Mit viel Musik feierte das Peter-Wust-Gymnasium die Einweihung des Erweiterungsbaus

Montag, 3 September 2018

Im Rahmen des Schulfestes wurde am vergangenen Samstag der Erweiterungsbau des Peter-Wust-Gymnasiums feierlich eingeweiht. Zu den Klängen von John Miles‘ „Music“ und mit einem Konzert des Mittel- und Oberstufenchors Chorioso sowie des Orchesters wurden die beiden neuen Musik- und Kunstsäle der Schule offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Die Schulleiterin des PWGs, Gabriela Hewer, nannte die offizielle Inbetriebnahme des Neubaus einen „Festtag“. Nach ihren Worten sei mit dessen Fertigstellung ein wesentlicher Schritt gegen die Raumnot des Gymnasiums sowie zu einem störungsfreien Unterricht getan worden. Bis der Bau eines neuen Gebäudes im Kreistag im vergangenen Jahr beschlossen wurde, sei viel Überzeugungsarbeit geleistet worden, führte Gabriele Hewer aus. Bereits 2012 wurde der erste Bauantrag des PWG für den Erweiterungsanbau gestellt. Mangelnder Platz für Schulklassen und die Beeinträchtigung anderer Klassen durch die Geräuschkulisse beim Musikunterricht waren ausschlaggebend für den Wunsch nach neuen Schulräumen. Dass dieser Wunsch nun wahr wurde, sieht Hewer als Anerkennung für den fachkompetenten Unterricht des Gymnasiums. Zudem sprach sie ihren Dank für die hervorragende Zusammenarbeit an alle Beteiligten aus.

Wie Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich ergänzte, habe der Wunsch nach einer Erweiterung für das PWG einen längeren Fortlauf erfahren müssen, der sich aufgrund von vorübergehend zurückgehenden Anmeldezahlen verzögerte. „Schließlich mussten alle einsehen, dass in Räumlichkeiten investiert werden muss“, sagte die Landrätin angesichts des nun gelösten Raummangels. Mit dem Neubau, der insbesondere den Fächern Musik und Bildende Kunst zugute kommt, habe der Kreistag zeitgleich beschlossen, dass die Musiksäle ebenfalls der Merziger Musikschule zur Verfügung stehen und diese von den zusätzlichen Kapazitäten profitiert.

Dabei konnte der Kostenrahmen von rund 1,7 Millionen Euro, die unter anderem mit einer Bedarfszuweisung des saarländischen Innenministeriums in Höhe von 800 000 Euro finanziert wurden, trotz des Verdachts auf eine Weltkriegsbombe eingehalten werden. Daniela Schlegel-Friedrich erinnerte daran, Schulen als Investition für die Zukunft zu sehen. Sie bedankte sich bei allen Mitwirkenden sowie dem Kreistag des Landkreises für die gute Zusammenarbeit.

Mit dem Bau erreiche die Schule ihre Ziele und stärke ihr Profil, sagte die Landrätin. Das Ziel sei, jungen Menschen eine optimale Bildung zu ermöglichen. „Wenn man der Wirtschaft helfen will, muss man an den Schulen arbeiten und Fachkräfte ausbilden“, erläuterte sie. Auch Bürgermeister Marcus Hoffeld nannte die Errichtung des Anbaus „gut investiertes Geld in diese musikalische Schule“. Die Schüler seien nun gut versorgt, sagte er. Seinen Dank für die Realisierung richtete er an alle Mitwirkenden und die 27 ausführenden Unternehmen, von denen 24 aus der Region stammen.

Mit der Frage „Wohin gehört die Kunst und wohin die Musik“ beschäftigte sich Peter Lauer vom Planungsbüro BTB Lauer. Man habe sich schlussendlich dafür entschieden, die Musik durch Räume im Obergeschoss dem Himmel näherzubringen und die Kunst durch die darunter befindlichen Räume zu erden. Die Verantwortung über das Gebäude übertrug er mit einer symbolischen Schlüsselübergabe an die Schulleiterin.

Bewilligt hatte der Kreistag als Entscheidungsgremium des Schulträgers Landkreis das neue Bauwerk im Februar 2017. Der Bau des zweistöckigen Gebäudes begann im Juli 2017. Die Inbetriebnahme fand pünktlich zum Schuljahr am 6. August an und damit vor der offiziellen Einweihung am 1. September.

Auf der 624 Quadratmeter großen Fläche befinden sich auf zwei Stockwerken je zwei Fachräume für Musik und Bildende Kunst sowie Vorbereitungsräume und ein Technikraum. Im Zuge der Barrierefreiheit verfügt das Gebäude über einen Fahrstuhl und eine behindertengerechte Toilette.

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