita St. Marien vereint nun drei Gebäude zu einem und bietet sowohl den Kindern als auch den Erziehern mehr Freiheiten. Neben einem großzügigen Bewegungsraum im Zwischengebäude mit Bistro – zwischen Neu- und Nebenbau – befinden sich im sanierten Nebengebäude, dem ehemaligen Lebensmittelgeschäft Basenach, vor allem die Büros und ein großer Rückzugsort für die Erzieher. Das alte Hauptgebäude wurde im Oktober 2015 aufgrund von mangelnder Statik abgerissen, danach begannen im Mai 2016 die Bauarbeiten für den Neubau. In dem liegen nun die Funktionsräume der Kita, die sowohl zum Basteln und Spielen – je nach Bedarf – genutzt werden können, dort befinden sich auch die zwei Schlafräume der Kita.

Seit September 2019 sind die Kinder und die Erzieherinnen, nach insgesamt elf Umzügen, jetzt in den neuen Räumlichkeiten. „Wir fühlen uns sehr wohl hier“, sagt Monika Kretzer-Heck, Leiterin des Katholischen Kinderhauses. Was sich für sie und ihr Team geändert hat? „Alles“, sagt sie, „die Räume sind ganz neu und das pädagogische Arbeiten hat sich durch die Gruppenöffnung geändert“, erläutert die Leiterin. Die Gruppenöffnung ist eine Besonderheit der Kita: „Wir arbeiten nach dem Prinzip offene Arbeit. Das heißt, es gibt bei uns keine Gruppen. Alle Kinder können überall spielen und toben, wo sie möchten“, erzählt die Leiterin. „Betreut werden sie von ein bis zwei Erziehern in den Räumen.“ Insgesamt 54 Kinder, davon 17 Krippen und 37 Kindergartenkinder, im Alter von sechs Wochen bis sechs Jahre können aufgenommen und betreut werden.

Bis es jedoch soweit war, vergingen fast zehn Jahre. Ursprünglich bestand die Kita nur aus dem Hauptgebäude, doch als das Lebensmittelgeschäft geschlossen wurde, wurden die Räumlichkeiten ausgeweitet. Das Hauptgebäude war zwischenzeitlich stark sanierungsbedürftig und so wurden unter anderem zwei Notausgänge und neue Fenster eingebaut. 2012 begannen die Vorbereitungen für den Anbau des Zwischengebäudes, der Anfang 2013 startete. Feierte man im März 2013 noch das Richtfest, hieß es einen Monat später: Baustopp. Das Hauptgebäude wurde im Erdgeschoss und Keller durch Stützpfeiler stabilisiert, der Betrieb konnte vorerst weiterlaufen, währenddessen wurde weiter am Zwischenbau gearbeitet. In den Sommerferien wurden dann die Kindergartenkinder in die Kita St. Josef verlegt, während die Krippe in Container umzog. 2015 wurde der Zwischenbau fertiggestellt und gleichzeitig das alte Hauptgebäude abgerissen, 2016 neu errichtet und 2017 fertiggestellt, danach erfolgte bis September 2019 die Sanierung des alten Nebengebäudes, sodass jetzt, nach sieben Jahren Umbauphase, alles fertiggestellt ist.

„Der Beginn lief ganz gut“, rekapitulierte Bürgermeister Marcus Hoffeld, „doch dann kamen einige unerwartete Überraschungen, die keiner hatte kommen sehen.“ Aufgrund der massiven statischen Probleme in den Decken blieb keine andere Lösung als der Abriss des alten Hauptgebäudes und der Neubau. „Das Kinderhaus St. Marien ist die Kita-Baumaßnahme mit der längsten Bauzeit“, sagte Hoffeld, „die viel Bauchweh verursachte.“ Durch die deutlich längere Umbauphase erhöhten sich auch die Kosten. Mit einer Gesamtinvestition von rund 2,44 Millionen Euro gehört die Sanierung der Kita St. Marien zu den großen Kita-Baumaßnahmen der letzten zehn Jahre. Möglich war dies nur durch die Unterstützung der Zuschussgeber aus dem öffentlichen Bereich. Land und Kreis steuerten jeweils 624 000 Euro bei und das Merziger Unternehmen kohlpharma beteiligte sich mit 240 000 Euro. Mit einem Eigenanteil von rund 1,2 Millionen Euro hat die Kreisstadt Merzig als Gebäudeträger fast die Hälfte der Gesamtinvestition getätigt. „Geld, das Kindern zugutekommt“, betonte Bürgermeister Marcus Hoffeld und nutzte die Gelegenheit, sich bei allen Beteiligten, darunter den Mitgliedern des Stadt- und Ortsrates, den Firmen, städtischen Mitarbeitern, Architekten und Planern sowie dem Träger, der Kita gGmbH, den Eltern und den Kindern für ihren Einsatz und Geduld zu bedanken. Auch Julia Selzer, Assistentin der Geschäftsführung von Kita gGmbH, dankte allen für die hervorragende Zusammenarbeit und beglückwünschte Stadt und Kinder zum neuen Gebäude. Fakten stellte Helga Bourgeois, Gesamtleiterin Merzig, den Besuchern vor: „Elf Umzüge und elf Jahrgänge später ist die Bauphase beendet“, sagte sie. Die offizielle Einweihung der neuen Räumlichkeiten nahm Prof. Dr. Albert Dahm vor.

In einer letzten Kraftanstrengung ist es in enger Abstimmung zwischen Kita gGmbH als Betriebsträger, Elternausschuss und Stadt auch gelungen, das in die Jahre gekommene Außengelände komplett neu zu gestalten und damit den gestiegenen Anforderungen eines langen Tagesstättenbetriebs mit Krippen- und Kindergartenkindern anzupassen. Die Stadt hat hier mit einer Investition von etwa 47.000 Euro die Infrastruktur mit neuen Wegen, Spielflächen und Zaunanlagen geschaffen, Kita und Eltern haben bereits einiges an neuen Spielgeräten beschafft. Besonderes Highlight für die Kinder ist – neben dem neuen Rutschenhügel – vor allem die neue Bobbycar-Bahn.

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