Grenzüberschreitendes Testfeld zum autonomen Fahren wird ausgeweitet

Dienstag, 26 September 2017
Digitales Testfeld

Quelle: Google Maps

Verkehrsministerin Anke Rehlinger wertet den Beitritt des Großherzogtums Luxemburg zum deutsch-französischen Testfeld als Bestätigung für die bisherige Arbeit im Saarland am vernetzten und automatisierten Fahren. „Damit wird die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der Großregion um einen wichtigen Partner erweitert. Alle Seiten wird der Beitritt nutzen. Die Teststrecke wird einen weiteren internationalen Schub erfahren“, sagt die Ministerin. Das Bundesverkehrsministerium und das luxemburgische Verkehrsministerium hatten die Zusammenarbeit offiziell auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt bekannt geben.

Auch Merzigs Bürgermeister Marcus Hoffeld blickt der Ausweitung des Testfeldes freudig entgegen. „ Mit der Kooperation mit Luxemburg konnte ein weiterer wichtiger Partner gewonnen werden, der die Attraktivität des Testfeldes erheblich aufwertet. So kann aufgrund der Zusammenarbeit von drei Ländern ideal der grenzüberschreitende Verkehr erforscht werden“, erklärte der Verwaltungschef.

Mit dem Beitritt Luxemburgs wird der bereits bestehende Testbereich ausgeweitet und ein neues trinationales Ringsystem geschaffen. Künftig werden so Forschungsfahrten von Metz über Thionville nach Luxemburg und dann zurück nach Merzig, Saarlouis, Saarbrücken und Metz möglich. Dadurch lassen sich Erkenntnisse aus drei verschiedenen Verkehrsräumen gewinnen“, so Verkehrsministerin Rehlinger. Sie versteht das Testfeld auch als Angebot an Industrie und Forschung: „Institutionen und Unternehmen haben die Möglichkeit, neue Technologien grenzüberschreitend zu erforschen und zu erproben.“ Bisher stellten unterschiedliche Kommunikations- und Verkehrssysteme in den jeweiligen Ländern enorme Herausforderungen für die Zusammenarbeit dar. Auch hier setzt die Zusammenarbeit an. Im Fokus des Länder-Verbundes stehen grenzüberschreitende Lösungen beispielsweise für durchgängige Verkehrswarndienste, grenzübergreifende Szenarien im ÖPNV und Güterverkehr oder eine grenzüberschreitende Baustellenkommunikation.

Konkrete Projektschwerpunkte wird Luxemburg auf der nächsten Sitzung eines extra eingerichteten Steuerungskreises benennen. Er wird Ende September im saarländischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr tagen. Dann wird diskutiert werden, was das Großherzogtum Luxemburg an Infrastruktur und Organisation einbringen wird und wie der notwendige Rechtsrahmen für Erprobungsfahrten abgesteckt werden wird.

Um alle Fragen rund um das vernetzte und automatisierte Fahren kompetent zu begleiten, wurde im saarländischen Wirtschaftsministerium eigens eine Kommunikations- und Koordinierungsstelle eingerichtet. Sie ist erreichbar unter smartmobility@wirtschaft.saarland.de oder telefonisch unter 0681/501-3405.

  • Wetter in Merzig

  • ° 00:00
Image