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40 Jahre Wolfspark Werner Freund

Die Kreisstadt Merzig lud am Sonntag, 28. Oktober 2018, anlässlich des fertiggestellten Umbaus und des 40-jährigen Bestehens zu einem Bürgerfest in den Wolfspark Werner Freund ein.

Bürgermeister Marcus Hoffeld begrüßte zahlreiche Gäste, darunter die saarländische Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger, Umweltstaatssekretär Roland Krämer, die Landtagsabgeordneten Martina Holzner und Frank Wagner, Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich, Mitglieder der städtischen Gremien und Erika Freund.

„Die Kreisstadt Merzig hat den Wolfspark Werner Freund dank der großzügigen finanziellen Unterstützung durch das Land in den vergangenen Jahren in insgesamt drei Bauabschnitten umfassend umgebaut und dessen Attraktivität weiter gesteigert“, erklärte Bürgermeister Hoffeld in seiner Ansprache. Als „Stadt der Wölfe“ verfüge Merzig mit dem Wolfspark über eine einzigartige touristische Attraktion – „über ein Alleinstellungsmerkmal mit bundesweiter Ausstrahlung“, wie Hoffeld feststellte. „Unser Wolfspark ist ein wahrer Besuchermagnet und wird pro Jahr von etwa 100.000 Touristen aus allen Teilen der Welt aufgesucht“, betonte Marcus Hoffeld.

Anlässlich des 40-jährigen Bestehens des Wolfsparks würdigte der Bürgermeister im Besonderen die Forschungsarbeit von Werner Freund. Als Gründer, Initiator und Motor des Merziger Wolfsparks habe er sich bis zu seinem Tode am 9. Februar 2014 über Jahrzehnte intensiv mit Wölfen beschäftigt, sie aufgezogen und als Wolf unter Wölfen gelebt. „Sein „Erbe“ zu bewahren, und die für sich sprechenden jährlich steigenden Besucherzahlen haben die Kreisstadt Merzig dazu bewogen, den Wolfspark Werner Freund stetig weiter als touristische Attraktion auszubauen“, unterstrich der Bürgermeister.

Die Gesamtkosten aller drei Bauabschnitte belaufen sich auf rund 2,35 Mio. €. Davon erhielt die Kreisstadt Merzig vom saarländischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr aus Mitteln der Tourismusförderung einen Zuschuss in Höhe von 1.566.795 €.

Hoffeld dankte dem Land im Namen der Kreisstadt Merzig für die großzügige Förderung im Zusammenhang mit dem Um- und Ausbau des Wolfsparks, dem Merziger Stadtrat für die Unterstützung und Mittelbereitstellung und den Mitarbeitern aller beteiligten Fachbereiche der Stadtverwaltung für die gute Planung und Umsetzung. Den beteiligten Firmen attestierte Hoffeld ebenfalls eine sehr gute Arbeit. Zugleich richtete der Bürgermeister seinen Dank an Tatjana Schneider und Michael Schönberger für ihre kompetente und vorbildliche Arbeit im Wolfspark sowie an den „Förderkreis Merziger Wolfsgehege e. V.“ für dessen wertvolle Unterstützung.

„Der Wolfspark ist bundesweit einzigartig und ein wichtiges Aushängeschild für den saarländischen Tourismus“, erklärte Ministerin Anke Rehlinger. „Wir unterstützen das Projekt sehr gerne – das liegt zum einen am touristischen Potenzial der Kreisstadt Merzig, aber natürlich vor allem am eindrucksvollen Lebenswerk von Werner Freund. Ich wünsche auch in Zukunft viel Erfolg und natürlich viele Besucher!“, so die Ministerin.

In den vergangenen Jahren hat die Kreisstadt Merzig alle Gehege im Süd- und Nordareal inklusive der Umzäunung komplett umgebaut und deren Fläche mehr als verdoppelt. Alle Gehege erhielten Ausweich- bzw. Notgehege. Die Wege wurden komplett instand gesetzt. Zur Unterhaltung der Gehege und zur Pflege der Tiere wurden neue „Betriebswege“ bzw. „Futtergänge“ geschaffen. Die notwendige Strom- und Wasserversorgung wurde neu angelegt. Ein weiterer wichtiger Baustein der Erweiterung sind mehrere Aussichtstürme, die es den Besuchern nunmehr ermöglichen, die Tiere noch besser zu beobachten.

