US CAR Treffen zum ersten Mal am Merziger Kirchplatz

Montag, 28 Mai 2018

Ein Hauch vom amerikanischen Way of Life war am vergangenen Wochenende in Merzig zu spüren: Auf dem Merziger Kirchplatz präsentierten mehr als 50 private Aussteller ihre amerikanischen Fahrzeuge: Von zahlreichen Ford Mustangs unterschiedlicher Baujahre bis hin zu spritzigen Chevrolets wie der Corvette oder Chevelle von 1969 kamen Autoliebhaber voll auf ihre Kosten. Beim ersten US CAR Treffen standen über 80 amerikanische Autos, die aus ganz Deutschland und den umliegenden Nachbarländern kamen, am Samstag und Sonntag Spalier am Kirchplatz von der Pfarrkirche St. Peter. Dass Michaela und ihr Mann Silvester Schwinge die Fahrzeugausstellung dort veranstalten durften, war ein großer Wunsch von ihnen, den die Kreisstadt Merzig ihnen erfüllte. „Wir haben es uns genauso vorgestellt, wie es jetzt ist“, schwärmte Michaela Schwinge. „Wir wollten eine Veranstaltung, die sich Familien leisten können“, sagte sie, daher war der Eintritt für Kinder bis 12 Jahre kostenlos. Die Kleinsten konnten sich auf den beiden Hüpfburgen nach Belieben austoben oder sich beim Kinderschminken schöne Masken malen lassen. Besucher hatten die Gelegenheit, die ausgestellten Autos zu bewerten und Punkte zu verteilen, die schließlich in die Bewertung der Jury mit einflossen, die die Fahrzeuge anhand von Lack, Details, Zustand und Charme beurteilte. Gewonnen hat Steven Dillenseger aus Saarwellingen mit seinem schwarzen Dodge Charger von 1968. Vor vier Jahren hat sich der gelernte Mechatroniker mit diesem Schmuckstück einen langgehegten Traum erfüllt, das Armaturenbrett komplett modernisiert und hütet ihn nun wie seinen Augenschatz. Zu den zahlreichen Fords, Jeeps, Pick-Ups und Chevrolets gesellte sich auch ein AMC AMX und ein waschechtes amerikanisches Polizeiauto wachte mit lautstarker Sirene über Recht und Ordnung. Das älteste Auto gehört Jempko aus Luxemburg. Über einen Bekannten kam er an seinen Ford A aus dem Jahr 1929. Als der Karosseriebauer den damaligen Scheunenfund erstmalig erblickte, dachte er sich „Das wird meins“. Acht Monate werkelte er an seinem Herzstück, bis er es wieder zum Laufen brachte. Ausgestattet mit Bomber-Sitzen statt einer Sitzbank. wie es bei amerikanischen Autos üblich ist, und einem Corvette-Motor ging das Auto in den 50er Jahren an den Start von Rennen – daher fehle ihm auch die Motorhaube, um ihn für die Rennen leichter zu machen.

Bei der Benefizveranstaltung begeisterten an beiden Tagen drei Bands Groß und Klein. Am Samstag spielten Albatross Rodeo und Honey Creek und am Sonntag waren Memphis unplugged zu hören. Eine einzigartige Gelegenheit bot sich dabei, den Airbrushern von Airletic Arts bei ihrer Arbeit über die Schulter zu schauen. Und im angrenzenden Tattoostudio heidari Tattoo wurde gegen eine Spende für den guten Zweck Kunst unter die Haut aufgetragen.

Der Erlös aus dem Verkauf von Getränken, Kaffee und Kuchen sowie aus der Tattooaktion, der Tombola und den Eintrittsgeldern kommt dem Kinder-Hospizdienst Saar sowie dem Förderverein St. Peter zu Gute.

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