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Ärztekongress bot wichtige Einblicke in die zukünftige Sicherung von Haus- und Fachärzten

Um auch in Zukunft eine gute Hausärzte- und Fachärzteversorgung in Merzig gewährleisten zu können, hatte die Kreisstadt Merzig gemeinsam mit der Kassenärztlichen Vereinigung Saarland sowie in Kooperation mit dem Merziger Praxisnetz e.V. zu einem Ärztekongress in die Merziger Stadthalle eingeladen.

Unter dem Motto „Zukünftige Ärzteversorgung in der Kreisstadt Merzig“ folgten zahlreiche Gäste der Einladung und wurden von Bürgermeister Marcus Hoffeld in der Stadthalle herzlich willkommen geheißen. Dabei betonte der Bürgermeister die Wichtigkeit einer frühzeitigen Haus- und Fachärztesicherung und sieht darin auch Standortvorteile für eine Stadt. „Glücklicherweise verfügen wir aktuell über ein gutes sowie breites Netz an Ärzten, da wir seit Jahren einen Schwerpunkt auf das Thema Gesundheit setzen“, zeigte sich Hoffeld über die derzeitige Situation in Merzig zufrieden und fügte hinzu, dass es das Ziel sein muss, diese Strukturen auch in Zukunft zu erhalten. „Mit der Errichtung des Gesundheitscampus mit dem SHG-Klinikum als Herzstück ist es uns frühzeitig gelungen, die Weichen für eine ideale medizinische Versorgung zu stellen, die uns nun auch helfen soll, hochwertiges und qualifiziertes Personal in Merzig zu halten bzw. nach Merzig zu locken“, erklärte Hoffeld, der allen Beteiligten zur Organisation des Ärztekongresses seinen Dank aussprach.

Aus dem Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit war Paul Maurer, in Vertretung für Staatssekretärin Bettina Altesleben, nach Merzig gekommen. Er dankte Bürgermeister Marcus Hoffeld, der Kassenärztlichen Vereinigung und dem Merziger Praxisnetz für die Veranstaltung und hob die Brisanz des Themas hervor. Die Kreisstadt Merzig habe bereits mit der Initiierung des Gesundheitscampus Merzig gezeigt, dass Stadtverwaltung, Klinikträger und Ärzte in Merzig eng zusammenarbeiten. Nun rechtzeitig gemeinsam das Thema „zukünftige Haus- und Fachärzteversorgung“ anzugehen, sehe er daher als Chance, sich für die nächsten Jahre gut aufzustellen und die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung dauerhaft zu sichern.

Anschließend gab Dr. med. Volker Rettig-Ewen, der Gründungsvorsitzende des Merziger Praxisnetzes e.V., im Rahmen eines Impulsvortrags einen Einblick in die aktuelle Versorgungsstruktur in der Kreisstadt Merzig. Dabei erklärte Dr. Rettig-Ewen, dass Merzig aktuell über eine hervorragende Ärzteversorgung verfüge, jedoch bereits jetzt bei einigen Fachärzten mit längeren Wartezeiten gerechnet werden muss. Daher wird es mittel- und langfristig von enormer Bedeutung sein, neue Ärzte für den Standort Merzig zu gewinnen und diese in Verbindung mit den eingesessenen Ärzten am Gesundheitsstandort Merzig zu binden.

Dr. med. Joachim Meiser, vom Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung sprach in seinem Grußwort von den aktuellen Entwicklungen im Bereich der ambulanten Versorgung, insbesondere von neuen Tätigkeitsformen in Anstellung und Teilzeit, aber auch interessanten Fördermöglichkeiten bereits im Studium bis hin zu einer kontinuierlichen Begleitung und Beratung auch nach der Niederlassung. Darüber hinaus informierten Mitarbeiterinnen der Kassenärztlichen Vereinigung über die Versorgungssituation und Aktivitäten der Kassenärztlichen Vereinigung zur Förderung des ärztlichen Nachwuchses.

Einen Vortrag zum Thema „Zukunftsfähige Konzepte und Versorgungsstrukturen für ländliche Regionen“ hielt Ingo Jakschies, der Experte für kommunale Versorgungsstrukturen ist. Dabei setzte er seinen Schwerpunkt auf die zukünftige Haus- und Fachärzteversorgung und ging zudem auf das Nachfolgemanagement ein.

In Form von zwei Video-Einspielern wurden im Anschluss Best-Practice-Beispiele vorgeführt. Dabei wurden das Baiersbronner Modell der Hausärzte am Spritzenhaus und die moderne Landarztpraxis anhand eines Beispiels aus Schleswig-Holstein den interessierten Gästen präsentiert. Abschließend fand eine halbstündige Diskussionsrunde statt.

Bürgermeister Marcus Hoffeld dankte in seinem Resümee allen Beteiligten für das Interesse an diesem wichtigen Thema, insbesondere der KV Saarland, dem Gesundheitsministerium und dem Merziger Praxisnetz.

Dr. Jürgen Meiser hob nochmals hervor, wie wichtig es sei, rechtzeitig, das heißt mit einem Vorlauf von etwa 3 Jahren, das Nachfolgemanagement der eigenen Praxis anzugehen. Und auch Ingo Jakschies appellierte in seinem Schlusswort an die Merziger Praxisinhaberinnen und –inhaber, rechtzeitig aktiv zu werden und die Praxis attraktiv für Mitarbeitende und angestellte Ärzte zu machen. Gerade für junge Medizinerinnen und Mediziner sei es wichtig, dass die Praxis „bemerkenswert“ ist und sich auch so nach außen präsentiert.

Dr. Rettig-Ewen sieht den Ärztekongress als Chance und als gelungenen Auftakt, dass Merziger Ärzte wieder miteinander ins Gespräch kommen und gemeinsam an den Stellschrauben für eine erfolgreiche Zukunft und eine gute ärztliche Versorgung der Patientinnen und Patienten in der Kreisstadt Merzig drehen.

Mit einem Umtrunk in lockerer Atmosphäre ging der Ärztekongress in Merzig zu Ende, der viele interessante Aspekte beleuchtete und wertvolle Informationen für eine sichere Hausärzte- und Fachärzteversorgung in Merzig lieferte.

 

Bildergalerie

Das Foto zeigt Dr. med. Joachim Meiser bei seiner Ansprache auf dem Ärztekongress in der Merziger Stadthalle.
Das Foto zeigt die Besucher des Ärztekongresses in der Merziger Stadthalle.
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