Im Rahmen des dritten Bauabschnitts wurde der 2,35 m hohe Außenzaun um den gesamten Park über eine Länge von über zwei Kilometer mit einem Untergrabschutz versehen. Ferner sind für das Team, das sich im Auftrag der Kreisstadt Merzig um den Wolfspark kümmert, zu dem neben Tatjana Schneider und Michael Schönberger eine weitere Vollzeit- und eine weitere Teilzeitkraft gehören, neue Personalräume entstanden. Darüber hinaus wurden die Zufahrtstraße zum Wolfspark sowie der Parkplatz erneuert. Am Parkplatz wurde zudem eine Bushaltestelle angelegt und im kompletten Park hat die Stadt die Beschilderung verbessert und neue Informationstafeln angebracht.

Darüber hinaus wurde der Bau eines Eingangs- und Informationsgebäudes durch die Tourismusförderung ermöglicht, das im Rahmen des Förderprogramms „LEADER“ ausgestattet werden konnte. Die in Kooperation mit dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) erstellten Informationsmaterialien ermöglichen den Besuchern, mehr über den Wolf, dessen Verhalten und den Umgang mit Wölfen zu erfahren. In diesem Zusammenhang unterzeichneten Bürgermeister Marcus Hoffeld und Heike Finke vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) eine Kooperationsvereinbarung. Der NABU wird vor dem Hintergrund der selbständigen Rückkehr des Wolfes nach Deutschland Informationsmaterial der Kampagne „Willkommen Wolf“ zur Verfügung stellen und die NABU-Wolfsbotschafter des Saarlandes werden an besonderen Veranstaltungen im Wolfspark teilnehmen. Ein Elektro-Wolfsmobil wird künftig Schulen und Kindergärten anfahren, um dort über den Wolf zu informieren. Hoffeld richtete an dieser Stelle seinen Dank an das saarländische Umweltministerium, das dieses Projekt mit Mitteln von rd. 21.500 € (70 % der Ausstattungskosten) der EU und des Landes unterstützte.

„Der Wolfspark in Merzig mit seinem neuen, modernen Infozentrum leistet einen wichtigen Beitrag zur Information und Aufklärung der Bevölkerung“, erklärte Umweltstaatssekretär Roland Krämer. „Das ist um so wichtiger, als der Wolf ja deutschlandweit auf dem Vormarsch ist und früher oder später auch das Saarland erreichen wird. Bisher konnte er noch nicht sicher im Saarland nachgewiesen werden. Wir haben aber bereits 2015 einen Wolfsmanagementplan erarbeitet, um auf seine Ankunft vorbereitet zu sein“, sagte Krämer.

„Trotz der maßgeblichen Aufwertung des Wolfsparks Werner Freund wird die Kreisstadt Merzig auch in Zukunft auf die Erhebung eines Eintritts verzichten“, betonte Marcus Hoffeld. Dadurch sei gewährleistet, dass der Bereich des Wolfsparks uneingeschränkt auch für Naherholungssuchende und die Besucher des Premiumwanderweges „Wolfsweg“ zugänglich bleibe. Auch die von Werner Freund eingeführten Besuchervorträge und Schaufütterungen sollen weiterhin Bestandteil des Konzeptes bleiben.

Den gesamten Tag über wurde den Besucherinnen und Besuchern ein attraktives und abwechslungsreiches Programm geboten. Neben Führungen durch den Wolfspark mit Tatjana Schneider und Michael Schönberger gestaltete die Kinder-Garde des Brotdorfer Karnevalsvereins „BCV“ ein interessantes Kinderprogramm, unter anderem mit einem Glücksrad, wo es schöne Preise zu gewinnen gab. Für Speis und Trank sorgten der „Wolfskrug“ und der Schützenverein Merzig.

Auch die kommenden Tage stehen ganz im Zeichen des Wolfsparks. So eröffnete Umweltminister Reinhold Jost am Montag, 29.10.2018, eine große Wanderausstellung „Die Rückkehr der Wölfe“ in der Stadthalle. Noch bis 9. November findet die Ausstellung „Wo die Wölfe heulen“ mit Fotografien von Michael Schönberger im Rathausfoyer statt.

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Bildergalerie

Das neue Informationsgebäude beim Eingang des Wolfsparks
Einige Ehrengäste, darunter Bürgermeister Marcus Hoffeld, Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich und Ministerin Anke Rehlinger, stehen vor dem neuen Informationsgebäude beim Eingang des Wolfsparks.
Bürgermeister Marcus Hoffeld und Heike Finke von der NABU unterzeichnen den Kooperationsvertrag.
Tatjana Schneider steht vor einem Wolfsgehege und erzählt Besuchern etwas von den Wölfen.

Standort und Anfahrt

Wolfspark Werner Freund, Waldstraße, Merzig, Deutschland


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