Integrierte Kommunikationsplattform für automatisierte Elektrofahrzeuge

Mittwoch, 21 Juni 2017

Aufbau einer Forschungsladesäule läutet die nächste Projektphase ein

Seit zwei Jahren führt Prof. Horst Wieker mit seiner Forschungsgruppe „Verkehrstelematik“ der Hochschule für Technik und Wirtschaft (htw saar) des Saarlandes erfolgreich das Forschungsprojekt iKoPA (integrierte Kooperationsplattform für automatisierte Fahrfunktionen) durch, in dem auch das seit 2013 existierende „ITS Testfeld Merzig (ITeM)“ genutzt wird. Ziel von iKoPA ist es, durch eine sichere sowie zuverlässige Kommunikation von Informationen einen Mehrwert, insbesondere für (teil-)automatisierte Elektrofahrzeuge, zu schaffen. Unter Berücksichtigung von Datenschutzaspekten ist die Erforschung von Mechanismen der Datensparsamkeit ein wesentliches Ziel dieses innovativen Technologieprojektes.

„Durch die Forschungsladesäule geht das Projekt ‘automatisiertes Fahren‘ in die nächste Projektphase. Dadurch wird der Ruf Merzigs als Forschungsstadt weiter gestärkt“, erklärte Bürgermeister Marcus Hoffeld. 

Gerade für die Elektromobilität ist die rechtzeitige Verfügbarkeit von Ladesäulen von besonderer Bedeutung. Ein Teil des Projektes nutzt daher diese Infrastruktur als Test für eine bessere und schnellere Kommunikation von Informationen. Darüber hinaus wird auch die Bezahlung sowie der Zugriffsschutz (Fremdzugriff beim langen Ladevorgang) mit einem automatisierten Fahrzeug an der Testladesäule erprobt.  

Praktisches Testfeld für diese zukunftsweisenden Technologien wird nun der Kretzschmarplatz, auf dem eine Forschungsladesäule aufgebaut wird. Diese handelsübliche Ladesäule wurde um Kommunikationsmöglichkeiten erweitert und wird in Zukunft von der Forschungsgruppe „Verkehrstelematik“ (FGVT) mit Testfahrzeugen auf ihre Funktionsweise hin erprobt. Zudem kann diese Säule außerhalb der Testphasen von den Bürgerinnen und Bürgern kostenlos genutzt werden. Daten des Nutzers werden bei diesen Ladevorgängen selbstverständlich nicht erfasst. „Mit der Ladesäule machen wir in iKoPA somit den nächsten Schritt der technologischen Erweiterung, der auch den Bürgern der Stadt zu Gute kommt. Was mich nebenbei besonders freut ist, dass Merzig als Technologiepartner bei großen, internationalen Firmen bekannter wird.“, so Prof. Dr. Horst Wieker.
Gefördert werden die Ladesäule und die Forschungsarbeiten im Rahmen des Projektes iKoPA durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Die Ergebnisse sollen im Mai 2018 den Vertretern des Bundesministeriums in Merzig vorgestellt werden.

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