St. Peter Merzig

Pfarrkirche St. Peter

Blickfänge sind der um 1738 vermutlich von dem Saarlouiser Bildhauer Ferdinand Ganal geschaffene Hochaltar mit der krönenden Pelikanfigur, einem frühchristlichen Symbol, das aus dem 14. Jahrhundert stammende gotische Pestkreuz über dem Altar, die Drehtaufe oder die erst vor wenigen Jahren wiederentdeckte und restaurierte Nikolausstatue.

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Pfarrkirche St. Peter

Einziger erhaltener romanischer Sakralbau im Saarland

St. Peter wurde um 1200 von Wadgasser Prämonstratenserchorherren, die als Nachfolger der Augustinerchorherren 1182 nach Merzig gekommen waren, als Klosterkirche errichtet. Der Grundriss zeigt eine dreischiffige Basilika mit Querhaus, Chornebentürmen, Nebenapsiden und einem westlichen Einzelturm. Das wappenverzierte gotische Kreuzgewölbe wurde erst im 16. Jahrhundert nach einem Brand eingezogen. Im Zuge einer Renovierung in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts wurde das Nordseitenschiff um die Marienkapelle nach Westen verlängert, während das südliche Seitenschiff eine neue Eingangshalle erhielt. Besondere architektonische Aufmerksamkeit verdienen die beiden Nordportale, das kleine "Friedhofsportal" am Querhaus und das größere Haupt- und Laienportal am Seitenschiff. Im Zuge der im Dezember 2004 abgeschlossenen umfangreichen Außensanierung von St. Peter wurde das frühere Hauptportal im Westturm wieder geöffnet.

Im Innern von St. Peter erwartet den Besucher eine große Zahl kultischer Kunstwerke, vor allem aus der Zeit des Barock. Besonderes zu erwähnen sind beispielsweise die Christus, Maria und die 12 Apostel darstellenden Figuren, die um 1700 von Wolfgang Stupeler gefertigt wurden. Sehenswert ist auch die aus dem 17. Jahrhundert stammende Pietà in der Nebenkapelle im Nordquerhaus. Weitere Blickfänge sind der um 1738 vermutlich von dem Saarlouiser Bildhauer Ferdinand Ganal geschaffene Hochaltar mit der krönenden Pelikanfigur, einem frühchristlichen Symbol, das aus dem 14. Jahrhundert stammende gotische Pestkreuz über dem Altar, die Drehtaufe oder die erst vor wenigen Jahren wiederentdeckte und restaurierte Nikolausstatue. Bei umfangreichen Renovierungsarbeiten im Jahr 1984/85 wurden auch wieder die im Rahmen des II. Vatikanischen Konzils überstrichenen Malereien des Merziger Malers Heinrich Klein freigelegt, der diese nach Vorlagen von Eduard von Steinle im Stil der Nazarener Schule gefertigt hat.

Als das bedeutendste Bauwerk unserer Stadt und einziger erhaltener romanischer Sakralbau im Saarland prägt die Pfarrkirche St. Peter vor allem für die Besucher, die von Osten her aus Richtung Brotdorf kommen, das Bild der Kernstadt. Trotz der vielfältigen Veränderungen, die St. Peter im Lauf seiner langen Geschichte durch Brandkatastrophen, Kriegszerstörungen oder Umgestaltungen im Stile des jeweiligen Zeitgeistes erfahren hat, hat die Kirche, abgesehen vom Westbau, ihre ursprüngliche Gestalt weitgehend behalten.

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