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Corona-Folgen: Kreisstadt Merzig will mit einem Viertel-Million-Programm unterstützen

200.000 Euro für eine Bezuschussung von Gutscheinen, 50.000 Euro für Jugendarbeit in Vereinen

 

Mehrfach hat in den letzten Wochen der Merziger Bürgermeister Marcus Hoffeld die schwierige Situation der Gewerbetreibenden angesprochen. Unter anderem hat er auf die wirtschaftlichen Folgen, die durch die derzeitigen Schließungen im Einzelhandel, bei den Dienstleistern und Gastronomiebetrieben entstehen, in Schreiben an die Bundes- und Landesregierung hingewiesen.

„Wir haben als Kreisstadt Merzig im Rahmen unserer Möglichkeiten alles unternommen unsere Gewerbetreibenden bestmöglich zu unterstützen, unter anderem mit den Maßnahmen „Lokals kaufen – Gutes tun“ oder „Handel mit Charakter““, sagt der Merziger Bürgermeister. „Da es möglicherweise jetzt immer noch keine Öffnung des Einzelhandels geben wird, was durch die hervorragenden Hygienekonzepte unserer Einzelhändler aus meiner Sicht durchaus machbar wäre, wollen wir einen nächsten Schritt gehen.“

Bürgermeister Marcus Hoffeld wird daher in der Sitzung des Stadtrats am 10.02.2021 vorschlagen, dass der Kauf von Kundengutscheinen, die bei den Merziger Einzelhändlern, Dienstleistern und Gastronomen eingelöst werden können, bezuschusst werden soll.

„Auf der Plattform des sehr erfolgreichen VHG-Gutscheines könnte kurzfristig ein Zuschusssystem eingerichtet werden, von dem die Kunden der Merziger Geschäftsleute, aber auch die Gewerbetreibenden profitieren können“, erläutert Marcus Hoffeld.

Die Idee ist, dass alle Käufer eines Gutscheines zusätzlich zu ihrem erworbenen Gutscheinbetrag einen 20 – 25 prozentigen Bonus gutgeschrieben bekommen. Dies bedeutet beispielsweise, dass bei einer Einzahlung von 100 Euro der Kunde einen Gutschein im Gegenwert von 120 Euro erhält, den dieser in den Merziger Geschäften einlösen kann.

Für diese Aktion sollen einmalig 200.000 Euro aus dem städtischen Haushalt zur Verfügung gestellt werden.

Die Gutscheine sollen schnellstens, wenn möglich ab dem 15.03.2021 erworben werden können. Der Erwerb der Gutscheine soll für einen begrenzten Zeitraum gelten und vorzeitig enden, wenn der bereitgestellte Bonusbetrag aufgebraucht ist. Bei Bedarf kann die Aktion auch verlängert werden.

Die Gutscheine verlieren ihre Gültigkeit nach 3 Jahren, aber um den 20 – 25 prozentigen Bonus erhalten zu können, muss der Gutschein zwingend bis zum 30.06.2021 eingelöst werden.

„Wir wollen, dass die Gutscheine so schnell wie möglich im Handel eingelöst werden. Daher schlagen wir vor, dass die Vergütung des Bonus nur dann wirksam ist, wenn die Gutscheine bis Mitte des Jahres eingelöst wurden“, erläutert der Merziger Verwaltungschef die Gründe für die Befristung.

Wenn der Stadtrat dem Vorschlag zustimmt, soll das konkrete Verfahren kurzfristig mit Vertretern der Fraktionen und von Gewerbetreibenden festgelegt werden. Auch die Sparkasse Merzig-Wadern, die Erfahrung mit dem VHG-Gutschein hat, hat ihre Bereitschaft signalisiert, bei Fragen der Abwicklung zu unterstützen.

Außerdem schlägt die Stadtverwaltung dem Stadtrat in der Sitzung am 10.02.2021 vor, die Jugendarbeit der Vereine finanziell zu unterstützen.

„Die Vereine sind von der Pandemie hart getroffen“, sagt Marcus Hoffeld. „Nicht nur der Trainings- und Probebetrieb ist komplett erlahmt, auch Veranstaltungen können nicht mehr durchführen werden. Dies bedeutet, dass den Vereinen wichtige Einnahmen für ihre Arbeit fehlen, die sie durch Konzerte, Wettkämpfe, eigene Veranstaltungen oder aber durch die Teilnahme an Festen erzielt hätten.“

Aus Sicht der Kreisstadt Merzig und des Bürgermeisters haben die Vereine eine große soziale Bedeutung, denn sie sind unter anderem eine wichtige Säule funktionierender Jugendarbeit.

„Die Kinder und Jugendlichen erleben dort Freizeitbeschäftigung, werden animiert sich für andere einzusetzen, lernen ein Miteinander kennen“, führt Marcus Hoffeld aus.

Um die Jugendarbeit der Vereine in dieser auch finanziell schwierigen Zeit zu unterstützen, soll ein einmaliger zusätzlicher Zuschuss in Höhe von 50.000 Euro zur Verfügung gestellt werden, über dessen Verteilung der Fachausschuss beraten soll.

„Nicht dass ein falscher Eindruck entsteht: Die Kreisstadt Merzig ist nicht über Nacht reich geworden, wir haben weiterhin finanzielle Nöte“, sagt Marcus Hoffeld und fügt hinzu: „Aber wir müssen in der jetzigen Situation langfristig denken und handeln: Jeder Euro, den wir jetzt unseren Gewerbetreibenden und unseren Vereinen zur Verfügung stellen, hilft in der jetzigen Situation. Wir wollen auch in Zukunft lebendigen Einzelhandel und lebendige Vereine – daher müssen wird diese jetzt unterstützen: Nicht nur mit Worten, sondern auch mit finanziellen Mitteln.“

Der Stadtrat wird in seiner Sitzung am 10.02.2021 über dieses einmalige Zuschussprogramm der Kreisstadt Merzig in Höhe von 250.000 Euro beraten.

 

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