Ballern

Im heutigen Stadtteil Ballern sind die früheren Gemeindeteile Ballern, Rech und Ripplingen zusammengefasst. Die Zeugnisse menschlicher Besiedlung reichen in Ballern weit in vorgeschichtliche Zeiten zurück. So wurden im Rahmen des Kiesabbaus in Ballern-Rech zwischen Ende des 19. Jahrhunderts und 1950 rund 60 Urnengräber der späten Bronzezeit (1.200 v. C.) entdeckt, die Teil eines in seiner Art und den Ausmaßen im Saar-Lor-Lux-Raum einmaligen Gräberfeldes sind. Die zugehörige Siedlung dürfte sich im Bereich der dortigen Saarterrasse befunden haben. Einzelne Grabfunde der späten römischen Kaiserzeit (4. JH n. C.) belegen die Siedlungskontinuität auch in der nachfolgenden Zeit römischer Herrschaft. 

Der Name des Ortes leitet sich ab aus dem Sitz einer Sippe namens Balder oder Baldheri. Wie in einer Reihe anderer Stadtteile fanden sich in Ballern Gräber der Frankenzeit. Als "Baldringen" taucht Ballern erstmals in der ersten Hälfte des 11. JH auf. Zahlreiche Urkunden aus dem 14. und 15. JH belegen den Erwerb oder den Verkauf von Rechten durch die Herren von Baldringen. Ende des 16. JH bleibt auch Ballern nicht von der Hysterie der Hexenverfolgung verschont. 1603 wird eine Frau aus Ballern als Hexe verbrannt. Der 30jährige Krieg entvölkert die Orte der linken Saarseite, 1663 werden in sieben Dörfern noch 16 Einwohner gezählt. 1790 kommen Ballern, Rech und Ripplingen, zwischenzeitlich wieder auf 263 Einwohner angewachsen als Teil des Moseldepartements unter französische Herrschaft. Anfang des 19. JH entsteht in Ballern die erste Ziegelei, in den nächsten Jahren und Jahrzehnten folgen weitere Betriebe, so dass dieses Handwerk, neben der Landwirtschaft, zunehmende Bedeutung für den Ort gewinnt. Der 1. Pariser Frieden (1814) bringt Ballern  als Teil der österreichisch-bayerischen Landadministration wieder zurück nach Deutschland. Im 19. JH wandern immer wieder Ballerner Familien nach Amerika aus. 1852 wird eine eigene Schule errichtet, die 30 Jungen und 31 Mädchen besuchen. Im Zuge der saarländischen Gebiets- und Verwaltungsreform von 1974 werden Ballern, Rech und Ripplingen als Stadtteil in die neue Stadt Merzig eingegliedert. Heute wohnen in Ballern rund 1.180 Menschen.

In der Ortsmitte, unmittelbar an der Verbindungsstraße nach Hilbringen und Schwemlingen, findet sich die aus dem Jahr 1954 stammende Ballerner Kapelle. Der Vorgängerbau musste 1941 leider abgebrochen werden. Die kleine Glocke, die in das neue Gottehaus übernommen wurde, trägt die Jahreszahl 1738.

Donnerstag, 28.06.2018

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