30 Jahre Städtepartnerschaft Merzig und St. Médard-en-Jalles

Montag, 18 September 2017

Der Bürgermeister der Kreisstadt Merzig, Marcus Hoffeld, begrüßte am Sonntag-Abend zahlreiche Gäste aus Merzig und St. Médard-en-Jalles zu einem Festabend im Rahmen der Feierlichkeiten zum 30-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft zwischen den beiden Städten aus Frankreich und Deutschland. Hoffeld sprach von einer Vielzahl persönlicher Verbindungen, die durch diese Städtepartnerschaft entstanden seien. Das Treffen an diesem Sonntag sei ein Ausdruck einer tiefen Freundschaft zwischen den Städten. Der gemeinsame Entschluss von 1986 sei richtig und erfolgreich gewesen, so der Bürgermeister weiter. Es sei gelungen die Freundschaft zwischen den beiden Nachbarvölkern Deutschland und Frankreich zu festigen und damit zu einem vereinten Europa in Frieden und Freiheit beizutragen. Marcus Hoffeld bedankte sich deshalb bei allen, die mitgeholfen haben, das Werk zu tragen und denen, die es auch zukünftig tragen wollen. Sein herzlicher Dank ging aber auch an die Freunde aus St. Médard, deren Besuch und die gemeinsam erlebte Zeit erneut gezeigt habe, dass diese vertrauensvolle Partnerschaft nichts von ihrer Lebendigkeit verloren habe und von enger Freundschaft geprägt sei. Der Bürgermeister bekräftigte dabei das Versprechen, das man sich vor 30 Jahren gegeben habe und wünschte, dass es gelinge, die Partnerschaft auch in Zukunft so gut und erfolgreich zu gestalten, wie in den vergangenen 30 Jahren.

Der Bürgermeister von St. Médard, Jacques Mangon, sprach von einem vereinten Europa und dass solche Dinge wie der Brexit sehr schlecht für Europa seien. Man solle sich die Städtepartnerschaft zwischen St. Médard und Merzig zum Beispiel nehmen. So eine Freundschaft solle es in ganz Europa geben. Jacques Mangon verriet auch, dass man in St. Médard mit einer Plakette, auf der das Datum des Jubiläums eingraviert sei, an das Jubiläum der Partnerschaft erinnere. Die Plakette sei unter einem Baum im Stadtpark von St. Médard angebracht. Die Vertreter des Freundeskreises der Städtepartnerschaft Marita Rosar und Walter Wolff sprachen und schwärmten von einer sehr schönen Feier im vergangenen Jahr in St. Médard und gaben auch nochmal einen Rückblick auf das Programm mit den Freunden aus St. Médard in Merzig. So besichtigte man die Schloßberghöhle in Homburg und anschließend die Karlsberg-Brauerei. Am nächsten Tag folgte ein Ausflug zum Baumwipfelpfad in Orscholz, der Besuch des Marktes der Köstlichkeiten mit der Krönung der Viezkönigin und am sogenannten Familientag war eine Delegation zu einem Weinfest bei Manfred Klein auf dem Kreuzberg eingeladen. Unter dessen machte sich Bürgermeister Marcus Hoffeld mit dem Bürgermeister von St. Médard auf den Weg in den Wolfspark, den Garten der Sinne und das Street Food Festival in der Innenstadt. Marie-Christin Batut und Annemarie Behar vom Freundeskreis aus St. Médard sprachen von einer großen Familie, die durch die Städtepartnerschaft entstanden sei. Sie dankten allen, die mitgeholfen haben diese Partnerschaft ins Leben zu rufen und die sie am Leben erhalten haben. Hierbei erwähnten sie besonders die ehemaligen Bürgermeister Walter Anton und Dr. Alfons Lauer. Ein besonderer Dank ging aber auch an die aktuellen Bürgermeister der Partnerstädte, die mit der gleichen Dynamik an dieser Sache weiterarbeiten. Bürgermeister Marcus Hoffeld und Bürgermeister Jacques Mangon erneuerten an diesem Abend ihre Städtepartnerschaft auch in schriftlicher Form. Ein eigens für dieses Jubiläum aufgesetzter Vertrag wurde von beiden Bürgermeistern unterschrieben und damit die Städtepartnerschaft auch für die nächsten Jahre erneuert. In diesem Partnerschafts- und Freundschaftsvertrag wird die Absicht bekräftigt, die Freundschaft zu vertiefen. Beide Städte stimmen darin überein, die Zusammenarbeiten weiter zu entwickeln und mit dieser Freundschaft an einem geeinten Europa mitzuarbeiten.

Im Rahmen des Festabends wurden außerdem Menschen erwähnt und mit Geschenken bedacht, die sich in besonderer Weise um die Städtepartnerschaft verdient gemacht haben.

So bedankte sich Bürgermeister Marcus Hoffeld bei Siegfried Treis von der VHS Merzig und Werner Ludwig als Vorsitzender des Stadtverbandes Kultur, ohne die es heute keine Städtepartnerschaft gäbe. Anfangs war die Städtepartnerschaft durch einen intensiven Schüler- und Kinderaustausch der beiden Städte geprägt. Hier war auch Joelle Perinelle, die 12 Jahre als Vorsitzende des Freundeskreises in St. Médard tätig war, aktiv dabei. In diesem Zusammenhang sei auch Margarete Rausch erwähnt, die derzeit auch im Stadtverband mitarbeitete. Ein besonderer Dank ging von Bürgermeister Hoffeld aber auch vom Freundeskreis aus St. Médard an Monika Heinz, die 30 Jahre als Sachbearbeiterin der Kreisstadt Merzig mit großer Leidenschaft und großem Erfolg für die Städtepartnerschaft aktiv war. Dieter Ernst und Uli Wurzer wurden für ihre wertvolle Hilfe bei der Organisation der Festwoche geehrt und Hedi Groß für viele Jahre im Dienste der Städtepartnerschaft. Aber auch die Gastfamilien wurden mit Dank bedacht für die Aufnahme und Gastfreundschaft gegenüber den Gästen aus St. Médard.

Saint Médard-en-Jalles ist ein Vorort von Bordeaux und mehr als 800 Kilometer von Merzig entfernt. Es ist eine Stadt mit rund 30.000 Einwohnern und einer ähnlichen Struktur wie Merzig. Während der Gründung der Städtepartnerschaft waren Serge La Maison in St. Médard und Walter Anton in Merzig Bürgermeister. Die Besuche der jeweiligen Städte erfolgen jährlich im Wechsel. Ein Jahr in St. Médard und ein Jahr in Merzig und werden mittlerweile mit dem TGV absolviert. Im Jahr 2018 findet dann wiederum der Besuch der Merziger Delegation in St. Médard statt.

Der Festabend wurde nach den offiziellen Reden und dem Austausch der Gastgeschenke musikalisch von der Band „dr3iklang!“ gestaltet und für das leibliche Wohl sorgte ein leckeres Abendessen der Gastronomie aus dem Bürgerhaus.

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