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Altes Kita-Gebäude füllt sich mit neuem Leben

In Ballern wurde vergangene Woche eine neue Krippe offiziell eröffnet. In den Räumen des alten Kindergartens haben jetzt 22 Kinder ab acht Wochen und bis drei Jahre Platz. Zwei große, geräumige Spielzimmer lassen den Kleinen ausreichend Platz zum Spielen und Toben, sich zu bewegen und auf Entdeckungstour zu gehen. Ob gemeinsam musizieren oder ein leckeres Gericht in der Holzküche zaubern – nur wenige Wochen nach der Eröffnung der Krippe in Ballern ist diese bereits bestens mit Spielzeug ausgestattet und vermittelt jedem Kind die Geborgenheit, die es braucht, um sich nach seinen Fähigkeiten zu entwickeln. Ihren wohlverdienten Schlaf finden die Kinder in einem der 24 Kinderbetten. Darüber hinaus verfügt die Krippe über eine Küche und einen großen Flur, der neben den beiden Gruppenräumen der Bewegung der Kinder dient und in dem sie mit Bobby-Cars erste Fahrpraxis sammeln können. Schaukeln lassen sich ebenfalls an der Decke befestigen. Wie die Ortsräte von Ballern und Fitten bewilligten, kann das benachbarte Bürgerhaus bei schlechter Witterung an zwei oder drei Tagen für ein ausgelagertes Bewegungsangebot genutzt werden. Die Krippe Ballern verfügt damit über ein modernes Raumkonzept, in dem ein bedarfsgerechtes Betreuungsangebot, orientiert an aktuellen pädagogischen Entwicklungen, vorgehalten wird.

Bis zum Frühjahr 2019 soll auch die Außenfläche der Krippe zum Spielen fertig sein. Neben einer Netzschaukel werden dort ein Sandkasten und ein Multifunktionsgerät installiert. Auf der Bewegungsfläche können die Kinder derweil mit ihren Bobby-Cars eine Runde drehen. Aktuell arbeiten sieben Erzieherinnen in der Krippe, ab März 2019 gewinnt das Team eine Erzieherin dazu.

Mit dem Umbau des vorhandenen Kitagebäudes musste kein Neu- oder Erweiterungsbau an einem anderen Standort errichtet werden. Die ursprünglich geschätzten Baukosten beliefen sich auf 440 000 Euro. Aufgrund der festgestellten baulichen Mängel stieg die Prognose auf 590 000 Euro, wovon 510 000 Euro auf den Umbau und 80 000 Euro auf die energetische Sanierung entfallen.

In nur sechs Monaten wurden Wände neu verputzt, ein neuer Estrich gelegt und das Dach inklusive Dampfsperre erneuert. Beim Umbau der Kita zum Krippengebäude beabsichtigte die Kreisstadt, durch die energetische Sanierung des Gebäudes die dauerhaften Betriebskosten zu senken, die klimatischen Bedingungen für Kinder und Personal zu verbessern und nicht zuletzt einen Beitrag zur Reduzierung der CO2-Belastung zu leisten. 90 Prozent der rund 80.000 Euro, die in die Dach- und Fenstersanierung sowie Wärmedämmung der Fassade investiert wurden, übernimmt dabei das Ministerium für Inneres, Bauen und Sport aus Mitteln des Kommunalinvestitionsförderungsgesetzes (KinvFG). 137 000 Euro für die Baukosten seien durch das Bildungsministerium bereits fest zugesagt, weitere 72.000 Euro an Zuschuss übernimmt das Merziger Unternehmen kohlpharma. Hiermit führt das Unternehmen sein langjähriges Engagement in sozialen Anliegen und seine gute Zusammenarbeit mit der Kreisstadt fort. Die Kreisstadt hofft, dass sich das Land ebenso an den Mehrkosten in Höhe von insgesamt 120 000 Euro mit 40 Prozent beteiligt, wodurch der Zuschuss des Landes auf insgesamt 185 000 Euro steigen würde. Involviert ist überdies der Landkreis Merzig-Wadern als Träger der Jugendhilfe und beteiligt sich mit 30 Prozent an den Baukosten. Dies entspricht rund 103 000 Euro, die bereits zugesagt sind. Mit weiteren 36 000 Euro sei nach Prüfung der Mehrkosten zu rechnen. Die Kreisstadt selbst steuert insgesamt 194 000 Euro und somit 33 Prozent bei. Hoffeld bezeichnete dies als gut investiertes Geld und dankte den städtischen Gremien für die Bereitstellung der Mittel. Kreis und Stadt arbeiten seit vielen Jahren bei der Umsetzung der verschiedenen Kita-Bauprojekte in Merzig eng zusammen, was sich in der erfolgreichen Umsetzung einer großen Zahl von Bauprojekten ausgezahlt habe.

