„Klinikalarm 2018“ - Jahreshauptübung am SHG-Klinikum

Dienstag, 4 September 2018

Gegen 18.30 Uhr kommt es auf der Station C3 im Zimmer 1.108 (Bereitschaftszimmer Hebamme) zu einem Brandausbruch. Die Zimmertür ist geschlossen die Fenster sind geöffnet.

Die Rauchmelder 24/06 – 25/05 im Flurbereich reagieren und lösen Feueralarm über die Brandmeldeanlage aus.

Das Pflegepersonal wird durch die Warnleuchte und die angewählten Dect-Telefone aufmerksam und erkennt bereits eine leichte Rauchentwicklung im Flur.

Während der vom Personal eingeleiteten Räumung der Station kommt es zu einer Verrauchung des Flurbereiches und zum Vollbrand des Zimmers mit Flammenüberschlag und Verrauchung über die geöffneten Fenster in Teilen des 2. OG in dem sich die Stationen Innere 1 und 2 befinden. Der Koordinierende Einsatzleiter übernimmt die Einsatzleitung bis zum Eintreffen der Feuerwehr und ordnet erste Maßnahmen an. Er ist allen Mitarbeitern weisungsbefugt und wird u.a. durch die Brandschutzhelfer unterstützt. Die Patienten auf den betroffenen Stationen werden in Sicherheit gebracht und betreut. Dabei wird festgestellt, dass sich mehrere Personen verletzt haben. Gehfähige Patienten sind aus Panik über Fenster auf das Flachdach geflüchtet. Zur Weiterversorgung werden die Verletzten innerhalb der Klinik durch Mitarbeiter und Rettungsdienst versorgt. Der Diensthabende der Zentrale des Hauses löst nach Alarmplan aus und über die Brandmeldeanlage wird zur Fa. Siemens alarmiert. Die Einsatzkräfte aus den Bereitstellungen in den jeweiligen Standorten werden über die Führungskräfte alarmiert. Ziel der Übung für die Klinik intern war die Auslösung des Alarmplanes, das Arbeiten in der Klinikeinsatzleitung und die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr, die internen Alarmpläne und die vorgesehenen Maßnahmen im Haus. Extern wurde die Rettung und Brandbekämpfung, der Einsatz der Führungsebenen, die Feuerwehrumfahrten und Aufstellungen der Fahrzeuge, die Bereitstellungsräume und die Atemschutzlogistik geübt. Die Übung lief mit rund 70 Einsatzkräften und 11 Einsatzfahrzeugen aus den Löschbezirken Merzig, Besseringen, Merchingen und Brotdorf ab.

Der Malteser Hilfsdienst Merzig und das DRK stellten den Rettungsdienst. Außerdem waren auch Mitarbeiter der Notfallbetreuung vor Ort. Und die Polizei kümmerte sich um den Verkehr rund um das Klinikum. Nach gut 90 Minuten ist der „Brand“ gelöscht und alle Vermissten und Verletzten geborgen, so dass mit dem Rückbau begonnen werden konnte.

Die Übungsziele seien, so der Löschbezirksführer Joachim Maxheim, überall erreicht worden. Dabei habe nicht alles auf Anhieb funktioniert, aber dafür werde ja geübt, so der Übungsleiter. Aufmerksame Beobachter der Übung waren auch Bürgermeister Marcus Hoffeld und Ortsvorsteher Manfred Klein.

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