Mit dem Umbau des alten Kindergartens reagiert die Stadt Merzig auf die steigende Nachfrage an Krippenplätzen. Wie Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich in ihrem Grußwort erläuterte, steigen im Landkreis die Geburtenzahlen. Gleichzeitig bemerke sie den Wunsch der Familien, Beruf und Familienleben miteinander zu vereinbaren, so dass zukünftig mehr Krippenplätze zur Verfügung stehen müssen. Sie dankte daher allen Initiatoren für die Umsetzung des Bauprojektes und betonte: „Ein Landkreis kann nur dynamisch bleiben, wenn er Kinder hat und für diese attraktiv ist, so dass sie auch hier bleiben“, sagte Daniela Schlegel-Friedrich. Dabei sei es ebenfalls wichtig die örtlichen Unternehmen wie kohlpharma zu kennen. Prof. Edwin Kohl zeigte sich erfreut angesichts der neuen Räumlichkeiten der Krippe und sprach indes den Fachkräftemangel an. Es sei schwierig, Arbeitskräfte aus der Region zu finden.

Bürgermeister Marcus Hoffeld betonte in seinem Grußwort  den Umstand, dass die Umsetzung eines solchen Projektes trotz des im Vergleich zu den meisten anderen Landkreisen bzw. Kommunen im Saarland erreichten hohen Deckungsgrades in der Kreisstadt Merzig beim Krippenangebot durchaus keine Selbstverständlichkeit sei. „Ohne Förderung durch Zuschüsse, die bei einer Krippe bis zu 70 Prozent der Baukosten ausmachen kann, ist keine Stadt oder Gemeinde in der Lage, die erforderlichen Investitionen zu stemmen“, sagte Hoffeld. Er bedankte sich zunächst für die tolle Arbeit des Teams der Krippe, das mit der Erziehung der Kinder hervorragende Arbeit leiste und bei Prof. Edwin Kohl für seine finanzielle Unterstützung. „Das spricht für Ihr Unternehmen“, hob Hoffeld hervor. Seinen Dank richtete der Bürgermeister auch an alle Mitglieder des Stadt- und Ortsrates sowie seinen städtischen Kollegen für die Zusammenarbeit. „Ganz besonders bedanken möchte ich mich daher bei den verschiedenen Zuschussgebern, die dabei geholfen haben, die Umsetzung der Maßnahme zu finanzieren“, sagte Hoffeld.

Auch die Staatssekretärin des Ministeriums für Bildung und Kultur, Christine Streichert-Clivot, bedankte sich bei den Ortsräten für ihr Engagement, in Ballern wieder eine Krippe einzurichten und bei kohlpharma für die private Unterstützung der offiziellen Hand. In ihrem Grußwort sprach Streichert-Clivot das sogenannte „Gute-Kita-Gesetz“ an, das die Qualität der Kinderbetreuung verbessert und einen gebührenfreien Kita-Besuch für Kinder aus Geringverdiener-Familien ermöglicht. „Um jeder Familie den Zugang zu einer Krippe oder Kita zu gewähren, müssen wir die Elternbeiträge reduzieren“, sagte Streichert-Clivot. Diese Beitragsentlastung soll bereits 2020 kommen und sie verspricht: „Darunter wird die Qualität der Einrichtungen nicht leiden“. Ihren Dank für die wertvolle Arbeit der Erzieherinnen sprach sie ebenfalls aus und ermutigte alle Beteiligten dazu, sich mit Ideen in die Diskussion einzubringen, um die Bildungspolitik besser zu machen.

Dass sich die Investition in die neue Krippe in Ballern gelohnt hat, konnten die Gäste beim Rundgang durch die Einrichtung feststellen. Die beiden Gruppenräume, der kindgerecht gestaltete Küchen- und Essbereich und der auf die Bedürfnisse von Krippenkindern ausgelegte Sanitärbereich ermöglichen es Krippen-Leiterin Kerstin Zenner und ihrem Team, für die Kleinen ein behagliches und anregendes Spielumfeld zu schaffen. Ergänzt wird das Raumprogramm um ein Leitungsbüro, einen Personalraum und einen großzügigen Spielflur.

Bildergalerie

Auf dem Bild ist die Außenansicht der Krippe in Ballern zu sehen.
Eröffnung Krippe Ballern
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